Antwort auf Re: Man sollte auch bedenken... Re: "Suchtmittel THC" von .
Mountain View schrieb am 08.11.2021 15:41:
Die "Züchtungen" werden im wesentlichen deshalb extrem THC-haltig, weil die Männchen frühzeitig entfernt werden. Bestäubte Blüten produzieren kein Harz mehr.
1) Züchter brauchen schon seit langem keine männlichen Pflanzen mehr zu entsorgen ("femeln"), weil sie in der THC-orientierten Zucht überhaupt nicht mehr auftauchen. Klone können zwar gelegentlich ihr Geschlecht ändern, besonders im Pflanzenreich, aber das ist nicht beim Hanf und seinen Verwandten zu beobachten.
2) Die THC-Anreicherung ist die Folge strengster fortgesetzter Selektion unter den weiblichen Exemplaren nach der höchsten (genetisch bedingten) Potenz. Im wesentlichen genau das gleiche Prinzip wie bei Kartoffeln, Schnittblumen oder Erdbeeren:
Was heute als "Sorte" angesehen wird, ist in Wahrheit zu 99,99% nur ein und dieselbe Pflanze, die mittlerweile millionenfach ungeschlechtlich aus Ablegern repliziert wurde.
3) Auch die befruchteten Blüten bringen das Harz hervor, aber sie verhindern durch Nährstoffraub und Hormonausschüttung die unablässige Neubildung von immer mehr und noch mehr Blüten. Eine Befruchtung mindert keineswegs die Qualität, aber dafür dramatisch den mengenmäßigen Ernteertrag.