Auf's pro und contra hat netterweise ja Grenso schon hingewiesen,
dankenswerter Weise - man nehme also also das Ganze statt nur's Halbe in den Blick,
'Waage' -> Ausgewogenheit, statt nur 'X'.
Eigene Gedanken zur Beleuchtungsthematik? Als in den frühen Jahren noch in Bayern aufgewachsen und sozialisiert, bleibt eine Wehmut im Herzen und Sehnsucht im Gemüt, bei den Gedanken zurück - und durchaus, ja - gerade, was 'die stade Zeit'- angeht.
Zumal noch in den Kindertagen.
Sie war nicht (toten)still, sie war schöner :) lebendig, echt und unverstellt.
Mit viel Kinderlachen. "Engerl im Schnee" - draußen, und zusammen.
Mit Nachbars Kindern und Geschwister.
Die Ahnung - die Vorfreude - war spannender als die Gewissheit.
Weniger war mehr. Vor allem bei den Geschenken.
Das Anspruchsdenken war noch nicht so wie heutzutage.
Qualität statt Quantität.
Heut erschrecken grelle ( Niko)läuse, von Fassaden herabfallend, mit Geblinke und Santa Claus'ens plasticfantasticbuntem Colabrausen, und mich erinnert dies eher an den Clown bei 'ES' - die Fratze des kapitalen Niedergangs.
Wir als Kleine damals haben noch Briefe ans Christkind geschrieben und auf den Tannenspitzen sah man noch gildne Lichtlein blitzen.
Alles neu macht der in seinem Lauf nicht aufzuhaltende Wissenschon, aber was Ochs und Esel betrifft, konnten Leut' sowohl noch schnitzen, als sich auch wir noch an Kleinigkeiten erfreuen.
Vorfreude aufs Christkind - und wie man es sich vorgestellt hatte - wie's wohl aussehen würde😊und dann die Advents-Sonntagsnachmittage - Schlittenfahrten auf unser'm Bergerl ( und später als Größere schon, Skifahren- wo die Hänge noch nicht so voll waren und es auch noch kaum Lifte gab) .
Die stade Zeit und der Duft von Advent - mit allem was dazu gehörte und nicht nur ein Kinderherz erfreute.
Heut regiert nur noch der Konsum bei vielen Menschen, es lebe das 'Wisch-und Weg'- gehetzte menschen, schnell, schnell, und je näher Weihnachten kommt, desto hektischer, unfreundlicher und lauter wird es in den Städten. Und ennoch und trotz alledem: gibt es sie - immer noch, Menschen - große und kleine, die innehalten noch können, noch staunen und noch still sein, noch miteinander feiern können und sich freuen. Das läßt hoffen!
Ihr "Saitenhieb" auf die Hinweis auf die Moderatorin vom NDR , Zitat:
>>Lieber spukige Totenblässe in Straßen voller Autos, die in der Mehrzahl dunkel sind wie ein Konvoi auf dem Weg zur Bestattung, und Licht nur aus Einkaufskristallpalästen? Ansonsten dunkle, stille, brave Fassaden und Balkone von Wohnhäusern in den nicht so sehr mit dem Geschmack von NDR-Moderatorinnen kompatiblen Vierteln und Lebenswelten?<<
Nein, aber: Dem könnt gedanklich ebenso die Sequenz aus Koyaanisqatsi entgegengehalten sein, wo wie im Zeitraffer - passend zum kapitalen immer schneller immer weiter ( immer lauter...) mehr und mehr Autos auf Highways sausen. Es blinkt dazu ganz ebenso, und es verwirrt und verstört die Sinne.
Wer das schön findet? Der soll...
Ansonsten bedankt für die Rundreise zurück ( wie auf einem Riesenrad, wo man übers Land schauen kann, während die Welt sich weiterbewegt, bewegt man sich auch im Kreise mit...) zum 'Zündfunk' - der Funke kommt am *Wintersonnwendtage wieder - das ist der Sinn den Menschen im Licht - auch- sehen! Nicht immer nur das grelle, das verstörende, das Sinn-lose ( meiner Meinung nach). Und so haben die Alten uns das beigebracht.
Und weil es ja die kleinen Weihnachtsmärkte, wo man gemütlich mit Bekannten und Freunden Glühwein trinken kann, auch dafür ein bedankt ( andernorts fallen Bomben....man sollt die Dankbarkeit nicht vergessen! Am Leben sein zu können und relativ gesund)
*Wenn die Sonne in den Steinbock wandert - dann kommt das Licht zurück
mfG