Seit dem chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis konkurrierte die Sowjetunion mit der Volksrepublik China, die im Oktober 1964 Atommacht wurde, um politischen Einfluss in Indochina. Am 14. Oktober 1964 wurde Nikita Sergejewitsch Chruschtschow in der Sowjetunion gestürzt. Er hatte die friedliche Koexistenz mit den USA verfolgt und Nordvietnam deshalb zwar mit rund 500 Millionen Dollar Wirtschaftshilfe und leichten Waffen unterstützt, die Lieferung von Flak-Geschützen und Panzerabwehrwaffen jedoch stets abgelehnt. Nach seinem Sturz verwies Hanoi die wenigen sowjetischen Militärberater des Landes. Sein Nachfolger Leonid Iljitsch Breschnew vereinbarte daraufhin mit Hanoi im Februar 1965 ein Militärhilfeabkommen. Nach den ersten Bombenabwürfen der USA auf Nordvietnam ging die Sowjetunion ab November 1964 auf Konfrontationskurs zu den USA und verurteilte alle weiteren US-Bombardierungen. Sie lieferte Nordvietnam Boden-Luft-Raketen des Typs S-75 sowie Flugzeuge, darunter Mig-21, und für Angriffe auf US-Basen geeignete Artillerie.
Sollten die Russen eigentlich wissen.
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