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Avatar von tzefix
  • tzefix

mehr als 1000 Beiträge seit 12.05.2010

Ein generelles Verbot von "Rettungsgeldern" für Unternehmen, die Dividenden

auszahlen ist zu fordern und einzuführen. Äqivalent zu anderen Unternehmen, die Privatentnahmen tätigen.

Allerings liegt der Fehler im System. Was hier in der Spätphase den Kapitalismus geschieht, ist kein "Retten" von Unternehmen - es ist die staatliche Garantie auf Gewinn!

Mit der EU-weiten Bankenrettung hat es begonnen - das war die staatliche Garantie auf Gewinn bei Finanzunternehmen. Und jetzt weitet sich diese Garantieleistung auf die großen Aktiengesellschaften aus. Der nächste Schritt wird in die Richtung gehen, dass Gewinne ausgerechtnet mit dem Mittel der "Enteignung" garantiert werden. Denn das "schöne" Wort "Enteigung" suggeriert, dass jemandem etwas weggenommen wird. Das ist aber nicht der Fall! Bei Enteignungen werden Entschädigungen bezahlt, die von Seite Bund oder Land in ihrer Höhe "angemessen" sein müssen - d. h. nahezu frei veranschlagt werden können.

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  • Avatar von mascheko
    • mascheko

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.08.2006

    Antwort auf Ein generelles Verbot von "Rettungsgeldern" für Unternehmen, die Dividenden von tzefix.

    Korrekt. Der Staat müsste bei Unterstützung Firmenanteile bekommen oder die Unterstützung als Kredit (Zinsrate = Inflationsrate) bekommen.

    Auch deswegen bin ich ein Fan des russischen Systems – da ist die größte Bank und die beiden größten Öl-/Gaskonzerne zur Hälfte in Staatshand. Gewinne fließen dort in die Staatskasse.

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  • Avatar von Wolfgang Schira
    • Wolfgang Schira

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.01.2010

    Antwort auf Re: Ein generelles Verbot von "Rettungsgeldern" für Unternehmen, die Dividenden von mascheko.

    Auch deswegen bin ich ein Fan des russischen Systems

    Vorsicht! Eine solche Bemerkung führt oft zu Beobachtung durch die bundesrepublikanischen Schlapphüte.B-)

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  • Avatar von hirn
    • hirn

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.07.2000

    Antwort auf Ein generelles Verbot von "Rettungsgeldern" für Unternehmen, die Dividenden von tzefix.

    tzefix schrieb am 03.04.2021 17:03:

    auszahlen ist zu fordern und einzuführen. Äqivalent zu anderen Unternehmen, die Privatentnahmen tätigen.

    Der Begriff Privatentnahmen ist ein Begriff? Der Begriff ist bekannt? Dividenden sind keine Privatentnahmen, sondern Gewinnausschüttung.

    [/quote]

    Allerings liegt der Fehler im System. Was hier in der Spätphase den Kapitalismus geschieht, ist kein "Retten" von Unternehmen - es ist die staatliche Garantie auf Gewinn!

    Mit der EU-weiten Bankenrettung hat es begonnen - das war die staatliche Garantie auf Gewinn bei Finanzunternehmen. Und jetzt weitet sich diese Garantieleistung auf die großen Aktiengesellschaften aus. Der nächste Schritt wird in die Richtung gehen, dass Gewinne ausgerechtnet mit dem Mittel der "Enteignung" garantiert werden. Denn das "schöne" Wort "Enteigung" suggeriert, dass jemandem etwas weggenommen wird. Das ist aber nicht der Fall! Bei Enteignungen werden Entschädigungen bezahlt, die von Seite Bund oder Land in ihrer Höhe "angemessen" sein müssen - d. h. nahezu frei veranschlagt werden können.

    [/quote]

    Holzmann, Bremer Vulkan, das hat schon früher begonnen.

    Eine Trennung von Kurzarbeitergeld und Rettung wie bei der Commerzbank sind aber 2 komplett unterschiedliche Begriffe.

    Das System ist keine Einbahnstraße, wo ein böses, kapitalistisches Unternehmen nur einzahlen muss. Was der Autor natürlich unterschlägt: Daimler hat das Kurzarbeitergeld sogar aufgestockt.

    Der Kapitalismus sorgt übrigens auch dafür, dass wir hier alle Arbeit haben. Im Sozialismus gibt es keine Wertschöpfungskette.

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