Ansicht umschalten
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Avatar von Ralf Krämer (1)
  • Ralf Krämer (1)

65 Beiträge seit 01.11.2020

Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere

Die aktuelle Inflation ist im wesentlichen durch Sonderfaktoren bedingt, die durch die Pandemie und die Engpässe im Wiederaufschwung nach dem Pandemiehöhepunkt (der dadurch wiederum gedämpft wird) zu erklären sind. Eine Zinserhöhung bringt dagegen nichts und würde die Lage nur verschlechtern. Die monatlichen Inflationsrate und ebenso die quartalsmäßigen und sogar für 2020 und 2021 die Jahresraten der Lohnzuwächse oder Reallohnentwicklungen sind durch die Pandemie massiv verzerrt, es fallen auch die Raten pro Stunde und pro Person wegen der Kurzarbeit stark auseinander, wobei Kurzarbeitergeld nicht als Lohn zählt. Die Inflation beträgt 2021 insgesamt 3,1% und gleicht damit teils nur die besonders niedrige von 0,5% in 2020 aus. 2022 wird sie voraussichtlich wieder unter 3% sinken, 2023 noch weiter. Wobei zutreffend ist, dass Menschen mit niedrigen Einkommen überproportional betroffen sind von den gestiegenen Energiepreisen und Lebensmittelpreisen. Siehe auch
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/12/PD21_564_611.html

Dagegen helfen aber keine höheren Zinsen, sondern höhere Löhne besonders für niedrige Einkommen und höhere Sozialleistungen und insb. Grundsicherung. Die nur minimale Erhöhung von Hartz IV, die tatsächlich deutliche Realsenkung ist der eigentliche Skandal hier. Das Problem wird sein, dass die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften in der Weiter- und Nachwirkung der Pandemie große Probeme haben, hinreichende Lohnsteigerungen durchzusetzen, 2021 war schon zu niedrig, 2022 wird auch zu niedrig werden. Dagegen helfen auch keine höheren Zinsen, eher im Gegenteil, sondern die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro wird helfen und stärkere Gewerkschaften und leichter allgemeinverbindlich zu machende Tarifverträge würden helfen. Da wird die Ampel aber nichts machen, v.a. "dank" der FDP. Fokus auf die Zinsen geht an den realen Problemen vorbei und löst nichts. Siehe auch https://www.wsi.de/de/pressemitteilungen-15991-tariflohne-steigen-2021-durchschnittlich-um-1-7-prozent-37450.htm

Bewerten
- +
  • Avatar von Frit
    • Frit

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.12.2003

    Nein, seit 10 Jahren Geldschwemme ohne unterlass bleibt kosequenzlos.

    Antwort auf Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere von Ralf Krämer (1).

    Wen willst du diesen Unfug verkaufen?

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Arutha
    • Arutha

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2015

    Re: Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind ander

    Antwort auf Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere von Ralf Krämer (1).

    Die aktuelle Inflation ist im wesentlichen durch Sonderfaktoren bedingt, die durch die Pandemie und die Engpässe im Wiederaufschwung nach dem Pandemiehöhepunkt (der dadurch wiederum gedämpft wird) zu erklären sind.

    aja... und die Erhöhung der Geldmenge hat natürlich keinen Einfluss, oder? Geld wird ja nicht mehr gedruckt, sondern am PC erschaffen...

    .
    Eine Zinserhöhung bringt dagegen nichts

    Sagen die Länder, die sich keine Zinserhöhung wegen übermäßiger Verschuldung leisten können... die andern erhöhen die Zinsen natürlich.

    ie Inflation beträgt 2021 insgesamt 3,1% und gleicht damit teils nur die besonders niedrige von 0,5% in 2020 aus. 2022 wird sie voraussichtlich wieder unter 3% sinken, 2023 noch weiter. Wobei zutreffend ist, dass Menschen mit niedrigen Einkommen überproportional betroffen sind von den gestiegenen Energiepreisen und Lebensmittelpreisen.

    dann sollen die Menschen halt Immobilien, Aktien, Antiquitäten oder Finanzprodukte kaufen... ach Mist, die sind ja noch viel höher gestiegen.... werden halt nur nicht einberechnet...Warum eigentlich nicht? Ach, dann wär die Inflationsrate bei 30%?

    Dagegen helfen aber keine höheren Zinsen, sondern höhere Löhne besonders für niedrige Einkommen und höhere Sozialleistungen und insb. Grundsicherung. Die nur minimale Erhöhung von Hartz IV, die tatsächlich deutliche Realsenkung ist der eigentliche Skandal hier. Das Problem wird sein, dass die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften in der Weiter- und Nachwirkung der Pandemie große Probeme haben, hinreichende Lohnsteigerungen durchzusetzen, 2021 war schon zu niedrig, 2022 wird auch zu niedrig werden. Dagegen helfen auch keine höheren Zinsen, eher im Gegenteil, sondern die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro wird helfen und stärkere Gewerkschaften und leichter allgemeinverbindlich zu machende Tarifverträge würden helfen. Da wird die Ampel aber nichts machen, v.a. "dank" der FDP. Fokus auf die Zinsen geht an den realen Problemen vorbei und löst nichts. Siehe auch https://www.wsi.de/de/pressemitteilungen-15991-tariflohne-steigen-2021-durchschnittlich-um-1-7-prozent-37450.htm

    Ich erklär dir mal, warum es aktuell keine Lohnerhöhungen gibt.
    Lohnerhöhungen würden in der jetzigen Situation sofort zur Hyperinflation führen. die Gewerkschaften könnten richtig fordern, müssten sie auch, wenn ihnen die Angst vor der Hyperinflation nicht viel wichtiger wäre, wie das Wohl ihrer Klientel.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von jellobiafra
    • jellobiafra

    197 Beiträge seit 29.06.2021

    Auf höhere Löhne können wir uns noch einigen

    Antwort auf Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere von Ralf Krämer (1).

    Der Rest von deinem Beitrag ist leider völlig daneben und klingt nach dem Beitrag aus einer Gewerkschaftszeitung. Denk mal darüber nach, wer sich heute noch eine Immobilie leisten kann? Welche Preise werden für Rohstoffe aufgerufen? Sollen bald nur noch Reiche ein Auto fahren können?

    Zinserhöhungen sind notwendig, um wieder in ein Gleichgewicht zu kommen. Der Nullzins ist krank und kaputt und macht vor allem alles kaputt. Gelddrucken hat in der Geschichte immer zum gleichen Ergebnis geführt. Der Vorschlag die Gehälter aufgrund der Inflation zu erhöhen führt in die klassische Lohn-Preis-Spirale und steigert nur den Inflationseffekt. Der sichere Weg in den Untergang.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ralf Krämer (1)
    • Ralf Krämer (1)

    65 Beiträge seit 01.11.2020

    Antwort auf Re: Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind ander von Arutha.

    Arutha schrieb am 26.12.2021 12:08:

    Die aktuelle Inflation ist im wesentlichen durch Sonderfaktoren bedingt, die durch die Pandemie und die Engpässe im Wiederaufschwung nach dem Pandemiehöhepunkt (der dadurch wiederum gedämpft wird) zu erklären sind.

    aja... und die Erhöhung der Geldmenge hat natürlich keinen Einfluss, oder? Geld wird ja nicht mehr gedruckt, sondern am PC erschaffen...

    In der Tat ist die pure Entwicklung der Geldmenge nicht die entscheidende Frage für die Inflationsentwicklung. Es kommt darauf an, wofür das Geld verwendet wird, also ob das zu übermäßiger Nachfrage führt, und auf die Entwicklung von Kosten, die in die Preise eingehen. Zudem wäre ja mal zu klären, welche Geldmenge gemeint sein soll. Die Zentralbank hat die Zentralbankgeldmenge erhöht, das betrifft zunächst nur die Banken, wichtiger für die Wirtschaftsentwicklung wäre eher M3, die ist aber viel weniger gestiegen und v.a. in 2020 bei sehr geringer Inflation und nicht 2021. Für Leute die Fakten interessieren: https://www.bundesbank.de/de/publikationen/berichte/monatsberichte/monatsbericht-november-2021-879636

    ie Inflation beträgt 2021 insgesamt 3,1% und gleicht damit teils nur die besonders niedrige von 0,5% in 2020 aus. 2022 wird sie voraussichtlich wieder unter 3% sinken, 2023 noch weiter. Wobei zutreffend ist, dass Menschen mit niedrigen Einkommen überproportional betroffen sind von den gestiegenen Energiepreisen und Lebensmittelpreisen.

    dann sollen die Menschen halt Immobilien, Aktien, Antiquitäten oder Finanzprodukte kaufen... ach Mist, die sind ja noch viel höher gestiegen.... werden halt nur nicht einberechnet...Warum eigentlich nicht? Ach, dann wär die Inflationsrate bei 30%?

    Die Entwicklung der Preise für Vermögensgüter ist in der Tat schon seit etlichen Jahren ein Problem und das hat anders als die aktuelle Inflationserhöhung auch tatsächlich etwas mit der Geldpolitik und den Nullzinsen zu tun. Das war aber hier nicht das Thema, sondern die Verbraucherpreisinflation, die davon direkt nur durch die steigenden Mieten tangiert wird. Wir kämen hier aber der realen Probematik näher: Es profitieren von der Geldpolitik Reiche und Unternehmen, die in solche Vermögensgüter investiert haben, die massiv im Preis gestiegen sind, und für Normalverdiener wird es schwieriger sich Wohneigentum anzuschaffen, wobei auf der anderen Seite die extrem niedrigen Zinsen das wiederum erleichtern. Andererseits muss man gegenrechnen, welche positiven Effekte die Geldpolitik hat, indem sie die Möglichkeiten der Staaten und der Unternehmen erleichtert, Kredite aufzunehmen und damit nötige Ausgaben zu finanzieren. Der Anstieg der Staatsverschuldung in der Krise ist sehr sinnvoll und nötig und keineswegs ein Problem, schon gar nicht für Deutschland mit im internationalen Vergleich niedriger Verschuldung. Ein großes Problem wäre entstanden und die Wirtschaft und die Menschen wären viel weniger glimpflich durch die Krisen gekommen, Pleiten und Arbeitslosigkeit wären viel höher gewesen, wenn die Kreditaufnahme unterblieben wäre. Ein Problem ist im Gegenteil die Schuldenbremse. Und ein Problem ist, dass aufgrund der politischen Kräfteverhältnisse die noch bessere Alternative nicht realisiert wird: Finanzierung der notwendigen Ausgaben durch höhere Besteuerung der sehr großen Vermögen oberhalb ein oder mehrerer Mio. Euro (netto, nach Abzug von Schulden), der superreichen Unternehmenserben (die bisher durch Sonderregelungen von der Erbschaftsteuer verschont werden) und sehr hoher Einkommen (so ab etwa 100.000 Euro im Jahr brutto).

    Ich erklär dir mal, warum es aktuell keine Lohnerhöhungen gibt.
    Lohnerhöhungen würden in der jetzigen Situation sofort zur Hyperinflation führen. die Gewerkschaften könnten richtig fordern, müssten sie auch, wenn ihnen die Angst vor der Hyperinflation nicht viel wichtiger wäre, wie das Wohl ihrer Klientel.

    Ich rede von Lohnerhöhungen von effektiv drei oder vier Prozent für 12 Monate, die nötig wären, das hat mit Hyperinflation überhaupt gar nichts zu tun. Und wer keine Ahnung, soll nicht anderen etwas "erklären" wollen: Leider werden Lohnerhöhungen nicht dadurch höher, dass Gewerkschaften mehr fordern, sie fordern regelmäßig fünf oder sechs Prozent pro Jahr, sondern nur wenn sie es auch durchsetzen können, und das ist eine Frage der Kräfterverhältnisse im Kampf (die Arbeitgeber müssen nämlich zur Zustimmung bewegt werden), die von diversen Bedingungen abhängen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (26.12.2021 19:24).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: im Blindflug durch den Nebel

    Antwort auf Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere von Ralf Krämer (1).

    Ralf Krämer (1) schrieb am 26.12.2021 11:10:

    Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere

    Das tieferliegende Prob ist, daß ein Blindflug nach Instrumenten erfolgt, die das Falsche anzeigen. Die zu Rate gezogenen Anzeige Verbraucherpreisinflation ist der asset inlation nachlaufend. Natürlich, irgendwann schlagen die Assetpreise auf den Verbraucher durch.
    Warum steigen die Assetpreise? Weil Geld sich nicht mehr lohnt.
    Weil mehr Geld da ist als die Realwirtschaft verwerten kann.
    Das gibt eine Auskunft über den Normalzustand an dem die Kennziffern ausgerichtet sind, der aber nicht vorliegt. Die verwendeten theoretischen Modelle der VWL passen nicht zur Lage, die Leute haben gelernt was beim navigieren im Nebel zum Kurs aufs Riff führt; anderes wissen die Zauberlehrlinge nicht.

    Betrachtet man den gesamten Kapitalismus der Nachkriegszeit, so kommts ab 1962 zur Schranke der Marktsättigung und Konkurrenz, die Überschüsse blasen peu à peu den Finanzsektor auf, immer größere Wetten auf die Zukunft =Kredite, immer größere Krisen.
    Letzte 3 Asienkrise, DotCom-Bubble, Hypothekenblase, jeweils "geheilt" durch noch mehr Geld in die Finanzmärkte. Jetzt trifft Corona die Realwirtschaft.

    Vllt sollt ma mal Marxisten fragen was los ist.
    Die kritisieren den Kapitalismus nicht dafür daß er seine Versprechen nicht hält, sie wissen, daß ers sowieso nicht kann und ersehnen sein Ende. Sie kennen die Lage und haben kein Rezept ein unheilbares System zu heilen. Wie könnten sie auch?
    https://www.youtube.com/watch?v=mcb5Qc9s45M&t=5530#Decker_FinKap_Fazit

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ralf Krämer (1)
    • Ralf Krämer (1)

    65 Beiträge seit 01.11.2020

    Antwort auf Re: im Blindflug durch den Nebel von blu_frisbee.

    blu_frisbee schrieb am 27.12.2021 09:03:

    Ralf Krämer (1) schrieb am 26.12.2021 11:10:

    Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind andere

    Das tieferliegende Prob ist, daß ein Blindflug nach Instrumenten erfolgt, die das Falsche anzeigen. Die zu Rate gezogenen Anzeige Verbraucherpreisinflation ist der asset inlation nachlaufend. Natürlich, irgendwann schlagen die Assetpreise auf den Verbraucher durch.
    Warum steigen die Assetpreise? Weil Geld sich nicht mehr lohnt.

    M.E. stimmt das so nicht und jedenfalls erklärt es nicht die gegenwärtig erhöhten MONATLICHEN Inflationsraten, die schon in den nächsten Monaten wieder deutlich geringer werden. Diese Verbraucherpreisinflation war das Thema hier. Der Mechanismus mit dem hohe Preise der Assets (Vermögensanlagen, v.a. Wertpapiere und Immobilien) zu Verbraucherpreisinflation führen würden, wäre wenn diese in größerem Umfang verkauft und der Erlös nicht in andere Assets investiert würde, sondern für "normale" Waren, deren Preise in die Verbraucherpreisinflationsrate eingehen, ausgegeben würde. Das kann z.B. passieren, wenn kapitalgedeckte Altersvorsorge aufgelöst wird, oder wenn eine Vermögenspreisblase platzt, jedenfalls fallen die Asset-Preise dann, steigen jedenfalls nicht mehr. Diese verstärkt nachfragewirksame Verwendung hätte neben der inflationären aber auch die positive Wirkung einer Ankurbelung der Konjunktur und damit Senkung von Arbeitslosigkeit und Steigerung der Einkommen. Bisher steigen die Asset-Preise aber weiter, die Liquidität fließt weiter in Assets, und solange schlägt das eben genau NICHT auf die Verbraucherpreise durch. Das war doch in den letzten Jahren der Grund für die relative Erfolglosigkeit der Zentralbankpolitik soweit es um das Ziel ging die Inflationsrate in Richtung 2% zu heben und die Konjunktur anzukurbeln. Jetzt hat v.a. die Fiskalpolitik, die staatliche Kreditaufnahme und nachfragewirksame Verausgabung der Gelder gewirkt, nicht die monetäre Expansion als solche. Diese hat das allerdings ermöglicht bei weiter niedrigen Zinsbelastungen der Staatshaushalte, das ist positiv zu bewerten und nicht negativ.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: Zins aufs eingesetzte Kaufkapital

    Antwort auf Re: im Blindflug durch den Nebel von Ralf Krämer (1).

    Ralf Krämer (1) schrieb am 27.12.2021 09:41:

    blu_frisbee schrieb am 27.12.2021 09:03:

    Die zu Rate gezogene Verbraucherpreisinflation ist der asset inflation nachlaufend. Natürlich, irgendwann schlagen die Assetpreise auf den Verbraucher durch.
    Warum steigen die Assetpreise? Weil Geld sich nicht mehr lohnt.

    M.E. stimmt das so nicht und jedenfalls erklärt es nicht die gegenwärtig erhöhten MONATLICHEN Inflationsraten, die schon in den nächsten Monaten wieder deutlich geringer werden. Diese Verbraucherpreisinflation war das Thema hier. Der Mechanismus mit dem hohe Preise der Assets (Vermögensanlagen, v.a. Wertpapiere und Immobilien) zu Verbraucherpreisinflation führen würden, wäre wenn diese in größerem Umfang verkauft und der Erlös nicht in andere Assets investiert würde, sondern für "normale" Waren, deren Preise in die Verbraucherpreisinflationsrate eingehen, ausgegeben würde.

    Hinter asset inflation steckt neben Flucht in die Sachwerte auch
    die Erwartung von Mieteinnahmen bzw Profit, Zins aufs eingesetzte Kaufkapital.

    Wenn Immobilien zum, wie man vernimmt inzwischen zum 50-fachen der Jahresmieten gehandelt werden (ähnliches beim KGV von Aktien)
    lassen sich die Preise nur durch Mieterhöhungen (Profitsteigerungen) rechtfertigen.

    Wenn der Marktgott Nein sagt platzen die Blasen.¹
    Höhere Mieten nicht durchsetzbar bzw profitgenerierende Verkauf stagniert.
    Die Frage ist Wann.

    ¹ Blasen platzen wenn der supply of fools versiegt,
    keine Nachfolger mehr kommen die die Spekulation der Vorgänger auszahlen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (27.12.2021 09:59).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Ralf Krämer (1)
    • Ralf Krämer (1)

    65 Beiträge seit 01.11.2020

    Antwort auf Re: Zins aufs eingesetzte Kaufkapital von blu_frisbee.

    Ja, das widerlegt aber nicht was ich geschrieben habe. Dass die Assetpreissteigerungen über die Mietsteigerungen in die Verbraucherpreise eingehen hatte ich vorher schon geschrieben, das macht aber nur nullkommaeinpaar Prozentpunkte aus und erklärt nicht die aktuell erhöhten Inflationsraten.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Frit
    • Frit

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.12.2003

    Antwort auf Re: Inflation überbewertet, Zinserhöhungen ungeeignet, reale Probleme sind ander von Ralf Krämer (1).

    Es ist aber schlicht hirnrissig zu behaupten, die ständige Ausweitung der Geldmenge bliebe konsequenzlos. Die Rechnung kommt immer irgendwann wie jetzt.

    Bewerten
    - +
« Ältere Neuere » Seite 1 2
Ansicht umschalten