Der grosse geostrategische Kopf der US-Demokraten, Zbig Brzezinski, hat dieses Motto bereits in den Nuller-Jahren herausgegeben. Er war auch ein Gegner der Invasion des Iraks.
In seinem letzten Buch "Strategic Vision - America and the crisis of global power", das auf deutsch nicht erscheinen konnte/durfte, entwickelt Brzezinski eine Strategie, mit der auch das 21. Jahrhundert zu einem amerikanischen Jahrhundert werden kann.
Die USA müssten ihre Ressourcen gezielt einsetzen, um einerseits ihre inneren Defizite (Bildungswesen, Infrastruktur, ungerechte Einkommensverteilung) aufzuarbeiten und andererseits ein "Larger-West"-Bündnis zur Eindämmung (Containment) Chinas aufzubauen. Dem müssen insbesondere Russland und die Türkei angehören (wenn das unter den dortigen jetzigen Führungen nicht möglich ist, muss man, z. B. durch Elitenrevolte, auf einen Regime Change drängen).
Mit der Besetzung Afghanistans hat sich der Westen versprochen, nach Ost-Mitteleuropa und dem Balkan auch die mittelasiatischen Ex-Sowjetrepubliken dem Einfluss Russlands zu entziehen. Die Rechnung ist aus verschiedenen Gründen nicht aufgegangen. Der im wesentlichen aus der Luft geführte Krieg in Afghanistan hat dem Westen zuletzt nur neue Feindschaften eingebracht. Im Sinne des globalen Hegemoniestrebens der USA und ihrer Gefolgschaft ist es daher sinnvoll, diesen Krieg zu beenden und sich auf den/die Hauptgegner zu konzentrieren.