kodu schrieb am 30.10.2022 07:08:
„Sollte die Regierung davon ausgehen, dass ein Bekanntwerden ihrer Informationen zu einer Störung der wechselseitigen Vertrauensgrundlage mit Alliierten führen..“
Es ist schon beinahe lächerlich, wie versucht wird, ausgerechnet den Russen die Zerstörung der Pipeline in die Schuhe zu schieben, obwohl die damit, sowohl materiell als auch und vor allem hinsichtlich ihrer strategischen Optionen am meisten geschädigt wurden.
Ich habe im Podcast der WirtschaftsWoche ein Interview mit Heusgen, dem neuen Chef der „Münchener Sicherheitskonferenz“ gehört, der auf die Frage wer’s war, antwortete, er GLAUBE , dass es die Russen waren und fügte bezeichnenderweise hinzu, dass jede andere Variante einen massiven Vertrauensbruch mit unseren Verbündeten zur Folge hätte. De facto bedeutet das: Wir haben keine Verbündeten, nur Konkurrenten … und sollten endlich unsere Interessen schärfer diskutieren und letztlich auch definieren.
Aber: Wir machen lieber gute Miene zum bösen Spiel und unsere „Freien Qualitätsmedien“ spielen die Charade mit.
Gehen wir einfach mal für einen Moment davon aus, dass es die USA waren. Dann wäre es natürlich total in unserem Interesse, die jetzt hart anzugehen, damit wir von ihnen AUCH kein Gas mehr bekommen?