Wenn man die Mücke zum Elefanten macht und dann zur Maus ist das also "Verharmlosung"?
Die Wissenschaft spricht von "Klimawandel". Ernsthafte Wissenschaftler sogar völlig ohne Wertung, denn das Klima wandelt sich schon immer. Nicht umsonst gab es auf dem Planeten verschiedene Warm-, Heiß- und Eisperioden. Historisch gesehen ist es auf dem Planeten sogar wärmer gewesen als heute und ohne Eiskappen! Auch hat sich der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in 100 Jahren nicht signifikant verändert: 0,04% sind es noch immer. Man sollte meinen, nach 150 Jahren knallharter fossiliengetriebener Industrialisierung des Planeten müsste es spürbar angestiegen steigen ... is aber nich. Und dass obschon wir auch gleichzeitig die grünen Lungen vom Planeten tilgen - und damit sind wir auch beim wirklichen Kernproblem angekommen: wir fressen unseren Planeten kahl wie die Heuschrecken.
Wir verkonsumieren Rohstoffe, als ob es kein Morgen gäbe. Alles wird über kurz oder lang knapp. Es ist nicht das Klima was uns Sorgen machen sollte, sondern das gnadenlose Verkonsumieren nachwachsender und endlicher Rohstoffe mit immer höherem Tempo. Schon vor 25 Jahren wurde vom Raubbau im Amazonasgebiet berichtet, jährlich würde eine Waldfläche in Größe der Bundesrepublik zerstört. Das ist heute nicht anders - und Urwald wächst kaum nach*. Damit wir heute E-Autos fahren können, muss irgendwoher das Lithium aus dem Boden geholt werden, auch viele Seltenerden für die Elektronik sind erforderlich, manch Edelmetall sowieso. Umweltfreundlich ist die Ressourcenbeschaffung nicht - und das Recycling auch nicht. Dazu kommt, dass wir nun auch noch auf die Idee kommen, Schiefergas aus dem Boden zu pressen (Fracking) - ginge es uns wirklich um's Klima, sei spätestens hier die Unaufrichtigkeit der verantwortlichen Politiker festzustellen. Landwirte sollten auf Viehzucht verzichten wegen der Methangase, welche Kühe und Schweine produzieren, aber beim Fracking wird sehr viel mehr klimaschädliches Gas freigesetzt! Von den Umweltschäden ganz zu schweigen - Fracking ist nur eine weitere Spielart des menschengemachten Raubbaus an der Natur.
Nicht das Klima sollte uns Sorgen machen.
Sondern unser Umgang mit den Bodenschätzen und den nachwachsenden Rohstoffen auf dem Planeten.
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*Urwald wächst nach, aber kompensiert den Raubbau nicht. Rein rechnerisch müsste Brasilien komplett kahl sein inzwischen, es gibt aber noch immer "reichlich" Urwald. Dennoch steht der Fakt, dass unterm Strich zu viel abgeholzt wird und zu wenig nachwächst - übrigens nicht um des Holzes wegen, sondern für die Landwirtschaft.
Wir haben das gleiche Kunststück auch historisch fertiggebracht und Europa praktisch entwaldet, die Briten haben ihre Inseln fast vom Baum befreit, in Italien wächst auch viel zu wenig für die Fläche und die klimatischen Bedingungen. Und all das haben wir geschafft, bevor es überhaupt Industrie gab. Wir haben das meiste Holz verbraucht für Heizung, Haus- und Schiffbau und Kriegswaffen aller Art.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.10.2022 13:47).