Wenn man für die Netzgebühren 6c/kWh ansetzt, dann ja. Windkraft ist nicht teuer direkt am Stromzähler der WKA gemessen. Die Probleme liegen im Platzbedarf, der Akzeptanz und insbesondere der Integration. Das Land ist voll, weiterer nennenswerter Ausbau wird offshore sein. DH Netzausbau.
Mag sein, Windkraft ist für mich auch nicht wirklich mein Themenfeld, weil das nur Großkonzerne können - zumindest in Deutschland wurde den Energiegenossenschaften dazu zu große Steine in den Weg gelegt. Und Offshore erst recht - das können keine Kommunen für sich selbst bauen und damit ist das für mich erstmal uninteressant. Wenn die ins Netz zu akzeptablen Preisen liefern können super.
Windkraft kann man nicht gleichsetzen mit Kern& Kohle denn Windkraft kommt wenn der Wind weht.
Genau. Kann aber, im Gegensatz zu Kernenergie abgestellt werden wenn kein Bedarf da ist. Und im Gegensatz zu Kernenergie beeinträchtigt das die produzierten kwh auf Lebenszeit weniger, weil die dann nämlich länger Leben.
Heißt: Windkraft ist ziemlich gut nach unten regelbar und damit für ein volatiles Netz geeignet. Kernenergie braucht Grundlast - ist also für ein volatiles Netz ein Klotz am Bein.
Was macht die Kernenergie, wenn im Sommer der Bedarf ans Netz tagsüber zusammenbricht, weil PV tagsüber zu konkurrenzlosen Preisen (3-6c/kwh, Vollpreis, keine Steuern und Netzgebühren weil Eigenverbrauch) liefert? Das volatile Netz hat nicht nur volatile Einspeisung sondern auch volatile Nutzungsprofile.
Rechnest du einen Speicher zu Windkraft der diese Gigawattstunden verteilt, wird Windkraft unbezahlbar.
Aber das stimmt doch nicht und ich habe dir das auch vorgerechnet. Speicher sind eben nicht mehr unbezahlbar. Nicht einmal mehr doppelt so teuer wie Pumplastkraftwerke, die sonst immer akzeptiert wurden, aber von denen ja nicht genug gebaut werden könnten.
Und die Preise purzeln munter weiter.
Der Bedarf an Speichern weltweit ist gerade riesig und die Li-basierten Batterien kommen in der Produktion nicht hinterher - neue Fabriken schießen jedes Jahr aus dem Boden und bieten Batterien noch billiger an weil sich Produktionsabläufe weiterhin verbessern und geschätzt wird, dass das auch noch einige Zeit so anhält.
Speicher sind wirtschaftlich geworden.
Sofern sich jeder einen eigenen Speicher kauft
Das passiert auch automatisch, wenn die Speicher billig genug sind. Das ist das eine, das sind die Häuser selbst, die für sich Strom speichern. Alleine dadurch hat eine Eigenfamilie (12kwh/tag im Schnitt in Dland) schon Energieautarkie von März bis Oktober und große Erleichterungen November und Februar. Das ist ein Problem für die Kernenergie und andere nicht-nach-unten-regelbare Kraftwerke. Aber das sind nur die Eigenheime. Speicherkraftwerke wird es zusätzlich geben. Australien hat das verdeutlicht, dort hat nicht nur Tesla bereits ein Regelkraftwerk gebaut. Die sind bereits in der Gewinn-Phase, nach nur 2 Jahren die Investition wieder reingeholt.
Wenn mein Speicherkraftwerk Strom zu Negativpreisen einkauft und Kosten hat von 1-5c/kwh dann ist das sehr schnell rentabel. Passt also wunderbar zu PV-Anlagen.
Aber die Kosten der Entzappelung sind dann beim Endkunden, nicht beim Stromversorger. Und die wären enorm hoch.
1-5c/kwh Aufpreis für "Nachtstrom" fänd ich jetzt nicht so mega viel teurer...
Hinckley-Point-nein-nein, das ist anders. Die Stromgestehungskosten sind um 6c/kWh und David Cameron hat im Alleingang den Investoren 12 versprochen und damit einen Run auf das Objekt ausgelöst um es schnell mit ausländischen Krediten zu finanzieren.
lol, das hab ich aber anders in Erinnerung. Die Investoren sind abgesprungen und das Projekt drohte zu scheitern, weil mit den niedrigen Strompreisen und der langen Laufzeit und der Entwicklung auf dem Strommarkt nicht abzusehen ist, wie das jemals konkurrenzfähig Strom liefern können soll. Das muss 40 Jahre lang gut laufen. Und da kam der Staat auf die Idee feste Abnahmegarantie zu fest garantiertem Preis inklusive Inflationsausgleich. Nur mit diesem Lockangebot konnten überhaupt noch Investoren gefunden werden die sich auf das Wagnis einlassen wollten.
Militär braucht man nicht für Uran & Urin. Gibts in Kasachstan, Kanada, Australien, Namibia, Niger. politisch breit gestreut, kein Boykott oder Monopole zu erwarten.
Na dann können die Franzosen ihr Militär ja heim holen. Warum machen die das bloß nicht...
Was ist das für ein Akku in Australien?https://www.heise.de/newsticker/meldung/Teslas-Riesenakku-in-Australien-macht-sich-bezahlt-4259373.html
Und der hat keine garantierte Abnahmemenge, keine staatlich garantierten Preise - rein über Marktpreise nach nur einem Jahr bereits rentiert.
Gut, das war jetzt nur über die Regelpreise so schnell erreichbar, aber zeigt, wohin die Reise geht - in einem volatilen Netz gibt es immer enormen Regelbedarf und PV erzeugt regelmäßigen Überschuss.
Doch tut man.
Wie gesagt - der Anteil der Kernkraft geht weltweit insgesamt zurück. Die Neubauten ersetzen nicht einmal die stillgelegten Kapazitäten. Bestes Beispiel ist doch Frankreich. Gerade den Fuhrpark um 10 Jahre verlängert, bauen gerade mal ein einziges AKW nach zur Zeit. Selbst wenn die jetzt anfangen mit einem zweiten und in fünf Jahren mit einem dritten und alles auf einmal voll super funktioniert werden die es nicht schaffen, ihren Fuhrpark rechtzeitig zu ersetzen. Da wird ein ganzer Batzen abgeschaltet.
Ich habe 40 Jahre Windkraft gemacht. 2 als kleiner grüner Ökofreak, Aktivist, 1978 bis 80, dann 1981 bis 2019 in der Windkraft"industrie". Wenn man das klägliche Häufchen Elend so nennen kann.
Ja, ich habe bereits Kommentare von dir zur Windkraft gelesen und fand sie sehr erleuchtend. Gerade dieser Run auf Dumpingpreise etc. - da bin ich voll bei dir. Ich verstehe auch nicht, was das soll. Solange Strom bezahlbar ist ist doch alles super. To-Cheap-to-meter muss nicht um jeden Preis (also auf Kosten der Arbeiter bspw.) erlangt werden.
Mehr noch: Die Anlagen die ich konzipiere haben seltenst einen Vergleich mit Netzstrom zur Kalkulationsgrundlage sondern immer "kann ich damit autark zu einem Festpreis für die nächsten X-Jahre leben?". Ich kalkulier das nur für mich so aus Interesse obendrauf. Da kommt auch gerne noch ein Dieselgenerator dazu, damit der im bösen Winter (bzw. mancherorts sogar eher im Sommer) nach dem dritten Wolkentag angeschmissen wird für ein paar Stunden und dann wieder drei Tage bis zur nächsten Sonne ausgeharrt werden kann. DIY statt Konzernen etwas überlassen.
Eine PV-Anlage aufzubauen ist kein Hexenwerk und die muss oft nicht einmal auf dem Dach stehen - Autounterstand bspw. eignet sich prima. Auto ist im Schatten, Pannele laden auf. Über ein Auto passen rund 3-4kwp
Nicht Wiederaufbereitung. Umsetzung der problematischen langlebigen Elemente in kurzlebige. MOX-Beimischung zum "Brenn"-Material. Der Flüssigbett-Brutreaktor auf Thorium-Basis kann das.
Ja, klar. Dieser Wunderreaktor. Warum der nur nach 40 Jahren Versprechen immer noch nicht weltweit längst gebaut ist und Atommüll vernichtet...
Sorry, ich glaub nicht an sowas. Genausowenig an den Wunderspeicher, der nix kosten wird. Hilft uns auch nix, weil wir jetzt neu bauen müssen um bis 2040 CO2-neutral zu sein und ab 2050 CO2-negativ werden müssen. Bedanken dafür kannste dich bei den Generationen vor mir, die das seit 40 Jahren wissen und schön ignoriert haben.
Es muss schnell gehen, sonst wirds teuer.
Nun ist es aber so dass ausgerechnet wo das Ding ans Netz gehen sollte, durch Corona und durch Abwanderung mehrerer grosser Zellulosefabriken (nach Uruguay) Stromüberschuss entstand. Die Nordpool-Börse ging mit den Strompreisen derart runter dass jegliches Einspeisen unsinnig war.
Oha. Was machen die denn dann, wenn die Leute PV installieren wie blöd und die Nachfrage im Sommer zusammenbricht? Das AKW für 4 Monate stilllegen? Das hört sich ja nach hart auf Kante genäht an, wenn das reicht um das Kernkraftwerk ein weiteres Jahr stillstehen zu lassen. Und das, wo das AKW schon zu drei-viertel von den französischen Steuerzahlern subventioniert wurde. Also eigentlich müsste der Preis ja um einiges höher sein...
Aber ich warte lieber ab. Nächstes Jahr heißt es dann, das noch etwas anderes Schuld war, warum immer noch kein Srom geliefert wird und wird noch ein Jahr dran gehängt. Ist doch schon lange ein Running-Gag. Ich hab echt gedacht, das läuft schon längst und dann beim Nachgucken letztens einen Lachkrampf gekriegt.
Schuld an der Misere ist der Liberalismus
Ach so. Nicht, dass einfach zu knapp kalkuliert wurde und dann die Kosten halt doch viermal so hoch waren. Und - wer hätte das gedacht - in Frankreich und England passiert ihnen das gleiche. Diese verdammten Kalkulationen auch. Komischerweise passiert das bei Großprojekten immer. Hätte man auch vorher wissen und einpreisen können.
Während die Finnen und Franzosen noch rumstritten haben die Chinesen das hier aufgebaut und es läuft
Nun, nachdem selbst in Frankreich nicht mehr nach Norm gebaut wird weil das sonst zu teuer werden würde will ich garnicht erst wissen, wie die Chinesen mit solchen und ähnlichen Problemen umgehen. Das erhöht mein Sicherheitsempfinden jedenfalls überhaupt nicht, dass die Chinesen das so schnell bauen konnten und andere nicht.
Ich glaube auch nicht, dass die Chinesen das in Europa so schnell bauen könnten wie bei ihnen zu Hause.
Nein-nein. Da tust du ihm Unrecht
Glaube ich nicht. Eine Starter-Batterie + Umwandler ist keine gute Idee, um in einem winterlichen Blackout Strom zur Verfügung zu haben und da kommst du auch nach 5 Minuten Nachdenken drauf. 45Ah Akku sind wie gesagt nicht einmal 300Wh real - eher so 200Wh minus Selbstentladung des Akkus bis zum Zeitpunkt der Nutzung. Das heißt für einen Rechner (Laptop) wären das 2-3 Stunden oder sogar noch weniger, wenn er die Batterie nicht noch am selben Tag geladen hatte.
Damit kannst du vielleicht dein Handy n paarmal aufladen und LED in der Küche brennen lassen. Das wars. Und dann musst du den Akku aber auch wieder aufladen weil sonst geht der kaputt und dann waren das ganz schön teure 300Wh. Das kannst du aber nicht, weil ja Blackout ist.
Die 1,5kw vom Wandler sind zwar ordentlich überdimensioniert (was auf den Umwandlungsverlust nochmal drauf kommt - macht eh keinen Sinn LED, USB und Laptop über 220V-Wandler anzusteuern bei solch einer Kleinanlage - ein 12V-Usb-Ladeanschluss kostet 5-10€ und hat weniger Leistungsverlust, LED direkt in 12V ansteuern und Laptop-12V-Netzteile kosten 10-30€ je nach Laptop), das ist der Starterbatterie aber tatsächlich egal, die hält hohe Ladeströme aus. Aber dafür halt nicht lange bei 45Ah. Und daher, was willst du da mit 1,5kw, wenn du das nichtmal 10min nutzen kannst?
Bei richtigen USB-Blei-Batterien (Gel/Agm) wären die 1,5kw für 45Ah viel zu überdimensioniert. Die wäre ziemlich schnell kaputt wenn du die mit 1,5kw (mehr als 3C!) belastest.
Das ganze zeugt einfach nur von Überhaupt-keine-Ahnung, keine Recherche betrieben, einfach in den Laden gegangen und was gekauft. Aber anderen was von Strom erzählen wollen und über Sinus-Kurve philosophieren. Ich weiß was das bedeutet und ich weiß aber auch, dass das den allermeisten Geräten scheiß egal ist ob das ne gehackte Sinuskurve oder ne simulierte (kostet 40€ mehr) oder gar ne echte (ausm Netz) ist.
Das ist einfach ein totaler Nebenaspekt, der nur für seeehr wenige Leute (für ihn auch nicht) überhaupt interessant ist in dieser Frage.
ok, aber der Preis ist nicht alles. Erstmal, du must den ja finanzieren
Genau. Du musst einen Akku haben, den du dir leisten kannst. Momentan Zellpreise in Deutschland habe ich mir sagen lassen 300€/kwh-Kapazität, in den USA 120€/kwh Kapazität. Wieviel kannst du dir leisten? Ein normaler Haushalt braucht 12kwh/Tag (noch ohne Heizung) - also 2000€/Tag in den USA momentan. Tendenz fallend.
Ab wann lohnt es sich nicht mehr und nimmst lieber doch den teuren Strom aus dem Netz - das muss jeder für sich selbst ausrechnen. Vielen ist solche Autarkie auch einiges Wert.
Ich glaube nicht an Akku-Speicher-Werke im MW-Bereich als Zusatz zu EE.
Ja, vor Australien haben das alle gesagt. Seit dem ists still geworden. Nicht nur Tesla hat da bereits Kraftwerke aufgebaut. Regelenergie ist verdammt lukrativ. Spitzenlast bedienen, Überschuss kaufen. Auch Windparks werden evtl in diese Richtung gehen um Teile ihres Stroms zu anderen (lukrativeren) Zeiten zu verkaufen.
Aber das sind alles Sachen außerhalb meines Wirkbereichs - da gehts immer nur um Geld. Und es scheint sich zu lohnen.
Akkus im privaten Bereich, ok, vielleicht bis zu 10 kWh, mit PV auf dem Dach, dann ist der Speicher aber nur Tag/Nacht-Speicher. Wir brauchen aber einen Sommer/Winter-Speicher
Jupp. Sogar bis zu 20kwh denke ich, da Speicher einfach billiger werden und "Viel-hilft-Viel" bei EE irgendwie immer das Motto ist. (Viele verstehen auch nicht, dass ein größerer Akku ihnen mit ihrer PV-Anlage nicht hilft, weil sie bereits jetzt den Akku nicht leer kriegen) Das heißt von März bis Oktober ziehen die Null aus dem Netz. Das wird so kommen bzw. kommt ja bereits und wird den Markt weiter durcheinander wirbeln.
Eine EE-freundliche Regierung hätte das sogar forciert und bspw. Batteriefabriken gefördert, damit die auch hier hergestellt werden.
Der Sommer/Winter-Speicher wird bestimmt nicht mit Batterien gemacht. Die Selbstentladung spricht nicht dafür, dass sich das wirklich rentiert. Aber über einen Großteil des Winters machen die Speicher sehr wohl was aus, weil sie Überschussstrom der Windkraft tageweise verteilen können. Da könnten andere Speichermedien sinnvoll sein - bspw. Power-to-Gas und dann im Winter mit BHKWs Strom und Wärme herstellen. Aber wir reden hier auch nur noch von Überbrückung von 1-2 Monaten maximal und auch da nicht durchgehend.
Aber man kann mit Kernkraft wunderbar alle Integrationsprobleme lösen
Grundlast ist mit einem volatilen Netz nicht vereinbar - es wird aber auf ein volatiles Netz hinauslaufen.
Hört sich gut an. Das wäre konkurrenzfähig zu dem was man in FIN typisch zahlt
Nicht wirklich. Das war ne reine Inselanlage ohne Netzanschluss die das ganze Jahr über liefern muss und nur im Winter evtl. ein paar Tage mit Generator überbrückt werden muss (im letzten Winter nicht einmal passiert).
D.h. für Finnland wäre das ja dann so, dass du im Winter immer den Generator laufen hast wenn nie Sonne ist. In Finnland hätte ich das nicht so gemacht, da wäre es denke ich auf einen Netzanschluss plus kleine PV-Anlage zum Strompreis mildern hinausgelaufen - aber der Netzanschluss hätte ja schon so viel Geld gekostet, dass warscheinlich nix mehr für gute PV übrig gewesen wäre. Finnland ist auch ein echt extremes Beispiel, zumal hoch im Norden. (Dafür haste da 24h Sonne)
Die Panels einfach platt hinzulegen würde ich dir übrigens empfehlen. Haste zwar 30% Wirkungsverlust gegenüber Mittagssonne, aber in deinem Szenarium dürftest du dafür eine gute Verteilung über den Tag haben, so dass das insgesamt ganz gut läuft und du tagsüber die Batterien nicht so beanspruchst (gut, das Thema ist bei LiFePo4 nicht mehr so wichtig, aber bei AGM und Gel ist das noch so - die willst du so wenig wie möglich nutzen um sie möglichst lang nutzen zu können).
Was ist deine Meinung zu Cadmium-Tellurid-PV?
Nie von gehört. Ich habe auch aufgehört, immer den neuesten Forschungstrends hinterher zu hecheln. Entweder da kommt was brauchbares bei rum, dann ists immer noch Zeit genug sich damit zu beschäftigen, oder halt nicht.
Gerade bei den Batterien (Feststoff-Batterie, Liquid-Air usw.) und jetzt Lithium-Gewinnung durch Nano-Technik (soll die Ausbeute von 10 auf 90% steigern) und so... Immer auf die neuen Heilsbringer zu warten bringt nichts und wir haben auch nicht mehr die Zeit dafür. Jetzt muss umgestiegen werden und daher gucke ich erstmal auf die Technik und die Preise, die jetzt da sind. Und da siehts halt schon verdammt gut aus.
Wenn was besseres kommt - gerne.
Aber bspw. Li-Titan-Akkus - was will ich damit? Klar, haben 40.000 Zyklen, aber das sind 50 Jahre und mehr... in 50 Jahren gibts bestimmt viel Entwicklung, die besser werden als der Li-Titan-Akku.
Supermärkte = Werbung, keine Öko-Überzeugung dahinter.
Energie-Genossenschaft = ok wenns da eine gibt die vernünftig ist und nicht gleich Pleite geht wie so fast alles was mit EE zu tun hat.
Supermärkte: Mir ist es egal, ob jemand aus Öko-Überzeugung, Werbung oder tatsächlichem monetären Interesse sich PV aufs Dach packt. Wichtig ist, dass PV drauf kommt. In Zukunft wird das immer mehr monetär sein, weil es sich einfach rechnet. Und das wird in vielen Bereichen so werden. PV ist einfach unschlagbar billig und gerade Supermärkte haben oft riesige Flachdächer, d.h. Installationskosten sind niedrigst.
Solar krempelt einfach den Energiemarkt um, weil die Abhängigkeit von den Erzeuger-Firmen immer mehr wegbricht.
Ja, bin Vermieter. Habe eine Doppelhaushälfte in RD in SH, vermietet. Hab öfter daran gedacht das Dach mit PV auszustatten. Dann kam das Mieterstromgesetz mit einer Unmenge an Bürokratie, dh ich müsste eine Stromerzeugungsfirma anmelden und dafür Gebühren zahlen, Abrechnung, Steuererklärung .....habe ich dann aufgegeben.
Ja, das berühmte merkelsche bzw. rot-schwarze Abwürgen durch Bürokratie. Ich rate inzwischen dazu, keinen Strom mehr ins Netz einzuspeisen sondern direkt nur noch auf Selbstverbrauch zu bauen. Das lohnt nicht, der riesen Aufwand (und Mehrkosten, der Wandler kostet um einiges mehr als für Inselbetrieb!) zu betreiben, um dann 30€ im Jahr zurück zu bekommen...
Auch hier könnten Vermieter ja einfach eine Anlage im Haus haben und das über Mietskosten einkalkulieren anstelle selbst Strom zu verkaufen. Bei Mehrfamilienhäusern wirds natürlich schwieriger, würde aber auch gehen. Aber egal, das wird eh nix. Vermieten und Mieten ist halt einfach kein gutes Konzept.
Das fliegt nicht in die Luft, du verwechselst das sicher mit Segelflugzeugen.
Nur der MEHRpreis musste von Areva gezahlt werden, der normale Vertragspreis wird nach wie vor von TVO gezahlt, also was im Vertrag steht.
Lol, der Mehrpreis ist dreimal so viel wie der Vertragspreis. 3 vs. 9 Milliarden.
Echte Kosten des AKWs sind aber trotzdem 12 Milliarden, nicht 3. Ist halt ein großzügiges Geschenk der Franzosen an die Finnen. Gut für die Völkerverständigung. Ist doch schön, wenn Atom-Fanboys zusammen halten.
Der Dachfirst bei mir in RD ist fast exakt Nord-Süd. Für Batterieladung gut, für Ertrag /m2 eher schlecht.
Ertag / m2 ist doch garnicht mehr so entscheidend geworden. Die Panel-Preise sind doch viel billiger geworden. Wie gesagt hat das dafür andere Vorteile als die Mittagsspitze zu nehmen. Gehen inzwischen tatsächlich viele von weg, nur auf die Mittagsspitze zu setzen. Im Gegenteil kannst du bspw. (mal ins Kleine gehen, kannst du selbst hochskalieren) an einen 30A Laderegler bei 24V maximal 700Wpk anschließen - weil 700Watt maximal durch den Laderegler passen. Du kannst aber, wenn du nicht auf Mittagssonne setzt, mehr Panels installieren - bspw. 1000Wpk verteilt nach Ost/West oder einfach Platt aufliegend - und so mehr über den Tag verteilt auf annähernd 700W kommen als nur zur Mittagsspitze - reizt also den Laderegler mehr aus und generierst im Endeffekt mehr Strom, als wenn du "nur" auf die Mittagssonne gesetzt hättest. (Das Beispiel ist jetzt stark vereinfacht - du schaffst natürlich nicht volle 700W über den ganzen Tag.) Kostet nicht viel mehr, weil das nur Solarpanels sind. (400-600€/KWpk laut ebay.de grad geguckt)
Nein, die Finnen haben keinen Minderpreis gezahlt. TVO zahlt den vollen Vertragspreis, aber...
Merkste selbst oder? Willst du ernsthaft bestreiten, dass Finnland für 3 Milliarden ein AKW baut, was 12 Milliarden gekostet hat?
Weil aber die Regierung nun mit Macht den Stromverbrauch ankurbelt durch E-Autos und Wärmepumpenheizungen, wird der Strombedarf rapide steigen, die Strompreise ebenso und dann kann O3 mit Gewinn ans Netz.
Oder auch nicht, weil Solar das Grundlastkonzept im Sommer kaputt macht und die Leute das E-Auto mit Solar laden weils billiger ist. Parkplätze von großen Firmen mit Solar auszustatten ist jetzt nicht so kompliziert und teuer. Und Solar wird immer billiger. Daher lohnt es sich auch schon wenn einfach nur für den Sommer gerechnet wird. Und da das eine Rechnung des Verbrauchers ist, ob er im Sommer Strom aus dem Netz kaufen will oder doch lieber die eigene PV nimmt und darüber hinaus PV sehr geringe Startkosten hat die von Einzelpersonen mit durchschnittlichem Einkommen zu stemmen sind, haben die Energieversorger darauf kaum Einfluss. Wenn bspw. in 10 Jahren auf einmal in Finnland ein solcher Solarboom einsetzt, weil Solar inzwischen nur noch ein drittel des Netzes kostet oder die Chinesen einen super-sonder-Deal anbieten um ihre Überproduktion los zu werden und zu Dumpingpreisen verkaufen, dann geht die Rechnung für das AKW schon nicht mehr auf. Es müsste im Sommer auf einmal runter fahren und im Winter hoch fahren wenn es nicht zu Dumpingpreisen einspeisen und ins Ausland verkaufen will oder sogar muss. Aber Solar geht weltweit los und wer weiß ob im Nachbarland nicht auch schon Solar vorherrscht.
Solar wird das Netz stärker verändern als alles, was du bisher gesehen hast - davon bin ich fest überzeugt weil alle Parameter in diese Richtung deuten. Kernenergie ist viel zu langlebig und unflexibel um da wirklich mithalten zu können. Und wir stehen da erst am Anfang der Entwicklung - es gibt noch viele Dächer Platz.