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Avatar von Porcupine17
  • Porcupine17

mehr als 1000 Beiträge seit 14.07.2012

Was nützt es denn?

Personalmangel ist in dem Gebiet Gang und Gebe. Bezahlung ist sicher ein Grund, aber nicht der einzige: es ist Schichtdienst und Betreuer in der Psychartrie zu sein ist niemandens Traumjob.

Und was tun? Anzahl der Patienten auf die Zahl reduzieren für die man Personal hat? Was macht man dann mit dem Rest? Oder Pfleger zwangsverpflichten? Über die Wehrpflicht wird ja eh schon diskutiert, wäre doch was für Kriegsverweigerer.

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  • Avatar von Nur-der-Mann-im-Mond-schaut-zu
    • Nur-der-Mann-im-Mond-schaut-zu

    314 Beiträge seit 16.08.2013

    Antwort auf Was nützt es denn? von Porcupine17.

    Möglichst viele psychiatrische Patienten zu Hause erfolgreich behandeln?

    Ambulant vor stationär gilt ja schon lange als Devise.

    Dafür muss man nur bisher schon bekannte Strategien ausweiten.

    Kostengünstiger als Klinikaufenthalte ist das dann auch noch.

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  • Avatar von audio driver (1)
    • audio driver (1)

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.04.2018

    Antwort auf Re: Was nützt es denn? von Nur-der-Mann-im-Mond-schaut-zu.

    Problem: Häufig funktioniert das nicht. Weil die Ursache für das Problem eben im häuslichen Umfeld verortet ist, oder verstärkt wird. Dem Betroffenen fehlt auch meistens schon die Kraft, sich um sich selbst zu kümmern. Mein Stichwort ist: "sicherer Hafen". Das kannst du nur in einer Klinik gewährleisten, wo ein entsprechendes Programm von Profis abgespult wird, zzgl. Medikation, Essen etc.

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  • Avatar von alle_guten_namen_sind_schon_weg
    • alle_guten_namen_sind_schon_weg

    682 Beiträge seit 16.03.2005

    Antwort auf Was nützt es denn? von Porcupine17.

    Porcupine17 schrieb am 05.08.2024 16:34:

    Personalmangel ist in dem Gebiet Gang und Gebe. Bezahlung ist sicher ein Grund, aber nicht der einzige: es ist Schichtdienst und Betreuer in der Psychartrie zu sein ist niemandens Traumjob.

    Ich kenne tatsächlich auch mehrere Pflegekräfte in der Psychiatrie, die dann irgendwann keine Kraft/Lust mehr für den job hatten und da irgendwie einen Ausweg aus der Akut-Psychiatrie gesucht haben. Altenpflegeeinrichtungen, irgendwelche Heime, ruhige Tageskliniken bieten sich da als mögliche Alternative an. Meistens beklagt wurden sicher die Schichtdienste, aber spezifisch eben Gewalt und aggressive Patienten. Häufig habe ich da die Beschwerde gehört, dass Patienten nicht früher "runterreguliert" werden, z.B. durch Zwangsmedikationen.
    Ich glaube, das ist schon grundsätzlich ein ethisches Dilemma zwischen Patientenrechten und Anforderungen des Alltags bzw. der Gesellschaft. Da ist es kein Wunder, dass es dabei keine einfachen Antworten gibt.

    Und was tun? Anzahl der Patienten auf die Zahl reduzieren für die man Personal hat? Was macht man dann mit dem Rest? Oder Pfleger zwangsverpflichten? Über die Wehrpflicht wird ja eh schon diskutiert, wäre doch was für Kriegsverweigerer.

    Was versprichst Du Dir denn davon, Leute, die den job nicht machen wollen, in einen job zu stecken, der hohe persönliche Motivation verlangt? Dann passiert ja noch mehr Fehlverhalten. Das ist so, wie wenn Du einen, der überhaupt nicht zur Polizei will, auf einmal zum Polizisten machst. Dann soll der auf einmal Ruhe, Geduld und Weisheit aufbringen, um seine gewonnene Macht nicht zu missbrauchen? Im Interesse der Patienten brauchst Du gerade nicht die, die sonst nichts anderes gefunden haben, sondern besonders die Motivierten.

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  • Avatar von SockenPuppe_1
    • SockenPuppe_1

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.12.2015

    Antwort auf Re: Was nützt es denn? von Nur-der-Mann-im-Mond-schaut-zu.

    Nur-der-Mann-im-Mond-schaut-zu schrieb am 05.08.2024 17:47:

    Möglichst viele psychiatrische Patienten zu Hause erfolgreich behandeln?

    Ambulant vor stationär gilt ja schon lange als Devise.

    Dafür muss man nur bisher schon bekannte Strategien ausweiten.

    Kostengünstiger als Klinikaufenthalte ist das dann auch noch.

    Eines der Hauptprobleme psychischer Erkrankungen ist, das Einsicht in die Krankheit die Mindestvoraussetzung einer Behandlung, und auch einer Anfangsdiagnose ist.
    Die meisten sehen es erfahrungsgemäß erst ein, wenn es richtig weh tut, wenn sie schon so weit runter sind, das es erstmal nur stationär geht. Niemand schickt Leute aus Spaß auf Station. Die nehmen auch keinen, der anders behandelt werden könnte, vergiß es.
    Von dem Problem, daß die Einsichtigen, bis sie einen Ambulanten haben, auch ganz unten sind, ganz zu schweigen.
    Aber Therapeutenausbildung muss man wollen. Das dauert - und man läuft 'ne Weile als Sklave, ohne das der Sklavenhalter Kleidung, Unterkunft und Futter stellen muss.
    Und als Therapeut muss man auch geeignet sein. Das kann nicht jeder, dazu muß man schon einige besondere Fähigkeiten mitbringen. Da kann man von mehr träumen wie man will.

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  • Avatar von JonChaos
    • JonChaos

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.2012

    Antwort auf Was nützt es denn? von Porcupine17.

    Ich hab mir mal sagen lassen wenn man entsprechende Gehälter bietet finden sich auch Menschen die dafür arbeiten.

    Muss eben der Zuschlag für Pflegekräfte in der Psychiatrie erhöht werden.

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  • Avatar von Porcupine17
    • Porcupine17

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.07.2012

    Antwort auf Re: Was nützt es denn? von JonChaos.

    JonChaos schrieb am 05.08.2024 23:00:

    Ich hab mir mal sagen lassen wenn man entsprechende Gehälter bietet finden sich auch Menschen die dafür arbeiten.

    Muss eben der Zuschlag für Pflegekräfte in der Psychiatrie erhöht werden.

    Und ich habe mir sagen lassen es gibt Jobs die macht man für kein Geld der Welt. Andere vielleicht ein Jahr lang damit man sich von dem Geld ein Haus kaufen kann, was bei der Pflege nicht wirklich funktioniert (Leute die nur ein Jahr in dem Job arbeiten).

    Wir haben einen Mangel an Pflegekräften und deren Löhne gehören durch die Bank massiv erhöht. Aber Geld ist eben nur ein Teil des Problems. Warum sich mit schwierigen Patienten rumquälen wenn man einen erheblich entspannteren Job im Krankenhaus oder Altenheim haben kann? Auch wenn der vielleicht schlechter aber immer noch gut bezahlt wird?

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Selbst dafür reicht es nicht

    Antwort auf Re: Was nützt es denn? von Nur-der-Mann-im-Mond-schaut-zu.

    Und wie soll das "erfolgreich" passieren? Es gibt keinen Platz für selbst die einfachste, grundlegenste Therapie... Wartezeiten können 3 Jahre sein, oder es heißt schlicht: "keine neuen Patienten".
    Alle freiwerdenden Plätze sind den extremsten Notfällen vorbehalten.
    Wenn wir die Anzahl von Fachleuten vielleicht verzehnfachen könnten... aber das ist schlicht finanziell nicht leistbar.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Und das Geld kommt vom Bitcoin-Konto?

    Antwort auf Re: Was nützt es denn? von JonChaos.

    Oder woher?

    Das Solidarsystem könnte die notwendige Finanzierung nicht stemmen.

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