Ansicht umschalten
Avatar von dlloyd
  • dlloyd

138 Beiträge seit 17.09.2022

Lösungen - Visionen?

Der beliebte und schmerzlich vermisste Linke Alexander Cockburn bemerkte einmal: "Wir Linken sind großartig darin, Probleme zu erkennen, haben aber keine wirkliche Anleitung, um sie zu korrigieren". Diese Offenheit fehlt in Chomskys Analyse, die zwar recht intelligent ist, aber in der gleichen faden Art und Weise vor sich hin dümpelt und inzwischen von solchen Kommentatoren wie Max Blumenthal und Aaron Maté, um nur einige zu nennen, schon längst überholt wurde.

Bewerten
- +
  • Avatar von pekro78
    • pekro78

    640 Beiträge seit 21.06.2023

    Antwort auf Lösungen - Visionen? von dlloyd.

    dlloyd schrieb am 23.07.2023 04:06:

    Der beliebte und schmerzlich vermisste Linke Alexander Cockburn bemerkte einmal: "Wir Linken sind großartig darin, Probleme zu erkennen, haben aber keine wirkliche Anleitung, um sie zu korrigieren". Diese Offenheit fehlt in Chomskys Analyse, die zwar recht intelligent ist, aber in der gleichen faden Art und Weise vor sich hin dümpelt und inzwischen von solchen Kommentatoren wie Max Blumenthal und Aaron Maté, um nur einige zu nennen, schon längst überholt wurde.

    Was soll der Mann denn machen? Man kann das aktuelle Elend noch so intelligent analysieren. Solange jene, die handeln können, es nicht tun, wird sich schwerlich etwas ändern. Nun ist es aber so, dass jene, die handeln können, just jene sind, die gerade handeln wie sie handeln. Sie kommen aus der Alternativlosigkeit ihres Handelns nicht heraus. Eigentlich haben sie sich selbst diese Alternativlosigkeit geschaffen. Wobei man sagen muss: Um zu handeln, muss man ja den Entschluss gefasst haben, so zu handeln und nicht anders, also alle anderen Alternativen nicht berücksichtigt. Nun leben wir aber in einer Zeit des politischen Handelns, das sich so zu einer Monokultur verstetigt hat (man hat permanent Alternativen verworfen, sodass am Ende keine mehr übrig blieben), dass man jetzt tatsächlich in der selbstverschuldeten Alternativlosigkeit gefangen ist. Im Grunde das komplementäre Element zur Kant´schen selbstverschuldeten Unmündigkeit, die ja die Alternativlosigkeit der Verdummten ist. Sie sind glücklich mit ihrer (alternativlosen) Unmündigkeit.
    Die einen verdummen sich mit ihren alternativlosen Handlungszwängen und die anderen mit ihrer alternativlosen Unwissenheit, die sie sorgfältig als glücklich machende Unmündigkeit pflegen.
    Jedenfalls und langer Rede kurzer Sinn und in Abwandlung eines Adenauerwortes: Die Laje war noch nie so beschissen.
    Schönen Sonntach noch.

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten