Mag sein, Windkraft ist für mich auch nicht wirklich mein Themenfeld, weil das nur Großkonzerne können - zumindest in Deutschland wurde den Energiegenossenschaften dazu zu große Steine in den Weg gelegt. Und Offshore erst recht - das können keine Kommunen für sich selbst bauen und damit ist das für mich erstmal uninteressant. Wenn die ins Netz zu akzeptablen Preisen liefern können super.
Ja, so isses. Deshalb konzentriert sich das Windgeschäft auf grosse Konzerne sowohl bei der Herstellung der WKA als auch bei der Windpark-Finanzierung DONG führt da. Das Konglomerat Vestas, Siemens-Wind (de facto dänisch), Dong und die dänische Regierung wickeln da fast da ganze Geschäft in Europa ab. Deutschland ist hinten runter gefallen.
Genau. Kann aber, im Gegensatz zu Kernenergie abgestellt werden wenn kein Bedarf da ist. Und im Gegensatz zu Kernenergie beeinträchtigt das die produzierten kwh auf Lebenszeit weniger, weil die dann nämlich länger Leben.
Heißt: Windkraft ist ziemlich gut nach unten regelbar und damit für ein volatiles Netz geeignet. Kernenergie braucht Grundlast - ist also für ein volatiles Netz ein Klotz am Bein.
die nach-unten-Regelbarkeit der Windkraft ist korrekt und ein wichtiger Punkt. Die Anlagen sind allesamt seit etwa 2006 Lasten-geführt dh mit Messfühlern bestückt und die Belastungen werden registriert und online ausgewertet zu Schadenssummen. Daraus bestimmt sich die Restlebensdauer und man kann die Anlagen wirklich "völlig" aufbrauchen, bis hin zu einer Sicherheitsgrenze dass niemandem da ein Rotor auf den Kopf fällt. Ich hab das öfter mal im Forum breitgetreten zur Diskussion.
Was macht die Kernenergie, wenn im Sommer der Bedarf ans Netz tagsüber zusammenbricht, weil PV tagsüber zu konkurrenzlosen Preisen (3-6c/kwh, Vollpreis, keine Steuern und Netzgebühren weil Eigenverbrauch) liefert? Das volatile Netz hat nicht nur volatile Einspeisung sondern auch volatile Nutzungsprofile.
Kernenergie in Grosskraftwerken mit Leistungen von 1200 bis 1600 MW (zB der EPR in O-3) passen schlecht in ein Szenario wo viel PV ist. Bei Wind noch problematischer weil der noch irregulärer fluktuiert. Schnell regelbare Gaskraftwerke oder dezentrale Blockheizkraftwerke (bis runter zu Eigenheimgrösse) wären da sinngemäss das Beste.
Aber wenn wir die E-Mobilität bekommen dann haben wir einen Verbrauch der die Grundlast soweit anhebt dass allein O-3 und PH nur für die Autos durchlaufen können. Jedenfalls in Finnland. In Korea wäre das alles ganz anders weil die Stromspitze im Sommer ist wegen den ganzen Air Condition-Dingern, jede Wohnung 1kW.
Rechnest du einen Speicher zu Windkraft der diese Gigawattstunden verteilt, wird Windkraft unbezahlbar.....
Aber das stimmt doch nicht und ich habe dir das auch vorgerechnet. Speicher sind eben nicht mehr unbezahlbar. Nicht einmal mehr doppelt so teuer wie Pumplastkraftwerke, die sonst immer akzeptiert wurden, aber von denen ja nicht genug gebaut werden könnten.
Ich glaube da sind 3 Denkfehler drin. Erstens rechnest du "Speicher" ohne die Grösse zu korrelieren. Wie schon mal abgeschätzt, ist ein Tag/Nacht-Speicher zu PV gut möglich. Wenn man aber den Bedarf eines Eigenheims nur für wenige Tage decken will muss man hunderte von kWh speichern und der Keller ist voll und das Konto leer. Denn der Besitzer muss den ja finanzieren.
Zweitens, wenn jetzt plötzlich ein grosser Bedarf entsteht werden die Li-Preise, ggfs auch Kobalt, in die Höhe schnellen. Das "wird immer billiger" darf nicht einfach extrapoliert werden. Auch die PV-Zellen muss man langfristig als made in Germany rechnen denn wenn der Handelskrieg eskaliert bekommen wir keine billige PV mehr aus China.
Drittens nützt der Speicher nichts wenn er lokal am falschen Platz ist. Er spart dann nicht die Netzintegrationskosten. Wenn wir Windstrom aus offshore-Nordsee nach München in einen Speicher bringen wollen brauchen wir ja doch den Netzausbau bis dahin. Allein ein billiger Speicher befreit noch nicht von den Netzintegrationskosten von Windkraft. Solar ist dezentaler, hat da weniger Probleme, kann aber wegen dem Winterloch nicht dominieren.
Und die Preise purzeln munter weiter.
Der Bedarf an Speichern weltweit ist gerade riesig und die Li-basierten Batterien kommen in der Produktion nicht hinterher - neue Fabriken schießen jedes Jahr aus dem Boden und bieten Batterien noch billiger an weil sich Produktionsabläufe weiterhin verbessern und geschätzt wird, dass das auch noch einige Zeit so anhält.
Speicher sind wirtschaftlich geworden.
Waren die Dauermagnete 2010 auch. Und dann kam die Neodym-Krise. Und als die weg war die Dysprosium-Krise. Und danach ging Kupfer durch die Decke sodass alle Generatorhersteller auf Aluminiumwicklungen umstiegen, als erstes bei den Trafos, jetzt aber auch bei den Genos.
Sofern sich jeder einen eigenen Speicher kauft.......
Das passiert auch automatisch, wenn die Speicher billig genug sind. Das ist das eine, das sind die Häuser selbst, die für sich Strom speichern. Alleine dadurch hat eine Eigenfamilie (12kwh/tag im Schnitt in Dland) schon Energieautarkie von März bis Oktober und große Erleichterungen November und Februar.
In Kombination mit dem Dach voller PV, dann ja. Aber deine 12kWh/Tag sind vor der Energiewende, denn wir wollen ja auch alle Häuser elektrisch heizen mit Wärmepumpen und alle Autos elektrisch fahren. Dann werden aus den 12 leicht 50-70. Die PV-Fläche reicht dann nicht, man muss ans Netz. Kann ggfs aber fluktuierende Stromlieferungen ausgleichen.
Das ist ein Problem für die Kernenergie und andere nicht-nach-unten-regelbare Kraftwerke. Aber das sind nur die Eigenheime. Speicherkraftwerke wird es zusätzlich geben. Australien hat das verdeutlicht, dort hat nicht nur Tesla bereits ein Regelkraftwerk gebaut. Die sind bereits in der Gewinn-Phase, nach nur 2 Jahren die Investition wieder reingeholt.
Das wundert mich masslos. Das erzeugt doch keine Energie sondern verteilt sie nur zeitlich. Wenn sich das so gut rentiert dann muss da ein satter Aufpreis auf den Strom drauf für die Speicherung.
Wenn mein Speicherkraftwerk Strom zu Negativpreisen einkauft und Kosten hat von 1-5c/kwh dann ist das sehr schnell rentabel. Passt also wunderbar zu PV-Anlagen.
Negativpreise sind eine Perversion unserer Marktwirtschaft, das wird langfristig nicht mehr passieren wenn sich die Stromversorgung stabilisiert hat.
lol, das hab ich aber anders in Erinnerung. Die Investoren sind abgesprungen und das Projekt drohte zu scheitern, weil mit den niedrigen Strompreisen und der langen Laufzeit und der Entwicklung auf dem Strommarkt nicht abzusehen ist, wie das jemals konkurrenzfähig Strom liefern können soll. Das muss 40 Jahre lang gut laufen. Und da kam der Staat auf die Idee feste Abnahmegarantie zu fest garantiertem Preis inklusive Inflationsausgleich. Nur mit diesem Lockangebot konnten überhaupt noch Investoren gefunden werden die sich auf das Wagnis einlassen wollten.
das wäre ja fast dasselbe. Auf jeden Fall wurden die Investoren entweder angelockt oder gehalten durch überhöhte Preise die nun der Stromverbraucher zahlen muss. Nutzniesser sind die Investoren. Deren Rückziehmanöver war vermutlich rein taktisch um Cameron zu erpressen.
Militär braucht man nicht für Uran & Urin. Gibts in Kasachstan, Kanada, Australien, Namibia, Niger. politisch breit gestreut, kein Boykott oder Monopole zu erwarten.
Na dann können die Franzosen ihr Militär ja heim holen. Warum machen die das bloß nicht...
Politisch. War wohl mal französische Kolonie (?) und von da her leiten sie eine Verantwortung ab für die Ruhe & Stabilität im Lande.
[code]Was ist das für ein Akku in Australien?.....
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Teslas-Riesenakku-in-Australien-macht-sich-bezahlt-4259373.html
ok dass ist aber eine Art Lückenfüller aufgrund einer misslungenen Netzplanung. Bzw gar keine Planung wegen Liberalismus => Chaos. Strom kann man nicht wie Tomaten auf dem Wochenmarkt handeln. Negative Strompreise sind pervers. Sowas wird nicht lange halten. Strom ist ein natürliches Monopol, genauso wie Wasser und Abwasser. Da gibt es keine 5 Leitungen von 5 Firmen die in Konkurrenz stehen. Also darf man da auch kein Börsensystem draus machen.
Wie gesagt - der Anteil der Kernkraft geht weltweit insgesamt zurück. Die Neubauten ersetzen nicht einmal die stillgelegten Kapazitäten. Bestes Beispiel ist doch Frankreich. Gerade den Fuhrpark um 10 Jahre verlängert, bauen gerade mal ein einziges AKW nach zur Zeit. Selbst wenn die jetzt anfangen mit einem zweiten und in fünf Jahren mit einem dritten und alles auf einmal voll super funktioniert werden die es nicht schaffen, ihren Fuhrpark rechtzeitig zu ersetzen. Da wird ein ganzer Batzen abgeschaltet.
F steigt wohl langsam aus, dagegen China, Russland, Finnland steigen ein. In FIN wird Kern=>60% hochgefahren mit den 2 neuen KKW. Solar-PV ist nur für die Sommerhäuschen, nicht relevant. Wind haben wir 7% aufgrund von Druck der EU. Zu jedem Windrad gibt es eine Anti-Initiative. Die Stimmung ist schlecht. Und der Preisdruck zwingt ins Dumping oder zu PPA-Verträgen. Das rettet momentan die finnischen Windparks. Google zieht sich ein grünes Jäckchen an indem sie die Rechenzentren mit Windstrom betreiben zu höheren Preisen als die Börse zahlt.
Ich habe 40 Jahre Windkraft gemacht. 2 als kleiner grüner Ökofreak, Aktivist, 1978 bis 80, dann 1981 bis 2019 in der Windkraft"industrie". Wenn man das klägliche Häufchen Elend so nennen kann.
Ja, ich habe bereits Kommentare von dir zur Windkraft gelesen und fand sie sehr erleuchtend. Gerade dieser Run auf Dumpingpreise etc. - da bin ich voll bei dir. Ich verstehe auch nicht, was das soll. Solange Strom bezahlbar ist ist doch alles super. To-Cheap-to-meter muss nicht um jeden Preis (also auf Kosten der Arbeiter bspw.) erlangt werden.
Mehr noch: Die Anlagen die ich konzipiere haben seltenst einen Vergleich mit Netzstrom zur Kalkulationsgrundlage sondern immer "kann ich damit autark zu einem Festpreis für die nächsten X-Jahre leben?". Ich kalkulier das nur für mich so aus Interesse obendrauf. Da kommt auch gerne noch ein Dieselgenerator dazu, damit der im bösen Winter (bzw. mancherorts sogar eher im Sommer) nach dem dritten Wolkentag angeschmissen wird für ein paar Stunden und dann wieder drei Tage bis zur nächsten Sonne ausgeharrt werden kann. DIY statt Konzernen etwas überlassen.
Eine PV-Anlage aufzubauen ist kein Hexenwerk und die muss oft nicht einmal auf dem Dach stehen - Autounterstand bspw. eignet sich prima. Auto ist im Schatten, Pannele laden auf. Über ein Auto passen rund 3-4kwp.
ja, ok, das ist grundsätzlich lobenswert. In der Anfangsphase der ganzen grünen Bewegung war ja auch so um 1977-1980 der Schwerpunkt auf "Eigenversorgung, unabhängig werden von der möglichen Erpressung durch Konzerne" und heute ist dieser Gesichtspunkt weg. Weil zB ein offshore-Windpark so typisch 500 mio E kosten kann und nur von Grosskonzernen mit staatlicher Absicherung machbar ist. Was die Ur-Ökofreaks zu diesen Ansichten getrieben hat war u.A. die Ölkrise mit Fahrverboten 1973. Da hatte ich einen VW Käfer und musste mit dem Fahrrad fahren, hat mir aber gut getan, etwas Bewegung.
Nicht Wiederaufbereitung. Umsetzung der problematischen langlebigen Elemente in kurzlebige. MOX-Beimischung zum "Brenn"-Material. Der Flüssigbett-Brutreaktor auf Thorium-Basis kann das.
Ja, klar. Dieser Wunderreaktor. Warum der nur nach 40 Jahren Versprechen immer noch nicht weltweit längst gebaut ist und Atommüll vernichtet...
Die Chinesen haben den schon im Labormasstab und Russland baut bereits ähnliche Reaktoren, die den Atommüll vorhandener AKW umsetzen. Der kommt in wenigen Jahren. Als erstes vermutlich als reiner Heiz-Reaktor, weil drucklos. Helsinki hätte wirklich gerne ein paar davon gekauft aber sie waren nicht gut genug verfügbar. Ein Bedarf besteht also.
... Bedanken dafür kannste dich bei den Generationen vor mir, die das seit 40 Jahren wissen und schön ignoriert haben.
Es muss schnell gehen, sonst wirds teuer.
Ich sehe die Ursache des ganzen Problems im Liberalismus/Kapitalismus. Alles, aber auch das letzte bischen Markt, wird privatisiert und der Staat hält sich völlig raus aus allen notwendigen Grundsatzentscheidungen. Wenn D die Netze ausbauen will kann D das gar nicht entscheiden! Die Netze gehören internationalen Investoren. ZB mit Sitz in den Niederlanden aber uA mit japanischem Kapital drin.
Oder die Post oder Bahn. Chaos durch Privatisierung. Zu Adenauer & Ehrhard's Zeiten hatten wir eine Bundesbahn und Bundespost, das lief.
Man weiss ja was gegen den Klimawandel gemacht werden muss, aber der freie Markt treibt es ins Chaos. Ich habe als Dipl-Ing in der Windkraft 8 mal meinen Arbeitsplatz durch Firmenpleite verloren. Jetzt bringen uns Absturz der Branche und Konzentrationsprozess durch Überhitzung 70'000 Arbeitslose. Derweil macht DK staatlich subventioniertes Dumping um sich zum Windkraftland der Welt aufzuschwingen. Erzählt man das einem deutschen Politiker sagt der "uns sind die Hände gebunden, wir können nicht in die freie Marktwirtschaft eingreifen".
Nun ist es aber so dass ausgerechnet wo das Ding ans Netz gehen sollte, durch Corona und durch Abwanderung mehrerer grosser Zellulosefabriken (nach Uruguay) Stromüberschuss entstand. Die Nordpool-Börse ging mit den Strompreisen derart runter dass jegliches Einspeisen unsinnig war.......
Oha. Was machen die denn dann, wenn die Leute PV installieren wie blöd und die Nachfrage im Sommer zusammenbricht?
Passiert in FIN nicht. PV ist problematisch. Im Winter keine Sonne und im Sommer läuft die Sonne 330 Grad rum und beleuchtet die Panels grösstenteils von hinten. Ausserdem lebt hier die grosse Masse Mensch in Betonklötzen wo die Dachfläche pro Person oder pro Verbrauch sehr gering ist.
Das AKW für 4 Monate stilllegen? Das hört sich ja nach hart auf Kante genäht an, wenn das reicht um das Kernkraftwerk ein weiteres Jahr stillstehen zu lassen. Und das, wo das AKW schon zu drei-viertel von den französischen Steuerzahlern subventioniert wurde. Also eigentlich müsste der Preis ja um einiges höher sein...
Also der französische Steuerzahler zahlt die Fehler von Areva, die Finnen bekommen aber nichts geschenkt, sie zahlen den vereinbarten Kaufpreis. O-3 geht ans Netz wenn der Verbrauch an Strom sich verdoppelt hat durch E-Mobilität und Wärmepumpen. Die Wärmepumpen werden im Moment wie wild verkauft, die Netze ausgebaut. Die Heizperiode ist lang, etwa Oktober bis Mai. Alte Omas mit Dackel heizen das ganze Jahr über. E-Autos hinken hinterher wegen den fehlenden Ladestationen. Finnland
ist sehr weitläufig, 5,5 mio Einwohner auf einer Fläche wie Deutschland, das macht eine E-Auto-Infrastruktur schwieriger.
Schuld an der Misere ist der Liberalismus
Ach so. Nicht, dass einfach zu knapp kalkuliert wurde und dann die Kosten halt doch viermal so hoch waren. Und - wer hätte das gedacht - in Frankreich und England passiert ihnen das gleiche. Diese verdammten Kalkulationen auch. Komischerweise passiert das bei Großprojekten immer. Hätte man auch vorher wissen und einpreisen können.
Vielleicht hat Areva auch zu knapp kalkuliert. Aber die Finnen haben um jeden Groschen zu sparen sich die ganzen Arbeitspakete verteilt in hunderte von Portionen und dann aus Billigländern die Arbeiter rangeholt zu Dumpingpreisen. Die haben viele Fehler gemacht die dann korrigiert werden mussten.
Nein-nein. Da tust du ihm Unrecht
......
Glaube ich nicht. Eine Starter-Batterie + Umwandler ist keine gute Idee, um in einem winterlichen Blackout Strom zur Verfügung zu haben und da kommst du auch nach 5 Minuten Nachdenken drauf. 45Ah Akku sind wie gesagt nicht einmal 300Wh real - eher so 200Wh minus Selbstentladung des Akkus bis zum Zeitpunkt der Nutzung. Das heißt für einen Rechner (Laptop) wären das 2-3 Stunden oder sogar noch weniger, wenn er die Batterie nicht noch am selben Tag geladen hatte.
Aber es geht doch nur um das Ausprobieren des Inverters. Er kann sich jederzeit einen grösseren Akku holen. Kernpunkt ist NUR die Schilderung der äusseren Umstände die beim Aufbau einer Energiewende in die Nähe des Blackouts geführt haben. Die Politik ist das interessante, nicht der Inverter.
Und daher, was willst du da mit 1,5kw, wenn du das nichtmal 10min nutzen kannst?
Vermutlich will er damit auch die Möglichkeit haben was grösseres zu betreiben.Ich habe so einen Inverter der schafft 600W, an einer 100Ah Autobatterie, damit heize ich mein Auto vor wenn ich weg muss und es sind unter -10C. Die Ölwannen-Heizung schluckt 500W. Am Parkplatz ist kein Stromanschluss.
Das ganze zeugt einfach nur von Überhaupt-keine-Ahnung, keine Recherche betrieben, einfach in den Laden gegangen und was gekauft. Aber anderen was von Strom erzählen wollen und über Sinus-Kurve philosophieren. Ich weiß was das bedeutet und ich weiß aber auch, dass das den allermeisten Geräten scheiß egal ist ob das ne gehackte Sinuskurve oder ne simulierte (kostet 40€ mehr) oder gar ne echte (ausm Netz) ist. Das ist einfach ein totaler Nebenaspekt, der nur für seeehr wenige Leute (für ihn auch nicht) überhaupt interessant ist in dieser Frage.
das ist billig. Geht so dass man erstmal mit einem Gegentakt-wandler und Ferritkern mit rund 20-40kHz eine plusminus 325V-Gleichspannung macht. Die wird dann mit Mosfets im 50Hz Rhytmus durchgeschaltet auf den Verbraucher. Man taktet also nicht um sich einen Sinus zu machen. Geringe Verluste und Kosten.
Will man reinen Sinus geht das mit höheren Verlusten. Ich habe da mehrere Schaltpläne.
Der erwähnte Elektrofreak ist sehr fähig. Guck dir nur seine Computer-Hardware Sachen an. Der kann da Dinger wo ich mich nie rantrauen würde.
Genau. Du musst einen Akku haben, den du dir leisten kannst. Momentan Zellpreise in Deutschland habe ich mir sagen lassen 300€/kwh-Kapazität, in den USA 120€/kwh Kapazität. Wieviel kannst du dir leisten? Ein normaler Haushalt braucht 12kwh/Tag (noch ohne Heizung) - also 2000€/Tag in den USA momentan. Tendenz fallend.
Ab wann lohnt es sich nicht mehr und nimmst lieber doch den teuren Strom aus dem Netz - das muss jeder für sich selbst ausrechnen. Vielen ist solche Autarkie auch einiges Wert.
ja, das Argument der Autarkie ist viel wert. Gerade jetzt wo die Menschen verunsichert sind durch Turbulenzen in Politik und Wirtschaft. PV und Speicher passt aber nur für Eigenheime, denn im Hochhaus ist das Dach nicht gross genug pro Person bzw Energieverbrauch. Speicher wären dann nur gegen Netzausfall aber das haben wir nie in Helsinki.
In meiner Sommerwohnung in Karelien da ist oft Netzausfall, macht aber nichts, dann ist eben mal kein Strom, ich brauche ja nicht pausenlos Strom. Kann ja die Elektrosäge weglegen und mit der Motorsäge weiterarbeiten.
Regelenergie ist verdammt lukrativ. Spitzenlast bedienen, Überschuss kaufen. Auch Windparks werden evtl in diese Richtung gehen um Teile ihres Stroms zu anderen (lukrativeren) Zeiten zu verkaufen.
Aber das sind alles Sachen außerhalb meines Wirkbereichs - da gehts immer nur um Geld. Und es scheint sich zu lohnen.
Ich halte solche Situationen für einen Systemfehler, Eigentore der liberalistischen freien Marktwirtschaft. Sowas wie Überangebot sollte gar nicht vorkommen wenn die Netze sinnvoll ausgebaut sind. Denn das Überangebot ist stets nur lokal. Du hast gleichzeitig irgendwo anders Bedarf.
Aber man kann mit Kernkraft wunderbar alle Integrationsprobleme lösen........
Grundlast ist mit einem volatilen Netz nicht vereinbar - es wird aber auf ein volatiles Netz hinauslaufen.
E-Autos mit einer gewissen Fern-Steuerung der Ladung, sowie Stromheizungen mit Wärmespeichern können Grundlast erzeugen. Darauf zielen unsere neuen 2 KKW hin. Diese Verbraucher werden viel stärker ins Gewicht fallen als die volatilen PV-anlagen.
...Ich rate inzwischen dazu, keinen Strom mehr ins Netz einzuspeisen sondern direkt nur noch auf Selbstverbrauch zu bauen. Das lohnt nicht, der riesen Aufwand (und Mehrkosten, der Wandler kostet um einiges mehr als für Inselbetrieb!) zu betreiben, um dann 30€ im Jahr zurück zu bekommen...
Was gut ginge wäre PV und dann die Kühltruhe dran betreiben mit einem Tag/Nacht-Akku. Wenn der leer ist dann die Kühltruhe ans Netz. Würde zB 1kWh/Tag sparen an eingekauftem Strom. Die PV-Anlage wäre galvanisch getrennt vom Netz, keine Verbindung. Und eine autarke Kühltruhe wird man wohl kaum verbieten oder dafür Steuern einfordern.
....großzügiges Geschenk der Franzosen an die Finnen. Gut für die Völkerverständigung. Ist doch schön, wenn Atom-Fanboys zusammen halten.
Naja, sie haben sich böse zerstritten und sind vor Gericht gezogen. So richtig freundlich ist das nicht ausgegangen.
Weil aber die Regierung nun mit Macht den Stromverbrauch ankurbelt durch E-Autos und Wärmepumpenheizungen, wird der Strombedarf rapide steigen, die Strompreise ebenso und dann kann O3 mit Gewinn ans Netz....
Oder auch nicht, weil Solar das Grundlastkonzept im Sommer kaputt macht und die Leute das E-Auto mit Solar laden weils billiger ist. Parkplätze von großen Firmen mit Solar auszustatten ist jetzt nicht so kompliziert und teuer. Und Solar wird immer billiger.
ok für Süddeutschland oder Kalahari, Serengeti, Masai-Mara......
Da ist's heiss, bei uns ist Eis. In FIN wird keine PV kommen ausser für Sommerhäuschen.
Solar wird das Netz stärker verändern als alles, was du bisher gesehen hast - davon bin ich fest überzeugt weil alle Parameter in diese Richtung deuten. Kernenergie ist viel zu langlebig und unflexibel um da wirklich mithalten zu können. Und wir stehen da erst am Anfang der Entwicklung - es gibt noch viele Dächer Platz.....
naja, mal sehen....
Im Moment stehen in FIN alle Weichen auf Kernkraft. Gilt als sicher, sauber, CO2-frei, einheimisch (der Urananteil ist nur bei 5% der Stromkosten), kernig. Und eine verdoppelte Grundlast wird kommen. Dafür sorgt die Regierung. E-Autos und Stromheizungen (Wärmepumpen). O3 ist bald fertig und PH ist im Bau. Vielleicht kommt solar mal später. Aber dann 40-60 Jahre später, denn solage halten die KKW.