Pazifismus ist prinzipiell eine gute Sache - aber man kann Pazifismus immer nur selbst vorleben und von sich selbst fordern - nie aber von anderen Menschen.
Wenn ihr also in iorgendeiner Form angegriffen oder bedroht werdet (Gott bewahre), dann könnt ihr frei entscheiden, ob ihr euch wehren wollt oder irgendeine Form des gewaltfreien Widerstands leisten. Das steht euch zu, das ist euer gutes Recht und wer auf Gewalt verzichtet ist ein positives Vorbild für andere.
Ganz anders sieht es aus, wenn jemand anders angegriffen wird. Dann sagt die Moral, dass ich dieser Person helfen sollte und wenn das gegen meine pazifistische Haltung verstoßen sollte, dann sollte ich zumindest niemand anderen davon abhalten, dieser Person zu helfen.
Man stelle sich eine Frau in der U-Bahn vor, die gerade von einem viel stärkeren Mann angegriffen wird.
Dieser stärkere Mann könnte ohne weiteres von den 10 umstehenden Männern überwältig werden (ohne dass jemand zu schaden kommt), aber dann kommt ihr und sagt: "Moment mal! Niemand darf hier eingreifen, denn wir sind gegen Gewalt"
Der Denkfehler, den ihr hierbei begeht: Ihr lasst Gewalt gewähren, obwohl sie beendet werden könnte.
Denkt mal drüber nach.