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  • Karl Sten

mehr als 1000 Beiträge seit 14.08.2015

Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...

stefano2050 schrieb am 30.10.2022 02:51:

Reale Rohre sind grundsätzlich erheblich empfindlicher gegen Beulen als ein ideales Rohr.

Wie kommst Du denn auf die Idee, dass bei diesen Röhren der Fall ist? Bei bis zu 41 mm Wandstärke kriegst Du nicht mal mit dem Vorschlaghammer eine Beule rein. :-) Aber Scherz beiseite. Die Auslegung der Pipeline und Verlegeweise ist schon darauf ausgeichtet eine Beulung zu vermeiden.

https://klausandrews.com/wp-content/uploads/2015/07/KA__180-1080x720.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Nord_Stream#Bau

Die Stahlrohre sind in 13 Meter-Segmente gegliedert, haben einen Innendurchmesser von 1,153 m, eine Metallwanddicke zwischen 27 und 41 Millimeter, Auslegungsdrücke von 220/200/170 bar und eine Masse von 11 Tonnen. Durch 60–150 mm Betonmantel erhöht sich die Masse auf je 25 Tonnen, um – auch luftgefüllt – gut am Meeresboden aufzuliegen

Um hier Verformungen durch den äußeren Wasserdruck zu vermeiden, ist ein ähnlich hoher Innendruck nötig.

Falsch. Nicht bei diesen Wandstärken. Zum Vergleich: Die Druckkörper der deutschen U-Boote Typ VIIc betrug 18,5 mm (bei einem wesentlich größerem Durchmesser) - und die konnten über 200 m tauchen ohne zu verbeulen.

Ganz abgesehen davon ist ja noch der Betonmantel um die Röhre - auch der wird für mehr Steifigkeit sorgen.

Und erklär mir mal bitte, wie bei dem Schweiss und Verlegeverfahren der Druck in der Röhre aufrecht erhalten werden soll.

https://www.youtube.com/watch?v=IJDWk-hwp8M

Die Betonschale ist ja nur für die Bauphase als Druck-Schutz gedacht und später als Verschleißschicht gegen Anker und Schleppnetze wird auch mit einer teilweisen Zerstörung gerechnet.

Ein echter Experte :-) Schutz gegen Anker: ja Ansonsten zusätzliches Gewicht, um die Pipeline am Boden zu halten.

Wie Schleppnetze eine Pipeline zerstören können wird mir ewig ein Rätsel bleiben :-)

Dazu kriecht Stahl unter Belastung immer. Wenn man dies mindern und vermeiden kann für mehr Lebensdauer, dann sollte man dies tun.

Häh?

Dazu kommen Belastungen wie Korrosion, die die Wandstärke reduzieren.

Korrosion wird durch aktive und passive Schutzmassnahmen verhindert.

https://www.instandhaltung.de/praxisanwendung/so-wird-eine-pipeline-vor-korrosion-geschuetzt-667.html

Alle Effekte zusammen führen für jede Pipeline zu einer begrenzten Lebensdauer.

Ein klares und eindeutiges Jein.

Warum hier Gasprom und deutsche Behörden hier kein Interesse hatten, können sie sich ja fragen?
Bei Gasprom ist NS abgeschrieben und die Sprengung auch egal und bei deutschen Behörden ist Mehltau Grundnahrungsmittel.

Falls sie mehr dazu wissen wollen, einfach mal nach nichtlinearen Beulen und Kriechen schauen in der Literatur.

https://www.osti.gov/etdeweb/servlets/purl/20241066

5.1.2.5 Versagen durch Kriechen
Kriech- und Ermudungsvorgange in Werkstoffen treten in der Regel erst ab
Temperaturen oberhalb von 200 bis 300 °C auf. Mittels einer Berechnung gegen
Zeitstandsfestigkeit wird bei solchen hochtemperaturbeeinflussten Bauteilen ein
Versagen verhindert. Mit Ausnahme von Pipelines fur warmgehende Medien treten
sowohl bei unterirdischen als auch oberirdisch verlegten Pipelines und Stationen nur
Temperaturen im Bereich zwischen -10 °C und + 50 °C auf. Kriechvorgange mussen
demnach an den hier zu untersuchenden Bauteilen nicht angenommen werden.

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  1. - stefano2050 -64 Methan zerfällt in erheblich kürzerer Zeit von 100 Jahren zu CO2 und Wasserdampf
    1. unbekannter Benutzer   Re: Methan zerfällt in erheblich kürzerer Zeit von 100 Jahren zu CO2 und Wasserd
      1. stefano2050   Re: Methan zerfällt in erheblich kürzerer Zeit von 100 Jahren zu CO2 und Wasserd
    2. Karl Sten -10 Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
      1. Maksuti -10 Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
        1. Karl Sten 40 Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
          1. Maksuti -60 Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
            1. unbekannter Benutzer   Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
              1. -   Gesperrter Beitrag
      2. stefano2050   Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
        1. Karl Sten 40 Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
          1. stefano2050   Re: Die Stahlröhren brauchen überhaupt gar keinen Druck um in 80 m Tiefe ...
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