Man stelle sich vor, die USA würden hinter dem Anschlag auf die Energieversorgung Europas stehen. Entspräche dies den Tatsachen, würden all jene Recht bekommen, die man zur Zeit als Querdenker, Putinversteher, Verschwörungstheoretiker, Schwurbler, etc. politisch mit Ach und Krach ins moralische Abseits gedrängt hat. Es würde sich herausstellen, dass die Bundesregierung den Wohlstand dieses Landes und das EIGENE Volk lieber opfert, als das eigene politische Überleben zu riskieren. Der Einfluß Amerikas in Europa würde schwinden, und alles, was Amerika seit Jahrzehnten betreibt - die Spaltung Europas und Russlands als Partner - wäre hinfällig. Die Nato würde wohl kaum länger als bis zur nächsten Bundestagswahl Bestand haben und Europa würde endlich geeint sein. Die neuen Nato-Beitrittskandidaten würden es sich evtl. noch einmal überlegen, welchem Bündnis sie da beitreten, wenn man als Bündnispartner über die Klinge springen darf, für die Interessen aus Übersee. Alles nicht im Interesse der Amerikaner.
Ein Freund, der einem das Messer in den Rücken rammt und erwarte, man opfere Wohlstand und Leute für die Ziele Amerikas, ist schlimmer als ein "Feind", der uns die Widervereinigung ermöglichte, den eisernen Vorhang lüftete, uns an seinen günstigen Bodenschätzen teilhaben ließ, und 2002 im Bundestag bat, man möge sein Land bei der künftigen Sicherheitspolitik in Europa einbinden.
Ich persönlich habe ein ganz ungutes Gefühl beim Thema Pipeline und glaube (nicht wissen), dass unsere "Freunde" sich gerade einen dicken Hund geleistet haben. Und - erneut weise ich darauf hin, dass es sich hierbei um meine Meinung und eine Annahme meinerseits handelt - einen solch dicken Hund hätte man sich nicht ohne die Zustimmung der Regierung leisten können. Aber in solchen Fällen ist es immer gut jemanden zu haben, der sich an nichts erinnern kann. Stattdessen werden die Akten sicher wieder für Generationen unter Verschluß kommen.