Ansicht umschalten
Avatar von p.maxwell
  • p.maxwell

216 Beiträge seit 29.04.2016

Die schleichende Enteignung der EU Bürger geht in die nächste Runde

Zugegeben, viele " Grundpfeiler " der klassischen Oekononmie scheinen zu Beginn des 21.Jahrhunderts nicht mehr zu gelten, was, um es mit Mark Twain auszudrücken, Prognosen schwierig macht, wenn es um die Zukunft geht.
Unbestreitbar ist jedoch, das durch die Niedrigzinspolitik der EZB Millionen von EU Bürgern die Moeglichkeit genommen wurde, Vermögen anzusparen. Sehr viele werden deshalb einen wesentlich bescheideneres Rentnerdasein führen müssen.
Die Entwicklung des Zinses geht nicht nur auf die EZB zurück, aber die niedrigen Zinsen kamen sehr gelegen. Damit war der Staatsbankrott von Griechenland und Italien vom Tisch, also zumindest in die Zukunft verschoben.
Aus dem selben Grund, werden, entgegen der klassischen ökonomischen Lehre, die Zinsen nicht erhöht. Höhere Zinsen würden die Kreditaufnahme fuer Griechenland und Italien teurer machen.
Wer sich den Verschuldensstand von beiden Ländern ansieht, dem werden die Augen aufquellen;
Griechenland ist 2020 mit rund 200% des BIP verschuldet und
Italien mit ca. 150% ( dazu kommen aber noch - 500 Milliarden Euro im TARGET 2 ).
Griechenland hat seinen Schuldenstand seit der Krise also um rund 70% erhöht und Italien ist 2020 prozentual höher verschuldet, als Griechenland zu Beginn der Krise.
Es ist beiden Ländern also nicht gelungen den Schuldendienst mit Niedrigzinsen zu verringern, wie soll es dann erst mit höheren Schulden gehen?
Also müssen wieder die EU Bürger ran. Hohe Inflation entwertet Spareinlagen und die Reallöhne, niedrige Zinsen und " Aufbewahrungsentgelte " der Banken machen klassischen Vermögensaufbau unmöglich, aber fuer Schuldner kann die Inflation nie hoch genug sein, da dadurch effektiv weniger zurückgezahlt werden muss.
Ach, wie schön ist es doch EU Buerger zu sein. Das grenzenlose Reisen innerhalb der Union ist aber keine billige Errungenschaft.

Bewerten
- +
Ansicht umschalten