ollid schrieb am 09.07.2021 19:14:
jo_backinTown schrieb am 09.07.2021 17:48:
Die klassischen holländischen Windmühlen waren Entwässerungspumpen. Mit dem (deutschen) Müller und seinem Mehl haben sie nichts zu tun.
Diese alte und zuverlässige Entwässerungstechnologie lässt sich mit den modernen Windmühlen sicher wiederbeleben, vermutlich ist das sogar sinnvoller, als erst mit den Windmühlen Strom zu erzeugen und damit dann die Pumpen anzutreiben.
Nicht wirklich, da Windräder ja mit zunehmender Größe und Höhe effizienter werden, und man bei Verwendung von Elektrizität auch Standorte abseits von Deichen verwenden kann. Selbst "Überschussstrom" aus deutschen Solaranlagen zur Mittagszeit.
Die alten Windmühlen mussten vergleichsweise kleine Flächen mit weniger Höhendifferenz trocken halten. Das heutige elektrische System ist viel effizienter, sonst wären die großen Polder nicht möglich gewesen.Das Problem in Holland ist, daß bei Anstieg des Meeresspiegels nicht nur immer höher gepumpt werden muss, sondern auch immer mehr Wasser durch den höheren Druck einsickert. Die benötigte Energie, und der Aufwand allgemein, wird sich irgendwann so vervielfachen, daß es unbezahlbar unwirtschaftlich wird. Selbst bei 1 bis 2 Cent pro kWh.
Ein Drittel von Ostfriesland muss entwässert werden. Das meiste geht mit Sielen. Der Rest wird gepumpt in zwei Schöpfwerken. Die Pumpen haben 600 kW.
Der Energieaufwand ist lächerlich. Eine zusätzliche WKA sollte vermutlich reichen.