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  • Arutha

mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2015

Re: Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind ander

Die aktuelle Inflation ist im wesentlichen durch Sonderfaktoren bedingt, die durch die Pandemie und die Engpässe im Wiederaufschwung nach dem Pandemiehöhepunkt (der dadurch wiederum gedämpft wird) zu erklären sind.

aja... und die Erhöhung der Geldmenge hat natürlich keinen Einfluss, oder? Geld wird ja nicht mehr gedruckt, sondern am PC erschaffen...

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Eine Zinserhöhung bringt dagegen nichts

Sagen die Länder, die sich keine Zinserhöhung wegen übermäßiger Verschuldung leisten können... die andern erhöhen die Zinsen natürlich.

ie Inflation beträgt 2021 insgesamt 3,1% und gleicht damit teils nur die besonders niedrige von 0,5% in 2020 aus. 2022 wird sie voraussichtlich wieder unter 3% sinken, 2023 noch weiter. Wobei zutreffend ist, dass Menschen mit niedrigen Einkommen überproportional betroffen sind von den gestiegenen Energiepreisen und Lebensmittelpreisen.

dann sollen die Menschen halt Immobilien, Aktien, Antiquitäten oder Finanzprodukte kaufen... ach Mist, die sind ja noch viel höher gestiegen.... werden halt nur nicht einberechnet...Warum eigentlich nicht? Ach, dann wär die Inflationsrate bei 30%?

Dagegen helfen aber keine höheren Zinsen, sondern höhere Löhne besonders für niedrige Einkommen und höhere Sozialleistungen und insb. Grundsicherung. Die nur minimale Erhöhung von Hartz IV, die tatsächlich deutliche Realsenkung ist der eigentliche Skandal hier. Das Problem wird sein, dass die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften in der Weiter- und Nachwirkung der Pandemie große Probeme haben, hinreichende Lohnsteigerungen durchzusetzen, 2021 war schon zu niedrig, 2022 wird auch zu niedrig werden. Dagegen helfen auch keine höheren Zinsen, eher im Gegenteil, sondern die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro wird helfen und stärkere Gewerkschaften und leichter allgemeinverbindlich zu machende Tarifverträge würden helfen. Da wird die Ampel aber nichts machen, v.a. "dank" der FDP. Fokus auf die Zinsen geht an den realen Problemen vorbei und löst nichts. Siehe auch https://www.wsi.de/de/pressemitteilungen-15991-tariflohne-steigen-2021-durchschnittlich-um-1-7-prozent-37450.htm

Ich erklär dir mal, warum es aktuell keine Lohnerhöhungen gibt.
Lohnerhöhungen würden in der jetzigen Situation sofort zur Hyperinflation führen. die Gewerkschaften könnten richtig fordern, müssten sie auch, wenn ihnen die Angst vor der Hyperinflation nicht viel wichtiger wäre, wie das Wohl ihrer Klientel.

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