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  • Tallymann

132 Beiträge seit 12.07.2023

Ungleichheit

Es scheint sich zu bestätigen, dass Ungleichheit ein Hauptfaktor für den Zusammenbruch der sozialen Ordnung ist.

Aber ist das nicht eine Binsenweisheit? Diese Wahrheit "scheint " sich nicht nur zu bestätigen, sondern ist und war Triebkraft jeder sozialen Revolution, angefangen bei den ersten Streikbewegungen am Beginn der Industrialisierung bis heute. Und Hintergrund jeder Ungleichheit ist ein Kapitalismus, der dazu neigt, aus der nichthabenden Bevölkerung auch das Letzte herauszupressen, bis... ja, bis sich der "Zusammenbruch" der unsozialen alten Ordnung vollzieht.

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  • Avatar von Two Moons
    • Two Moons

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.04.2020

    Antwort auf Ungleichheit von Tallymann.

    So ist es. Das ist tatsächlich eine "Binsenweisheit", die sich von den Sklavenaufständen im alten Rom, über die Bauernkriege anfang des 16.Jhdts., durch die Klassenkämpfe des 19. und 20.Jhdts. bis zu den Revolutionen und Putschen Südamerikas und bis zum Aufstieg Chinas als Weltmacht zieht. Ich schätze die "regelbasierte Ordnung" wird auf dem Müllhaufen der Weltgeschichte entsorgt oder die Menschheit geht unter und beginnt auf dem Niveau der Steinzeit von Neuem.

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  • Avatar von kid1212
    • kid1212

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.05.2012

    Der Trick um zu verhindern

    Antwort auf Re: Ungleichheit von Two Moons.

    das es knallt besteht in der Suggestion der Teilhabe. Man lässt die Ausgebeuteten glauben, dazu zu gehören. Stehkragenproletarier mucken nicht auf.

    Das Problem ist allerdings, der Trick funktioniert mit zunehmender Schere zwischen Arm und Reich immer schlechter.
    Oder um es mit Eis Age zu formulieren, das Mammut merkt kein Opossum zu sein.

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  • Avatar von Europaeer
    • Europaeer

    844 Beiträge seit 14.10.2015

    Antwort auf Ungleichheit von Tallymann.

    Tallymann schrieb am 22.07.2023 10:06:

    Und Hintergrund jeder Ungleichheit ist ein Kapitalismus [...]

    Ich würde von einer solchen Formulierung abraten, wobei immer die Definition des Substantivs "Kapitalismus" maßgebend wäre. Die Ungleichheit hat es immer gegeben, und nicht nur unter den Menschen.

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  • Avatar von Tallymann
    • Tallymann

    132 Beiträge seit 12.07.2023

    Antwort auf Re: Ungleichheit von Europaeer.

    Die Ungleichheit hat es immer gegeben, und nicht nur unter den Menschen.

    Die Ungleichheit ist nicht das Problem, alle sind anders als jeder andere. Einer hat mehr, der Nächste weniger. Es kommt auf die Dimension an. Denn das wahre Problem ist die Macht, die aus zu großer Ungleichheit erwächst. In diesem Fall aus Geldmacht. Und im Grunde steht die gegen jede Demokratie.

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    • Europaeer

    844 Beiträge seit 14.10.2015

    Antwort auf Re: Ungleichheit von Tallymann.

    [Ungleichheit], [Kapitalismus], [Demokratie]

    Auch hier erneut, es kommt auf die Definition des Begriffs Kapitalismus an, der m.E. nicht für die Ungleichheit den Ausschlag gibt. Und die Demokratie, die olympische Demokratie, steht mit Sicherheit nicht für eine Gleichschaltung des Bürgers, eher das Gegenteil.

    Ohne missdeutet zu werden will ich es nur vorsorglich wiederholen, dass die (olympische) Demokratie einen solchen unerreichbaren Stellenwert habe, der, um sich des Begriffes "Demokratie" bedienen zu können, gerne anders verklärt wird, damit er für manchen nutzbar werde.

    So war in Deutschland die DDR auch eine Demokratie, und die 46 Regierungsjahre in der BRD, regiert von nur drei Köpfen, auch eine.

    Was mich betrifft kann ich in keinem Menschen mit einem totalitärem Weltbild (bsp. kraft Religion) einen Demokraten sehen, da ihm die Basis dazu fehle: das Bewusstsein. Wird er nie haben, da er ein Weltbild habe, welches auf absolute und unfehlbare Wahrheiten aufbaue.

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