Für einen Frieden muss Dialog versucht werden, auch wenn das gerade schwierig ist. Denn die Beziehungen zwischen Ländern bestehen ja nicht nur aus politischen und militärischen Akteuren. Private und zivilgesellschaftliche Initiativen haben einen erheblichen Anteil an den internationalen Beziehungen und können eine Verbesserung hervorrufen, die sich dann zwangsläufig in Frieden niederschlägt. Das besondere daran ist jedoch, dass dies unabhängig von der feindlichen Rhetorik stattfinden kann und diese sozusagen untergräbt. Wer jedoch aktiv diese Ebenen unterbindet, will nicht, dass sich etwas zum besseren ändert und wählt den dauerhaften Krieg.
Ich hoffe jedenfalls, dass sich die ehemaligen und politisch unabhängigen Dialogpartner (Journalisten, Wissenschaftler, Künstler oder Wirtschaftsvertreter) trotz der Einstellung des Dialogforums weiter damit befassen, wie eine gute Zusammenarbeit und ein Zusammenleben funktionieren kann.