Was ich mich die ganze Zeit frage:
Gesetzt den Fall, Israel möchte tatsächlich den Gazastreifen für sich besiedeln - was angesichts der aktuellen Geschehnisse und Äußerungen aus der israelischen Regierung durchaus möglich ist - wie könnte gewissensmäßig von den Menschen, die dort hinziehen und siedeln wollen, die Tatsache verdrängt weden, wie dieses Land "gewonnen" wurde?
Letztens schrieb hier jemand, Gaza hätte in etwa die Fläche von München.
Aktuell sind
95.000-120.000 Gebäude im Gazastreifen beschädigt oder zerstört
60-72% der Gebäude im nördlichen Gazastreifen betroffen
60% der Infrastruktur beschädigt oder zerstört, 90% der Bevölkerung vertrieben
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/17647376-forscher-95-000-gebaeude-gaza-beschaedigt-zerstoert
Das heisst, wird gesagt, jedes dritte Haus ist zerstört!
https://m.faz.net/aktuell/israel-krieg/krieg-in-nahost-jedes-dritte-haus-in-gaza-ist-zerstoert-19288159.html
Hier kann man sich einen Eindruck machen, was das bedeutet
https://www.nzz.ch/international/gazakrieg/wie-eng-ist-es-mittlerweile-im-gazastreifen-ld.1767277
Die NZZ meldet auch, Israel sprengt gezielt öffentliche Gebäude, von denen keine Gefahr mehr ausgeht...
https://www.nzz.ch/international/israel-sprengt-gezielt-oeffentliche-gebaeude-in-gaza-ld.1770327
Wie könnte jemand angesichts dieser Fakten und der Tatsache, dass ja auch buchstäblich der Boden auf dem diese Gebäude standen, blutgetränkt ist, da wieder siedeln wollen?
Und wie kann irgendjemand annehmen, dass das, was gerade passiert in irgendeiner Form zur "Sicherheit Israels in der Region" geschweige denn zu Frieden beitragen wird?