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Avatar von Capt Trips
  • Capt Trips

mehr als 1000 Beiträge seit 27.05.2020

Was immer fehlt: Konsum reduzieren

Damit meine ich nicht einmal Verzicht und Leben wie der heilige Franziskus, sondern aufhören billigen Schrott zu produzieren, der nach kürzester Zeit unbrauchbar wird. Garantiezeiten für Produkte massiv erhöhen, geplante Obsoleszenz unter drastische Strafen stellen, technische Geräte so gestalten, das sie reparabel sind, irreparable Konstruktionen verbieten wenn es Sinn macht, Einweg-Unsinn drastisch reduzieren (zB Feuerzeuge, Rasierer), Textilien einer Garantiezeit unterwerfen, etc. Aber auch die Werbung muss drastisch zurück gefahren werden. Konsum als Daseinszweck, Konsum als Glücksersatz zu proklamieren muss aufhören...
Was die Mobilität anbelangt, so ist die Reduktion der Zahl der PKWs sinnvoller als deren Elektrifizierung auf Teufel komm raus. Subventionierte städitische Car-Sharing Modelle und kostengünstiger ÖPNV, sowie eine Bahn, die günstig und effizient ist, macht mehr Sinn, als Elektroautos, deren Batterien soviel kosten wie ein Kleinstwagen und die alle paar Jahre ersetzt werden müssen und die sich eh nur die gehobene Mittelschicht leisten kann.....

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  • Avatar von Tanzmausentfuehrer
    • Tanzmausentfuehrer

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.02.2019

    Franziskus war Veganer

    Antwort auf Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Capt Trips .

    Ihr Rat ist goldrichtig aber was das Hauptproblem beim Klimawandel darstellt ist die Landnutzung.
    Ohne Viehhaltung waeren die meissten anderen Probleme durchaus zu kontrollieren.
    Speziell die fossile Kohlenstoffindustrie laesst sich technisch prima ersetzen.

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  • Avatar von Russischer Hacker
    • Russischer Hacker

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2017

    Antwort auf Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Capt Trips .

    Na klar, die Vorschläge sind ja Alle sinnvoll, aber das setzt fundamentale staatliche Eingriffe in die Wirtschaft voraus. Wir reden über staatliche Markt- und Wirtschaftsregulierung. Oder man könnte auch sagen über Planwirtschaft.

    Wir müssen vor Allem eines begreifen. Mit dem liberalen Wertesystem und entfesselndem Kapitalismus sind die gesteckten Ziele nicht zu erreichen. Wenn wir diese Ziele erreichen wollen, können wir das nicht ohne die eigenen Werte und Prioritäten über Bord zu schmeißen. Wenn wir es wollen, kommen wir nicht um Planwirtschaft und Repressionen nicht herum.

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  • Avatar von 1Hz
    • 1Hz

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2019

    Antwort auf Re: Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Russischer Hacker.

    Wir haben doch Planwirtschaft.

    Oben beschriebene Missstände sind vor allem dadurch möglich, dass massiv subventioniert wird. Insbesondere durch die Subventionsvergabeform der Externalisierung. Bedeutet: in den Preisen sind die tatsächlichen Kosten eines Produktes nur teilweise enthalten, ein großer Teil wird auf die Allgemeinheit umgelegt.

    Das ist Subventionswirtschaft, eine Sonderform der Planwirtschaft, nur mit umgekehrter Umverteilungsabsicht. Subventionen sind volkswirtschaftlich schädlich. Sie sind die Durchsetzung von Partikularinteressen gegen das Allgemeinwohl und damit auch sozial schädlich. Und, wie hier angesprochen, auch ökologisch schädlich.

    Die Subventionen müssten beendet werden. Insbesondere auch die Externalisierungen. Durch Änderungen von Gesetzen, die Externalisierungen herbeiführen, und da, wo der Markt das nicht selber richten kann, durch Internalisierung der Kosten. Auch natürlich durch Streichung aller anderen Subventionsformen.

    Das nennt man dann Marktwirtschaft. Und das ist genau die Lösung. Volkswirtschaftlich, sozial und ökologisch. Sind alle Kosten internalisiert, lebten wir nachhaltig.

    Man spricht hier ja von einem Marktversagen. Wird dieses nicht geheilt, von einem Staatsversagen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.03.2021 12:47).

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  • Avatar von Russischer Hacker
    • Russischer Hacker

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2017

    Antwort auf Re: Was immer fehlt: Konsum reduzieren von 1Hz.

    Und du meinst, das Streichen der Subventionen, also der von jeglicher Regulierung befreiter Markt, uns dann hilft die gesteckten Ziele fristgerecht zu erreichen?

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  • Avatar von 1Hz
    • 1Hz

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2019

    Antwort auf Re: Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Russischer Hacker.

    Ohne ein Streichen der Subventionen ist es unmöglich.

    Diese ganzen Subventionen sind ja das Ergebnis von massiver Lobbyarbeit über lange Zeiträume hinweg. Solange das bestehen bleibt, wird sich auch nichts ändern. Auch dann nicht, wenn zum Beispiel mittels Gesetzen schlimmere Auswirkungen dieser Subventionen begrenzt werden sollen. So etwas ist nämlich nur Scheinheiligkeit, mit der versucht wird, den Eindruck zu erwecken, man würde etwas ändern, während man ja gleichzeitig auf der anderen Seite weiter oder gerne auch verstärkt das fördert, was man angeblich reduzieren möchte.

    Auch muss man sich vergegenwärtigen, dass es natürlich selbst ohne scheinheilige Absicht absolut ineffizient ist, auf der einen Seite etwas zu fördern und es auf der anderen Seite einzubremsen. Man kann das mal mit Fahrrad versuchen, also Bremse ziehen und weitertreten. Das vermittelt einen guten Eindruck der Effizienz eines solchen Vorgehens.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.03.2021 13:05).

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  • Avatar von 1Hz
    • 1Hz

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2019

    Antwort auf Re: Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Russischer Hacker.

    Russischer Hacker schrieb am 03.03.2021 12:59:

    der von jeglicher Regulierung befreiter Markt

    Es gibt keinen von jeglicher Reduzierung befreiten Markt. Auch jetzt nicht. Dieser ist jetzt stark reglementiert, allerdings zugunsten Weniger und unter dem scheinheiligem Label eines freien Marktes, der aber damit immer weiter ausgehöhlt wird.

    Auch Marktwirtschaft wäre kein freier Markt. Im Gegenteil. Marktwirtschaft muss gehegt und gepflegt werden. So müssen ja zum Beispiel externe Kosten internalisiert werden. Auch darf es keine marktbeherrschenden Stellungen wie Kartelle, Mono- und Oligopole geben, alle Konzerne müssten zerschlagen werden.

    Den freien Markt gibt es wie gesagt nicht. Er wäre aber in einer echten Marktwirtschaft am freiesten. Derzeit ist er zugunsten von Partikularinteressen hoch reglementiert. Ein einziges Marktversagen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.03.2021 13:09).

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  • Avatar von SATFVT
    • SATFVT

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.12.2011

    Antwort auf Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Capt Trips .

    als Elektroautos, deren Batterien soviel kosten wie ein Kleinstwagen und die alle paar Jahre ersetzt werden müssen

    Hast du mal eine Quelle die aufzeigt wie viele Jahre das sind?

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  • Avatar von Capt Trips
    • Capt Trips

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.05.2020

    Antwort auf Re: Was immer fehlt: Konsum reduzieren von SATFVT.

    Die Hersteller geben meist 8 Jahre oder 160 000 Km plusminus Garantie auf 80% Kapazität. Alle paar Jahre ist vlt übertrieben, aber bei den Preisen sind auch 8 Jahre wenig. Ich bin auch kein Feind von den Dingern, aber eben auch kein Freund. Die sollen das gute Gewissen einer individual motorisierten Gesellschaft sein und dazu noch der Autobranche das Überleben sichern. Eine Lösung für das CO2 Debakel sind sie aber nicht.

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  • Avatar von SATFVT
    • SATFVT

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.12.2011

    Antwort auf Re: Was immer fehlt: Konsum reduzieren von Capt Trips .

    Die Garantie für meinen Verbrenner beträgt 2 Jahre.
    Muss ich alle paar Jahre einen neuen kaufen?

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