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    • Hermes_ix

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.12.2010

    Antwort auf Re: Ist das so? Jein von joribo.

    Man muss bei Kohle die kompletten Folgekosten einrechnen (siehe Prof. Hohmeier), bei Kern eine gewisse Risikosteuer (schwer einzuschätzen wie hoch) und die komplette Entsorgung/Abbau der Kraftwerke.
    Man muss bei EE die gesamte Netzintegration einrechnen.
    Man kann bei EE eine erhebliche Menge an geldwerten Vorteilen einrechnen.

    Ja es gibt Folgekosten, ja es gibt Risiko kosten und Subventionen auf allen Seit,
    und doch haben über 80% der Menschheit entschieden sie bleiben bei fossilen
    Energieträgern. Es scheint so das es noch nichts gibt was günstiger ist als
    Kohle, Erdgas und Erdöl. Denn die meisten Menschen auf der Welt sind nicht
    reich und müssen jeden Cent zwei mal umdrehen. Die meisten Menschen können
    nicht verschwenderisch sein, das erlaubt ihr einkommen gar nicht.

    Das ist zB die Klimaverbesserung durch CO2-Vermeidung, die politische Unabhängigkeit von den Erdöl/Gas/Kohle exportierenden Ländern, die Sicherheit dass man seine EE auch in 1000 Jahren noch hat, die Dezentralisierung macht lokal unabhängiger, man erfriert nicht gleich oder sitzt im Dunkeln wenn man sich wenigstens teilweise lokal mit EE versorgt. Keine Endlagersorgen.

    https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/energiestudie_2018_abbildungen.pptx?__blob=publicationFile&v=8

    Die 1000 Jahre machen die fossilen auch mit. Beim Endlager ist zu bedenken
    das man nicht eins pro Kraftwerk braucht sondern ein pro Land und wenn die
    eine "Gemeinschaft" wäre so bräuchte man nur ein Lager für einen Kontinent.
    Diese Sachen sind nicht ausschlaggebend für den Massiven verbrauch an Kohl,
    Erdgas und Erdöl.

    Ausschlaggebend sind die kosten auf dem Preisschild an der Kasse und dieser
    ist bei den Fossilen immer noch am günstigsten. Und das über all auf der Welt.
    Das ist das Problem und dieses kann man lösen durch neue Technologien die
    günstiger sind als Fossile. Doch die können nur erreicht werden wenn man darin
    Investiert und da muss der Staat machen . Man sollt bei dem Punkt nicht auf die Wirtschaft setzen. Das konnte man schon beim Impfstoff sehen das es Unterschiede gibt bei der Zielsetzung von Wirtschaft und Staat.

    Der Staat sollte ein CO2 Steuer erheben und damit Metall-Luft-Batterien entwickeln
    dazu Wasserstoff Metallspeicher aber auch Energieträger wie den DFR und einen
    Wendelstein 8.

    Wir haben die höchsten Strompreise in der Welt von allen Industrienationen, und
    das ist für andere Staaten auf der Welt nicht Erstrebenswert. Da ist Deutschland
    kein Vorbild für die Welt, sondern das Gegenteil. Das ist das Soziale Dilemma
    wie es in der Spieltheorie beschrieben ist. Und das kann man nur lösen in dem
    einen Vorteil dem anderen anbieten kann.
    Um beim Strom zu bleiben, heißt das, einen Endkundenpreis von 10cent/kWh
    hat ohne das dabei CO2 ausgestoßen wird. Weil man Technologien entwickelt
    hat die das leisten können.

    Für alle anderen Staaten in Europa wäre das erstrebenswert und für die Meisten
    anderen Staaten auf der Welt auch.

    MfG
    Hermes_ix

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    • Hermes_ix

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.12.2010

    Antwort auf Re: Ist das so? von Abtrünniger Zauberer.

    meine Zahlen, die ich gerade dir vorgerechnet habe, sagen aber was anderes.
    EE+Speicher ist billiger als Netzstrom und billiger als Strom aus Kernkraft.
    Kohle kann nicht mithalten, weil es sich für 3-6 Monate im Jahr nicht lohnt - zumal selbst dann seltenst volle power gefahren werden kann.

    Aber die Statistik ist eindeutig, sie zeigt die Realität der vergangenen 45 Jahre und
    keine Berechnungen. Die EE sind nicht billig wie man an den Förderkosten sehen
    kann. Allein für des EEG 230Mrd.€ und bis 2038 kommen da noch mal 330Mrd.€
    oben drauf zzkl. Netzentgelten. Und der Tatsache das ab April der Rückbau von
    Windrädern und Biogasanalgen beginnt. Allein um den bestand zu erhalten ist ein
    EEG 2.0 nötig für den bestand.

    Darüber hinaus hat EE seit ca. 20 Jahren einen starken Boom erlebt sowohl was Forschung als auch Ausbau angeht. Seit dem hat es all seine Probleme in der Theorie bereits gelöst und in der Praxis die Machbarkeit bewiesen.


    Der Einspeisevorrang hebt den Markt aus. Der erzeugte Strom wird per gesetzlichen
    Zwang abgenommen und die kosten weiter gereicht. Das hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun, sondern mit Staatswirtschaft. Die Machbarkeit in einer
    Marktwirtschaft ist nicht erwiesen. Und mit dem Wegfall des Einspeisevorrangs
    würde die EE nicht mehr ausgebaut in Deutschland.

    Atomenergie ist über 70 Jahre geforscht worden und hat seinen größten Boom bereits lange hinter sich (ca. 40 Jahre in Europa her). Seine Probleme hat es bis heute nicht gelöst, nicht einmal ansatzweise.

    Ganz im Gegenteil, mit Iter, Wendelstein 7-x geht es weiter mit der Kernenergie und
    auch bei der Kernspaltung wie man in den USA sehen kann. Doch könnte dies deutlich
    schneller gehen, wenn man mehr Investieren würde. Die Unterstützung für den
    Wendelstein 7-x ist kläglich und noch kläglicher für den Dual Fluid Reaktor.

    MfG
    Hermes_ix

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    • joribo

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2013

    Re: Ist das so? Aber....

    Antwort auf Re: Ist das so? Jein von Hermes_ix.

    Es scheint so das es noch nichts gibt was günstiger ist als
    Kohle, Erdgas und Erdöl. Denn die meisten Menschen auf der Welt sind nicht
    reich und müssen jeden Cent zwei mal umdrehen. Die meisten Menschen können
    nicht verschwenderisch sein, das erlaubt ihr einkommen gar nicht.

    na aber das darf doch nicht das Kriterium sein. Das wäre ja so als ob einer über Bord fällt und schreit um Hilfe und der Steuermann will den Rettungsring auswerfen und der Kapitän sagt "nö, der schöne neue Rettungsring ist zu teuer für Seewasser, den lass man schön in seiner Halterung".

    Die 1000 Jahre machen die fossilen auch mit. Beim Endlager ist zu bedenken
    das man nicht eins pro Kraftwerk braucht sondern ein pro Land und wenn die
    eine "Gemeinschaft" wäre so bräuchte man nur ein Lager für einen Kontinent.

    FIN hat ein fertiges Endlager in Eurajoki, wird aber mit Sicherheit keine anderen Staaten da einlagern lassen. Wäre schnell voll und dann fängt man wieder an nach einem geeigneten Granitfelsen zu suchen.

    Diese Sachen sind nicht ausschlaggebend für den Massiven verbrauch an Kohl,
    Erdgas und Erdöl.
    Ausschlaggebend sind die kosten auf dem Preisschild an der Kasse und dieser
    ist bei den Fossilen immer noch am günstigsten.

    ok mag sein aber wenn es um Grosse & Ganze geht, muss die schnelle und oberflächliche Rentabilität hinten an stehen. Selbst wenn noch genug Kohle und Öl in der Erde sind, wird man sie nicht verbrennen können aus Klimaschutzgründen.

    Das ist das Problem und dieses kann man lösen durch neue Technologien die
    günstiger sind als Fossile. Doch die können nur erreicht werden wenn man darin
    Investiert und da muss der Staat machen . Man sollt bei dem Punkt nicht auf die Wirtschaft setzen. Das konnte man schon beim Impfstoff sehen das es Unterschiede gibt bei der Zielsetzung von Wirtschaft und Staat.

    Der Staat sollte die Entscheidungsgewalt über weite Bereiche der Wirtschaft haben. Real ist es umgekehrt. Die Wirtschaft diktiert den Politikern was sie zu entscheiden haben. Wenn nicht, gibts trara, Pressekampagne, Anti-Propaganda und der Politiker wird abgewählt oder sonstwie abgesägt. Also kommt der Politiker zuvor und biedert sich der Industrie mit Beratervertrag an. Die selber aktiv vorgezogene Bestechung.

    Wir haben die höchsten Strompreise in der Welt von allen Industrienationen, und
    das ist für andere Staaten auf der Welt nicht Erstrebenswert.

    DK hat praktisch gleich hohe Strompreise wie D und sie sind stolz drauf. Begründung dass hohe Strompreise Anreiz sind zum Stromsparen und zur Anschaffung von EE im privaten Bereich.

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    • Abtrünniger Zauberer

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    Antwort auf Re: Ist das so? von Hermes_ix.

    Die Statistik ist tatsächlich eindeutig:
    EE: werden immer billiger
    Kernkraft: wird immer teurer

    Und der Tatsache das ab April der Rückbau von
    Windrädern und Biogasanalgen beginnt.

    Windräder glaube ich nicht. Biogas ists nicht wirklich schade drum. War eine Fehlentwicklung. Könnte höchstens mit PtG nochmal "gerettet" werden.
    Ansonsten unkt es genau so seit 20 Jahren - nächstes Jahr ist aber wirklich schluss, PV rentiert sich nie, Windkraft rentiert sich nie... Ab mehr als 5%, 10%, 20% EE im Netz bricht selbiges zusammen... Alles falsch gewesen :)

    Stattdessen:

    EE: nach 20 Jahren effektivem Einsatz (vorher war das bald mehr Spielerei) sind alle technischen Probleme gelöst
    Kernkraft: hat immer noch kein Endlager, keine Absicherungen, keine Versicherungen, keine sauberen Uranminen etc. pp.

    Die Machbarkeit in einer
    Marktwirtschaft ist nicht erwiesen

    Speicherkraftwerke in Australien sprechen da eine andere und deutliche Sprache. Ein solch stabiles Netz in Australien haben die Kohlekraftwerke nie hinbekommen. Lithium-Akkus: 99% recyclebar. Atommüll hat sich selbst die Wiederaufbereitung als absoluter Humbug erwiesen.

    Ganz im Gegenteil, mit Iter, Wendelstein 7-x geht es weiter mit der Kernenergie und auch bei der Kernspaltung wie man in den USA sehen kann

    Für wieviel c/kwh liefern die bereits Strom? Oder ist das wieder nur so eine "in der Zukunft wird das total billig" Ausrede, wie sie die Atomkraft seit 70 Jahren fährt?
    Und wo bleibt die Lösung des Atommüllproblems? Wieder alles ins Meer kippen nach dem Motto "Aus dem Auge aus dem Sinn"?

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    Antwort auf Re: Ist das so? ok gute Diskussionspunkte von joribo.

    Wenn wir die Lebensdauer extrem optimistisch rechnen und mit viel Risiko keine grösseren Reparaturen annehmen, kann Wind auf 5-6c/kWh gerechnet werden. Kommt aber irgendwas statistisch normales dazwischen,etwa dass 5% aller Anlagen vor 20 Jahren einen Getriebeschaden oder Blattschaden haben, braucht die WKA 8 c/kWh.

    8c/kwh plus 6c/kwh sind 14c/kwh und damit immer noch billiger als Hinkley-Point-C.
    Also ja, billig. Wie beschrieben fallen die Speicherpreise weiterhin.
    Ohne ungelöstes Atommüllproblem und andere vergesellschaftlichte Kosten. Wir brauchen auch keinen Militäreinsatz um an die Rohstoffe zu kommen, im Gegensatz zu Kernkraft...

    Die Speicherung mit Batterien ist technisch nicht möglich

    Warum? Die Speicherkraftwerke in Australien beweisen das Gegenteil und haben ein stabileres Netz produziert als die Braunkohlekraftwerke in all den Jahren davor je hingekriegt haben. Amortisationszeit der Speicherkraftwerke in Australien waren ca. 2 Jahre.

    Ich hatte schonmal gepostet dass wir 1200 Tesla-Akkus brauchen um einen Tag Wind einer einzigen WKA zwischenzuspeichern.

    Was für einen Tesla Akku meinst du? Den, der in Australien steht?

    Offensichtlich nicht sonst würde man nicht weltweit in grossen Mengen Kernkraft zubauen.

    Tut man ja auch nicht. Weltweit geht der Anteil der Kernkraft immer mehr zurück. Es werden nicht einmal die Bestände wiederhergestellt.

    Und fleissig an Reaktortypen arbeiten die Atommüll von existierenden normalen KKW aufarbeiten.

    WAA ist eine riesige Umweltsauerei und kompletter wirtschaftlicher Schwachsinn. Der Atommüll wird dabei vergrößert, nicht verkleinert. Glaub doch bitte nicht weiter die Lügen der Atomindustrie. Diese Lüge ist über 40 Jahre alt und hat ihr Versprechen bis heute nicht eingelöst.

    In Finnland geht Olkiluoto-3 nächstes Jahr ans Netz

    Wirklich? Das sagen die bereits seit Jahren... Kosten: von 3 Milliarden auf 12 Milliarden gewachsen. Davon übernimmt der französische Steuerzahler den größten Batzen. Glaubst du, so einen Deal bekommen die nochmal? Das kann sich Frankreich kaum leisten, bei jedem Reaktor 9 Milliarden drauf zu zahlen.

    Kugelhaufen-Reaktoren wie Hamm-Uentropp

    Ja, der hat super funktioniert... nicht.

    Mir ging es nur um seine politischen Stellungnahmen zur Energiepolitik Schwedens und deren Strommangel

    Mir ging es um seine Kompetenz. Und der Typ ist halt Realsatire. Schwadroniert über Sinuskurven und will mit einer Starterbatterie (übrigens deutsche Starterbatterie - wohnt der Typ überhaupt in Schweden oder behauptet der das einfach nur frech?)

    Wie gesagt, 1200 Tesla-Akkus in eine einzige WKA

    Wie gesagt: LiFePo4 liegt bei 1-3c/kwh, Redox-Flow bei 5c/kwh. Das sind reale Werte vom Jetzt, Redox-Flow steuert 3c/kwh an und würde damit gleichziehen mit Pumpspeicherkraftwerken.

    Aber nicht um Windkraftspitzen abzufangen sondern Nachtstrom aus Olkiluoto.

    <ironie>Wie, das AKW kann nicht nachts runtergeregelt werden? Ich denk, das ist so toll zukunftsfähig? </ironie>

    Die Preise von PV hatte ich mal nachgerechnet aufgrund von konkreten Preisen der Anlagen die hier angeboten werden. PV liegt demnach bei rund 12-15 c/kWh (die 3-6c/kWh sind offensichtlich unter falschen Voraussetzungen gerechnet).

    Lustig. Ich habe reelle Anlagen zu dem Preis aufgebaut und du sagst mir einen 4-fachen Preis an. Naja, vielleicht bei euch in Finnland. Im Rest der Welt sieht das anders aus.
    Beispiel aus Chile, Aufbau von 3,5kwp mit Gel-Akkus (lifepo4 war noch zu teuer) kam auf 9c/kwh - Inselanlage ohne Netzanschluss. Nur den Netzanschluss zu legen wäre fast genauso teuer gewesen wie die gesamte Anlage.

    Auf Privatinitiative setzen geht nicht. Ein Ökofreak mit Eigenheim mit grossem freiem Dach, der kann sowas machen. Die grosse Masse Mensch lebt aber in Betonklötzen in Vorstädten. Da ist gar kein Platz, genug Panels aufs Dach zu tun. Man muss also Solarstrom von einem Stromhändler kaufen, der irgendwo einen Solarpark betreibt.

    Das stimmt nur so halb. Erstens sinds nicht mehr nur die Ökofreaks (die sind noch am Speicher kaufen obwohl es sich ökonomisch in Dland noch nicht rechnet) sondern alle, die ein Dach besitzen, das nötige Startkapital haben und rechnen können. In Norddeutschland gibts bereits die ersten Supermärkte mit Solaranlage oben drauf. Das wird noch drastisch zunehmen.
    Zweitens können Menschen sich auch einer Energiegenossenschaft anschließen.
    Drittens können Vermieter die Dächer mit Solarpanels ausstatten und den Mietern diesen Vorteil weitergeben und dadurch einen Vorteil im Mietmarkt bekommen.
    Zugegeben letztere Variante ist sehr unwarscheinlich, weil der Mietmarkt in Dland total kaputt ist und die Mieter auch noch das letzte Drecksloch zu überhöhten Preisen mieten.
    Aber Enteignung ist ja auch immer möglich, wenn Vermieter sich sperren. Ich bin eh dafür, denn Dland hat einen viel zu großen Mietanteil. Mietaristrokratie entmachten - jederzeit dabei.
    Ach ja - der Staat könnte auch alle Schulen etc. mit Solar ausrüsten, aber es ging ja um die Privaten.

    Aber die erwähnten Speicher decken Tag/Nacht-Fluktuationen ab, nicht Sommer/Winter! Wir haben hier 3-4 Monate Dunkel.

    Mit "Wir" meinst du Finnland nehme ich an. Das stimmt, PV mit Batteriespeicher ist für Finnland evtl. nicht die beste Lösung. Aber ihr habt ja jetzt auch euer von Frankreich gesponsortes AKW, also seit ihr doch glücklich dachte ich?

    Die Speicherung 5,2 und dann die Erzeugung durch PV drauf, alles zusammen 12c/kWh, so richtig verstanden? Ok, das wäre dasselbe was ich bei Kymenlaakson Sähkö einkaufe.

    Richtig. 12c/kwh nachts (Speicherstrom), 3-6 c/kwh tags (Direktstrom).

    Wobei ich die PV-Preise anzweifele.

    Das sind Ausschreibungspreise von Freiflächenanlagen bis hin zu privaten Dachanlagen. Guck doch einfach selbst nach, was PV inzwischen kostet. Wenn deine Zahlen nur fünf Jahre alt sind sind sie bereits hoffnungslos veraltet - so schnell geht das.

    ein Solarexperte hat mir ausserdem berichtet dass die billigen Panels aus China oft nur 10 Jahre halten.

    Der "Experte" weiß aber schon, dass eigentlich alle Panels aus China kommen? Und woher weiß er, dass die "oft" nur 10 Jahre halten? Die meisten Panels sind jünger. Selbst meine Panels auf meinem Bus sind "nur" 8 Jahre alt (und tuen es immer noch wie am Anfang)

    Das wäre schön. Aber man mauss aufpassen bei Preistendenzen

    Das sind angepeilte Preisziele. Da fehlts überhaupt noch an Forschung und es ist auch nicht sicher, dass das was wird. Es wird gehofft. Zugegeben man ist viel näher dran als an neuen Kernkraftwerken oder gar Fusionskraftwerken - aber ich würde da noch ein paar Jahre abwarten. Solange sind das Luftschlösser und nichts, worauf man bauen kann.

    Was ist denn mit dem Zebra? Stirbt das aus oder wird das der grosse Renner?

    Weiß nicht, was du meinst.

    Die Stromproduktionskosten von Kernkraft sind bei 6c/kWh und zwar auch im Winter bei Dunkelflaute und auch nachts, dh kaum Integrationskosten dazu.

    Aber nur, wenn das AKW auch dauerhaft durchlaufen kann (Stromabnahmegarantie) und auch nur, wenn alle weiteren Kosten vergesellschaftet werden. Hat Finnland eigentlich auch Militär in Mali stationiert? Wie ist denn so die Kalkulation fürs Endlager eingerechnet in den Strompreis? Und wer zahlt, wenn das Ding in die Luft fliegt oder aus sonstigen Gründen Radioaktivität freisetzt? Dazu kommt noch, dass Finnland sich sein neuestes AKW zu 70% vom französischen Steuerzahler hat finanzieren lassen.
    In Deutschland ists bspw. so, dass die Pumpspeicher, die bisher die Aufgabe hatten nachts AKW-Strom zu verarbeiten, inzwischen nachts voll sind weil sie von PV und Wind aufgeladen wurden. Die AKWs haben somit keine Abnehmer mehr. Früher wurden genau deswegen Nachtspeicherheizungen angepriesen - um den AKW-Strom von Nachts irgendwie verbraten zu können.
    Darüberhinaus brauchen zentrale Großkraftwerke wie AKWs immer einen gewaltigen Netzausbau um den Strom erstmal dahin zu bekommen wo er auch gebraucht wird.

    Kleinere Einheiten so was um 300MW rum, was ins Fernwärmenetz einspeist, die sind ganz brauchbar regelbar.

    Die sind aber inzwischen arg unwirtschaftlich geworden und werden hier abgestellt. BHKW mit Gas wird da die Lücke füllen - das ist wirtschaftlicher.

    Die finnische Energiepolitik zielt aber auf Kernkraft und Stromheizungen, speziell Wärmepumpen.

    Die finnische Energiepolitik hat ein AKW für 3 Milliarden gekauft, welches 9 Milliarden Förderung durch französische Steuerzahler bekommen hat. Und es liefert immer noch keinen Strom. Aber nächstes Jahr ganz bestimmt...

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    Antwort auf Re: Ist das so? von joribo.

    er beschreibt auch noch die schwedische Migrationspolitik im selben Artikel. Findest du die auch gut?

    Er klingt für mich nach üblichem AfD-Idiot, der sich seine Welt "zusammenbastelt" und Fakten für überflüssig hält.
    Der Artikel hat die schwedische Politik auch nur als Aufhänger für seine "Blackout"-Experimente. Und eine "Blackout"-Sicherung mit einer Starterbatterie + Wandler vornehmen zu wollen ist absoluter Schwachsinn.
    Warum kauft der sich nicht einfach einen Dieselgenerator? Kosten 200-300€, liefern viel mehr kw als er verbrauchen kann und Diesel kannst du über Jahre lagern. Um Umweltschutz ging es dem Typen ja eh nicht, sonst hätte er sich (wenn das sein Haus auf dem Foto ist) ja längst mal Panels aufs Dach gepackt und dann eine richtige Batterie in den Keller und einen richtigen Wandler, der 3-5kw kann.

    Warum sollte ich dessen Meinung, die scheinbar frei von jeglichen Fakten ist, irgendwie ernst nehmen? Weil der Hobby-Funker ist?

    In den USA gibt es solche Honks auch. Kaufen sich ganz viel Super-Survival-Food, aber sind zu blöd ein Feuer zu machen und müssen das dann trocken essen. Storys aus Texas - waren hier auf TP verlinkt. Einfach zu köstlich. In derselben Liga spielt der Typ.

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    • Abtrünniger Zauberer

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    Antwort auf Re: Ist das so? von joribo.

    Weiss er selber

    DAS bezweifle ich stark

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    Antwort auf Re: Ist das so? ok gute Diskussionspunkte von Abtrünniger Zauberer.

    8c/kwh plus 6c/kwh sind 14c/kwh und damit immer noch billiger als Hinkley-Point-C.
    Also ja, billig. Wie beschrieben fallen die Speicherpreise weiterhin.
    Ohne ungelöstes Atommüllproblem und andere vergesellschaftlichte Kosten. Wir brauchen auch keinen Militäreinsatz um an die Rohstoffe zu kommen, im Gegensatz zu Kernkraft...

    Wenn man für die Netzgebühren 6c/kWh ansetzt, dann ja. Windkraft ist nicht teuer direkt am Stromzähler der WKA gemessen. Die Probleme liegen im Platzbedarf, der Akzeptanz und insbesondere der Integration. Das Land ist voll, weiterer nennenswerter Ausbau wird offshore sein. DH Netzausbau.
    Windkraft kann man nicht gleichsetzen mit Kern& Kohle denn Windkraft kommt wenn der Wind weht. Rechnest du einen Speicher zu Windkraft der diese Gigawattstunden verteilt, wird Windkraft unbezahlbar. Besser eine Nord-Süd-Trasse UND eine Ost-West-Trasse. Dazu Lastregelung. Also zB Nachtspeicheröfen die per Internet oder Rundsteueranlage optimiert zugeschaltet werden.
    Sofern sich jeder einen eigenen Speicher kauft und akzeptiert dass man ihm den Strom portionsweise liefert, ok, dann haben wir Windkraft entzappelt. Aber die Kosten der Entzappelung sind dann beim Endkunden, nicht beim Stromversorger. Und die wären enorm hoch. Wenn einer zB 2 Tage Haus-Strom plus Hausheizung plus einmal E-Auto laden zwischenspeichern will dann sind das ganz grob 20 plus 200 plus 60 kWh = 280kWh. Dicker Speicher. Wir müssen ja für eine echte Energiewende die Hausheizungen und die E-Mobilität mit berücksichtigen.

    Hinckley-Point-nein-nein, das ist anders. Die Stromgestehungskosten sind um 6c/kWh und David Cameron hat im Alleingang den Investoren 12 versprochen und damit einen Run auf das Objekt ausgelöst um es schnell mit ausländischen Krediten zu finanzieren.
    Dann wird der Strom teuer verkauft und der einfache Engländer zahlt überhöhte Preise.

    Militär braucht man nicht für Uran & Urin. Gibts in Kasachstan, Kanada, Australien, Namibia, Niger. politisch breit gestreut, kein Boykott oder Monopole zu erwarten.

    Die Speicherung mit Batterien ist technisch nicht möglich...
    Warum? Die Speicherkraftwerke in Australien beweisen das Gegenteil und haben ein stabileres Netz produziert als die Braunkohlekraftwerke in all den Jahren davor je hingekriegt haben. Amortisationszeit der Speicherkraftwerke in Australien waren ca. 2 Jahre.

    Wegen der nötigen Grösse. Wird zu teuer für den Privatmann, und kommerzielle Unternehmen machen damit den Strompreis zu hoch.

    Was für einen Tesla Akku meinst du? Den, der in Australien steht?

    Ein typischer Tesla-Auto-Akku. War mal hier irgendwo als Diskussionspunkt, ob man nicht in jede WKA einen dicken Akku reintun könnte. Was ist das da in Australien für ein Akku? Ich weiss jetzt nicht welches projekt du meinst. Normal sind richtig grosse Akkus im MWh-Bereich alles Vanadium-Redox.

    Offensichtlich nicht sonst würde man nicht weltweit in grossen Mengen Kernkraft zubauen..........

    Tut man ja auch nicht. Weltweit geht der Anteil der Kernkraft immer mehr zurück. Es werden nicht einmal die Bestände wiederhergestellt.

    Doch tut man.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

    Finnland ist da mit "1" in der Liste aber konkret sind es 2, nämlich Olkiluoto-3 das Unglücksprojekt mit den bekannten Termin- und Kostenüberschreitungen. Und dazu Pyhäjoki-Hanhikivi. Ein Kollege von mir war mal Projektleiter des Kraftwerkneubaus. Ich war mal bei PVO, dann aber mit einem Spin-off direkt in der Windkraft. Ich habe 40 Jahre Windkraft gemacht. 2 als kleiner grüner Ökofreak, Aktivist, 1978 bis 80, dann 1981 bis 2019 in der Windkraft"industrie". Wenn man das klägliche Häufchen Elend so nennen kann.

    Und fleissig an Reaktortypen arbeiten die Atommüll von existierenden normalen KKW aufarbeiten.

    Nicht Wiederaufbereitung. Umsetzung der problematischen langlebigen Elemente in kurzlebige. MOX-Beimischung zum "Brenn"-Material. Der Flüssigbett-Brutreaktor auf Thorium-Basis kann das. Pausenlos ein paar Teelöffelchen Atommüll da rein, der setzt das um, anschliessend Halbwertszeit nur so um die 200 Jahre. wenn man sich vorstellt dass so manche Ritterburg oder Kirche 1000 Jahre alt ist, werden die 200 Jahre harmlos. Mein Auto ist auch schon 22 Jahre alt.

    https://www.scmp.com/news/china/article/1452011/chinese-scientists-urged-develop-new-thorium-nuclear-reactors-2024
    In China läuft schon ein Versuchsreaktor.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Generation_IV_reactor
    In some reactors, the ability to consume existing nuclear waste in the production of electricity, that is, a closed nuclear fuel cycle. This strengthens the argument to deem nuclear power as renewable energy.

    WAA ist eine riesige Umweltsauerei und kompletter wirtschaftlicher Schwachsinn. Der Atommüll wird dabei vergrößert, nicht verkleinert. Glaub doch bitte nicht weiter die Lügen der Atomindustrie. Diese Lüge ist über 40 Jahre alt und hat ihr Versprechen bis heute nicht eingelöst.

    die klassische Wiederaufbereitung ist eher sowas wie das Trennen der noch brauchbaren Bestandteile von den nicht mehr brauchbaren,
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitung
    Die problematischen Elemente werden zwar abgetrennt aber nicht durch Fission umgesetzt in harmloseres.

    In Finnland geht Olkiluoto-3 nächstes Jahr ans Netz........
    Wirklich? Das sagen die bereits seit Jahren... Kosten: von 3 Milliarden auf 12 Milliarden gewachsen. Davon übernimmt der französische Steuerzahler den größten Batzen.

    So isses. TVO hat den Prozess gewonnen. Somit ist der schwarze Peter in Frankreich geblieben. FIN hat das Problem der Terminverzüge. Nun ist es aber so dass ausgerechnet wo das Ding ans Netz gehen sollte, durch Corona und durch Abwanderung mehrerer grosser Zellulosefabriken (nach Uruguay) Stromüberschuss entstand. Die Nordpool-Börse ging mit den Strompreisen derart runter dass jegliches Einspeisen unsinnig war. Man hat deshalb die Inbetriebnahme m.E. absichtlich hinausgezögert und sich damit rausgeredet es seien Teile an den Notstromaggregaten kaputt. Ok, aber das hätte man in wenigen Monaten reparieren können. Wollte man aber nicht sondern die Talsohle der Strombörse erstmal abwarten. FIN hat es nicht geschafft (wegen Corona) die Menge an Strombedarfs-Steigerung herbeizuführen, die O-3 zu rentablem Betrieb geholfen hätte. Dann kam eine unerwartete Kältewelle mit Windstille (wir haben 7% Windstrom). Da war dann in den Nachrichten "Ach hätten wir doch jetzt O-3, wir mussten 20% Strom importieren". Hat man, aus Russland, Kernstrom.

    Glaubst du, so einen Deal bekommen die nochmal? Das kann sich Frankreich kaum leisten, bei jedem Reaktor 9 Milliarden drauf zu zahlen.

    Ich glaube Areva wird sehr vorsichtig sein in Zukunft. Schuld an der Misere ist der Liberalismus, denn die Finnen haben jeden winzigen Kleinkram ausgeschrieben und den billigsten rangeholt, alte Opas aus Osteuropa mit Vorkriegs-Schweissgerät, ok, die waren billig aber nicht gut genug für die Qualitätssicherung. Also der nicht-nukleare Teil. Im nuklearen Teil ist alles ok. Während die Finnen und Franzosen noch rumstritten haben die Chinesen das hier aufgebaut und es läuft:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Taishan_Nuclear_Power_Plant
    Der Reaktor soll baugleich sein wie Olkiluoto-3.
    Ich habe ganz in der Nähe 3 Jahre gelebt und gearbeitet, südlich von Guang-Zhou.

    Kugelhaufen-Reaktoren wie Hamm-Uentropp
    Ja, der hat super funktioniert... nicht.

    Der hatte eine Menge Probleme, die jedoch nie unlösbar gewesen wären. Man hätte aus den Kinderkrankheiten lernen können und einen solchen Reaktor zum Heizen von Fernwärmenetzen entwickeln können. War aber politisch nicht gewollt. Kommt jetzt aber wieder. War gerade in Helsinki gross in Diskussion.

    Mir ging es nur um seine politischen Stellungnahmen zur Energiepolitik Schwedens und deren Strommangel........

    Mir ging es um seine Kompetenz. Und der Typ ist halt Realsatire. Schwadroniert über Sinuskurven und will mit einer Starterbatterie (übrigens deutsche Starterbatterie - wohnt der Typ überhaupt in Schweden oder behauptet der das einfach nur frech?)

    Nein-nein. Da tust du ihm Unrecht. Der Mann ist absolut fähig! Wenn er einen kleinen Akku mit einem Umrichter grosser MÖGLICHER Leistung kombiniert dann ist das doch kein Fehler?! Er braucht den Umrichter vielleicht nur für Rechner und Lampe und das gibt der Akku her. Es ist nicht seine Schuld dass Rechteck mit Tastlücke fälschlicherweise im Handel als "modified Sinus" angeboten wird. Ich habe solche Wandler auch gebaut und habe mir auch einen gekauft. Das Konzept ist einfach so, dass die Tastlücke beim Rechteck so gross gewählt wird, dass sowohl die Effektivspannung 230V ist aber die Spitzenspannung 325V. Somit wird ein Lötkolben oder Glühbirne gleich hell brennen aber Schaltnetzteile (die ja die Netzspannung erstmal gleichrichten) ebenso funktionieren.
    Guck dir mal seine ganzen Projekte an.

    Wie gesagt: LiFePo4 liegt bei 1-3c/kwh, Redox-Flow bei 5c/kwh. Das sind reale Werte vom Jetzt, Redox-Flow steuert 3c/kwh an und würde damit gleichziehen mit Pumpspeicherkraftwerken.

    ok, aber der Preis ist nicht alles. Erstmal, du must den ja finanzieren. Und wenn wir nur wenige Tage Komplett-Energie zwischenspeichern sollen sind wir bei sowas wie 300-500kWh für ein Eigenheim. Keller voll und bei Li auch noch spezieller Brandschutz nötig. Wird der privatmann nicht ohne weiteres machen.
    Ich glaube nicht an Akku-Speicher-Werke im MW-Bereich als Zusatz zu EE. Wenn überhaupt, glaube ich an Netzausbau und Verbrauchersteuerung als Spatz in der Hand. Dann vielleicht noch Sektorenkopplung, sowas wie Fernwärmenetz anbinden.
    Akkus im privaten Bereich, ok, vielleicht bis zu 10 kWh, mit PV auf dem Dach, dann ist der Speicher aber nur Tag/Nacht-Speicher. Wir brauchen aber einen Sommer/Winter-Speicher (!)

    Aber nicht um Windkraftspitzen abzufangen sondern Nachtstrom aus Olkiluoto.

    <ironie>Wie, das AKW kann nicht nachts runtergeregelt werden? Ich denk, das ist so toll zukunftsfähig? </ironie>
    Klassische Uran-basierende Kernkraft mit Dampfkreislauf ist Grundlast. Die Kugelhaufen-Heizwerke kann man schneller regeln. Aber man kann mit Kernkraft wunderbar alle Integrationsprobleme lösen. Soviel Kern installieren dass man tags genug hat. Nachts dann Nachtstrom in die Speicheröfen und die Differenz Tag-Nacht damit abfangen.

    Die Preise von PV hatte ich mal nachgerechnet aufgrund von konkreten Preisen der Anlagen die hier angeboten werden. PV liegt demnach bei rund 12-15 c/kWh (die 3-6c/kWh sind offensichtlich unter falschen Voraussetzungen gerechnet).

    Lustig. Ich habe reelle Anlagen zu dem Preis aufgebaut und du sagst mir einen 4-fachen Preis an. Naja, vielleicht bei euch in Finnland. Im Rest der Welt sieht das anders aus.

    Da hätte ich folgende Erklärungen für:
    * überhöhte Preise weil in FIN alles durch viele Hände geht. Importeur, Grosshändler, Kleinhändler, ggfs Zoll drauf.
    * Meine Excels waren relativ kleine Anlagen wobei dann der Aufwand an Verkabelung und Halterung pro installierten Watt gross wird
    * Wenig Sonne. Im Winter nämlich gar keine und im Sommer dann kreist sie rum und das Panel kriegt nur so etwa ein Drittel ab. Der Rest kommt von hinten.

    Beispiel aus Chile, Aufbau von 3,5kwp mit Gel-Akkus (lifepo4 war noch zu teuer) kam auf 9c/kwh - Inselanlage ohne Netzanschluss. Nur den Netzanschluss zu legen wäre fast genauso teuer gewesen wie die gesamte Anlage.

    Hört sich gut an. Das wäre konkurrenzfähig zu dem was man in FIN typisch zahlt, so etwa 6 + 2,5 + 3 für Stromerzeugung + Netz + Steuern, gesamt rund 12 c/kWh. Das werden aber 14-17 bei Verteilung der Grundgebühren auf die kWh.
    Offensichtlich hast du dich da gut mit beschäftigt. Was ist deine Meinung zu Cadmium-Tellurid-PV?

    .......Das stimmt nur so halb. Erstens sinds nicht mehr nur die Ökofreaks (die sind noch am Speicher kaufen obwohl es sich ökonomisch in Dland noch nicht rechnet) sondern alle, die ein Dach besitzen, das nötige Startkapital haben und rechnen können. In Norddeutschland gibts bereits die ersten Supermärkte mit Solaranlage oben drauf. Das wird noch drastisch zunehmen.
    Zweitens können Menschen sich auch einer Energiegenossenschaft anschließen.

    Supermärkte = Werbung, keine Öko-Überzeugung dahinter.
    Energie-Genossenschaft = ok wenns da eine gibt die vernünftig ist und nicht gleich Pleite geht wie so fast alles was mit EE zu tun hat.

    Drittens können Vermieter die Dächer mit Solarpanels ausstatten und den Mietern diesen Vorteil weitergeben und dadurch einen Vorteil im Mietmarkt bekommen.

    Zugegeben letztere Variante ist sehr unwarscheinlich, weil der Mietmarkt in Dland total kaputt ist und die Mieter auch noch das letzte Drecksloch zu überhöhten Preisen mieten.

    Aber Enteignung ist ja auch immer möglich, wenn Vermieter sich sperren. Ich bin eh dafür, denn Dland hat einen viel zu großen Mietanteil. Mietaristrokratie entmachten - jederzeit dabei.

    Ja, bin Vermieter. Habe eine Doppelhaushälfte in RD in SH, vermietet. Hab öfter daran gedacht das Dach mit PV auszustatten. Dann kam das Mieterstromgesetz mit einer Unmenge an Bürokratie, dh ich müsste eine Stromerzeugungsfirma anmelden und dafür Gebühren zahlen, Abrechnung, Steuererklärung .....habe ich dann aufgegeben.
    Die Mieter zahlen da rund 5,2 E/m2 nach deutschen Rechenregeln bzw 3,2 E/m2 nach finnischen Regeln gerechnet. Die Mieteinnahmen sind geringer als die Wertminderung. Ich werde das bald verkaufen müssen. Die hohen Mietpreise sind nur in den Grosstädten und dann wenn irgendwelche Spekulanten am Werke sind. In solchen Fällen unterstütze ich eine Enteignung (wird nur politisch schwer werden). Es ist nicht mehr schön was sich da zB in Berlin abgespielt hat.

    Der Dachfirst bei mir in RD ist fast exakt Nord-Süd. Für Batterieladung gut, für Ertrag /m2 eher schlecht.

    Aber die erwähnten Speicher decken Tag/Nacht-Fluktuationen ab, nicht Sommer/Winter! Wir haben hier 3-4 Monate Dunkel.

    Mit "Wir" meinst du Finnland nehme ich an. Das stimmt, PV mit Batteriespeicher ist für Finnland evtl. nicht die beste Lösung. Aber ihr habt ja jetzt auch euer von Frankreich gesponsortes AKW, also seit ihr doch glücklich dachte ich?

    Ja das ist so. Die grosse breite Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert und will Kernkraft. In nordischen Ländern ist das besonders stark ausgeprägt weil wir lange kalte dunkle Winter haben.

    Weiß nicht, was du meinst.

    Da gibt es eine exotische Batterie die heisst Zebra weil diese Tierchen in der Serengeti leben wo es richtig heiss ist. Und die Batterie auch.
    https://en.wikipedia.org/wiki/ZEBRA_battery

    Die Stromproduktionskosten von Kernkraft sind bei 6c/kWh und zwar auch im Winter bei Dunkelflaute und auch nachts, dh kaum Integrationskosten dazu........

    Aber nur, wenn das AKW auch dauerhaft durchlaufen kann (Stromabnahmegarantie)
    und auch nur, wenn alle weiteren Kosten vergesellschaftet werden. Hat Finnland eigentlich auch Militär in Mali stationiert? Wie ist denn so die Kalkulation fürs Endlager eingerechnet in den Strompreis?

    Ja kann durchlaufen. Sobald die Regierung aus Umweltschutzgründen Ölheizungen unrentabel gemacht hat durch Sondersteuern, und die Holzheizungen alle 3000E teure Filter auf jedem Schornstein haben müssen, wird mit Strom geheizt. Direkt oder Wärmepumpe. Dann kann O-3 voll durchlaufen. Hinter dieser Politik stehen die Grünen.
    Endlager ist fertig und in Betrieb, ist in den Kosten enthalten.

    Und wer zahlt, wenn das Ding in die Luft fliegt oder aus sonstigen Gründen Radioaktivität freisetzt? Dazu kommt noch, dass Finnland sich sein neuestes AKW zu 70% vom französischen Steuerzahler hat finanzieren lassen.

    Das fliegt nicht in die Luft, du verwechselst das sicher mit Segelflugzeugen.
    Nur der MEHRpreis musste von Areva gezahlt werden, der normale Vertragspreis wird nach wie vor von TVO gezahlt, also was im Vertrag steht.

    Darüberhinaus brauchen zentrale Großkraftwerke wie AKWs immer einen gewaltigen Netzausbau um den Strom erstmal dahin zu bekommen wo er auch gebraucht wird.

    der ist für Windkraft viel grösser weil er von offshore-Nordsee bis in den Süden kommen muss.

    Kleinere Einheiten so was um 300MW rum, was ins Fernwärmenetz einspeist, die sind ganz brauchbar regelbar........

    Die sind aber inzwischen arg unwirtschaftlich geworden und werden hier abgestellt. BHKW mit Gas wird da die Lücke füllen - das ist wirtschaftlicher.

    Hier in FIN wird man Kugelhaufenreaktoren nehmen. Der Vorschlag der Piratenpartei an die Stadtverwaltung wurde nur deshalb abgelehnt weil es keine solche passenden Anlagen mit genug Referenzen Garantien und Betriebserfahrungen am Markt gab.

    Die finnische Energiepolitik zielt aber auf Kernkraft und Stromheizungen, speziell Wärmepumpen.......
    Die finnische Energiepolitik hat ein AKW für 3 Milliarden gekauft, welches 9 Milliarden Förderung durch französische Steuerzahler bekommen hat. Und es liefert immer noch keinen Strom. Aber nächstes Jahr ganz bestimmt.

    Nein, die Finnen haben keinen Minderpreis gezahlt. TVO zahlt den vollen Vertragspreis, aber Areva muss einen grossen Teil von dem zahlen was über die Vertragssumme hinausgeht durch die explodierten Kosten.
    Die Regierung Katainen hat 3 Baugenehmigungen für KKW ausgegeben. O3, PH und ein weiteres. Diese Baugenehmigung wurde nicht in Anspruch genommen. Als mehrere grosse Firmen abwanderten UND Corona dazukam, brach der Stromverbrauch ein und die Börsenstrompreise auch. Bis zur Kältewelle jetzt im Februar 2021 war man ganz froh, O-3 nicht am Netz zu haben denn es würde zu Dumpingpreisen einspeisen müssen. Weil aber die Regierung nun mit Macht den Stromverbrauch ankurbelt durch E-Autos und Wärmepumpenheizungen, wird der Strombedarf rapide steigen, die Strompreise ebenso und dann kann O3 mit Gewinn ans Netz.
    Pyhäjoki-Hanhikivi kommt 10-15 Jahre später wenn jeder E-Auto fährt und mit Strom heizt, wie es ja Klein-Greta und die Ökofreaks & Grünen fordern.

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  • Avatar von joribo
    • joribo

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2013

    Re: darum gehts doch gar nicht

    Antwort auf Re: Ist das so? von Abtrünniger Zauberer.

    ...was er macht gegen Blackout.
    Kerze
    Akku und Wandler
    Diesel Gen-Set
    eigenes kleines Kernkraftwerk im Keller mit Pfirsichkernen
    egal.

    sein Punkt bzw das was ich beim Zitieren seiner Berichte vorholen wollte ist dass Schweden mit seiner Energiepolitik an den Rand des Blackouts gekommen ist.
    Weil in typischen Hochdruckwetterlagen eisige Kälte kommt bei Windstille und die PV-Anlagen voll verharschtem Schnee sind (und die könnens ohnehin nicht retten in S).

    Wir sehen also am konkreten Beispiel die Probleme der Netzintegration der EE.

    Und ich kann sie aus FIN bestätigen.

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  • Avatar von Abtrünniger Zauberer
    • Abtrünniger Zauberer

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.01.2012

    Antwort auf Re: Ist das so? ok gute Diskussionspunkte von joribo.

    Wenn man für die Netzgebühren 6c/kWh ansetzt, dann ja. Windkraft ist nicht teuer direkt am Stromzähler der WKA gemessen. Die Probleme liegen im Platzbedarf, der Akzeptanz und insbesondere der Integration. Das Land ist voll, weiterer nennenswerter Ausbau wird offshore sein. DH Netzausbau.

    Mag sein, Windkraft ist für mich auch nicht wirklich mein Themenfeld, weil das nur Großkonzerne können - zumindest in Deutschland wurde den Energiegenossenschaften dazu zu große Steine in den Weg gelegt. Und Offshore erst recht - das können keine Kommunen für sich selbst bauen und damit ist das für mich erstmal uninteressant. Wenn die ins Netz zu akzeptablen Preisen liefern können super.

    Windkraft kann man nicht gleichsetzen mit Kern& Kohle denn Windkraft kommt wenn der Wind weht.

    Genau. Kann aber, im Gegensatz zu Kernenergie abgestellt werden wenn kein Bedarf da ist. Und im Gegensatz zu Kernenergie beeinträchtigt das die produzierten kwh auf Lebenszeit weniger, weil die dann nämlich länger Leben.
    Heißt: Windkraft ist ziemlich gut nach unten regelbar und damit für ein volatiles Netz geeignet. Kernenergie braucht Grundlast - ist also für ein volatiles Netz ein Klotz am Bein.
    Was macht die Kernenergie, wenn im Sommer der Bedarf ans Netz tagsüber zusammenbricht, weil PV tagsüber zu konkurrenzlosen Preisen (3-6c/kwh, Vollpreis, keine Steuern und Netzgebühren weil Eigenverbrauch) liefert? Das volatile Netz hat nicht nur volatile Einspeisung sondern auch volatile Nutzungsprofile.

    Rechnest du einen Speicher zu Windkraft der diese Gigawattstunden verteilt, wird Windkraft unbezahlbar.

    Aber das stimmt doch nicht und ich habe dir das auch vorgerechnet. Speicher sind eben nicht mehr unbezahlbar. Nicht einmal mehr doppelt so teuer wie Pumplastkraftwerke, die sonst immer akzeptiert wurden, aber von denen ja nicht genug gebaut werden könnten.
    Und die Preise purzeln munter weiter.
    Der Bedarf an Speichern weltweit ist gerade riesig und die Li-basierten Batterien kommen in der Produktion nicht hinterher - neue Fabriken schießen jedes Jahr aus dem Boden und bieten Batterien noch billiger an weil sich Produktionsabläufe weiterhin verbessern und geschätzt wird, dass das auch noch einige Zeit so anhält.
    Speicher sind wirtschaftlich geworden.

    Sofern sich jeder einen eigenen Speicher kauft

    Das passiert auch automatisch, wenn die Speicher billig genug sind. Das ist das eine, das sind die Häuser selbst, die für sich Strom speichern. Alleine dadurch hat eine Eigenfamilie (12kwh/tag im Schnitt in Dland) schon Energieautarkie von März bis Oktober und große Erleichterungen November und Februar. Das ist ein Problem für die Kernenergie und andere nicht-nach-unten-regelbare Kraftwerke. Aber das sind nur die Eigenheime. Speicherkraftwerke wird es zusätzlich geben. Australien hat das verdeutlicht, dort hat nicht nur Tesla bereits ein Regelkraftwerk gebaut. Die sind bereits in der Gewinn-Phase, nach nur 2 Jahren die Investition wieder reingeholt.

    Wenn mein Speicherkraftwerk Strom zu Negativpreisen einkauft und Kosten hat von 1-5c/kwh dann ist das sehr schnell rentabel. Passt also wunderbar zu PV-Anlagen.

    Aber die Kosten der Entzappelung sind dann beim Endkunden, nicht beim Stromversorger. Und die wären enorm hoch.

    1-5c/kwh Aufpreis für "Nachtstrom" fänd ich jetzt nicht so mega viel teurer...

    Hinckley-Point-nein-nein, das ist anders. Die Stromgestehungskosten sind um 6c/kWh und David Cameron hat im Alleingang den Investoren 12 versprochen und damit einen Run auf das Objekt ausgelöst um es schnell mit ausländischen Krediten zu finanzieren.

    lol, das hab ich aber anders in Erinnerung. Die Investoren sind abgesprungen und das Projekt drohte zu scheitern, weil mit den niedrigen Strompreisen und der langen Laufzeit und der Entwicklung auf dem Strommarkt nicht abzusehen ist, wie das jemals konkurrenzfähig Strom liefern können soll. Das muss 40 Jahre lang gut laufen. Und da kam der Staat auf die Idee feste Abnahmegarantie zu fest garantiertem Preis inklusive Inflationsausgleich. Nur mit diesem Lockangebot konnten überhaupt noch Investoren gefunden werden die sich auf das Wagnis einlassen wollten.

    Militär braucht man nicht für Uran & Urin. Gibts in Kasachstan, Kanada, Australien, Namibia, Niger. politisch breit gestreut, kein Boykott oder Monopole zu erwarten.

    Na dann können die Franzosen ihr Militär ja heim holen. Warum machen die das bloß nicht...

    Was ist das für ein Akku in Australien?

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Teslas-Riesenakku-in-Australien-macht-sich-bezahlt-4259373.html

    Und der hat keine garantierte Abnahmemenge, keine staatlich garantierten Preise - rein über Marktpreise nach nur einem Jahr bereits rentiert.
    Gut, das war jetzt nur über die Regelpreise so schnell erreichbar, aber zeigt, wohin die Reise geht - in einem volatilen Netz gibt es immer enormen Regelbedarf und PV erzeugt regelmäßigen Überschuss.

    Doch tut man.

    Wie gesagt - der Anteil der Kernkraft geht weltweit insgesamt zurück. Die Neubauten ersetzen nicht einmal die stillgelegten Kapazitäten. Bestes Beispiel ist doch Frankreich. Gerade den Fuhrpark um 10 Jahre verlängert, bauen gerade mal ein einziges AKW nach zur Zeit. Selbst wenn die jetzt anfangen mit einem zweiten und in fünf Jahren mit einem dritten und alles auf einmal voll super funktioniert werden die es nicht schaffen, ihren Fuhrpark rechtzeitig zu ersetzen. Da wird ein ganzer Batzen abgeschaltet.

    Ich habe 40 Jahre Windkraft gemacht. 2 als kleiner grüner Ökofreak, Aktivist, 1978 bis 80, dann 1981 bis 2019 in der Windkraft"industrie". Wenn man das klägliche Häufchen Elend so nennen kann.

    Ja, ich habe bereits Kommentare von dir zur Windkraft gelesen und fand sie sehr erleuchtend. Gerade dieser Run auf Dumpingpreise etc. - da bin ich voll bei dir. Ich verstehe auch nicht, was das soll. Solange Strom bezahlbar ist ist doch alles super. To-Cheap-to-meter muss nicht um jeden Preis (also auf Kosten der Arbeiter bspw.) erlangt werden.
    Mehr noch: Die Anlagen die ich konzipiere haben seltenst einen Vergleich mit Netzstrom zur Kalkulationsgrundlage sondern immer "kann ich damit autark zu einem Festpreis für die nächsten X-Jahre leben?". Ich kalkulier das nur für mich so aus Interesse obendrauf. Da kommt auch gerne noch ein Dieselgenerator dazu, damit der im bösen Winter (bzw. mancherorts sogar eher im Sommer) nach dem dritten Wolkentag angeschmissen wird für ein paar Stunden und dann wieder drei Tage bis zur nächsten Sonne ausgeharrt werden kann. DIY statt Konzernen etwas überlassen.
    Eine PV-Anlage aufzubauen ist kein Hexenwerk und die muss oft nicht einmal auf dem Dach stehen - Autounterstand bspw. eignet sich prima. Auto ist im Schatten, Pannele laden auf. Über ein Auto passen rund 3-4kwp

    Nicht Wiederaufbereitung. Umsetzung der problematischen langlebigen Elemente in kurzlebige. MOX-Beimischung zum "Brenn"-Material. Der Flüssigbett-Brutreaktor auf Thorium-Basis kann das.

    Ja, klar. Dieser Wunderreaktor. Warum der nur nach 40 Jahren Versprechen immer noch nicht weltweit längst gebaut ist und Atommüll vernichtet...
    Sorry, ich glaub nicht an sowas. Genausowenig an den Wunderspeicher, der nix kosten wird. Hilft uns auch nix, weil wir jetzt neu bauen müssen um bis 2040 CO2-neutral zu sein und ab 2050 CO2-negativ werden müssen. Bedanken dafür kannste dich bei den Generationen vor mir, die das seit 40 Jahren wissen und schön ignoriert haben.
    Es muss schnell gehen, sonst wirds teuer.

    Nun ist es aber so dass ausgerechnet wo das Ding ans Netz gehen sollte, durch Corona und durch Abwanderung mehrerer grosser Zellulosefabriken (nach Uruguay) Stromüberschuss entstand. Die Nordpool-Börse ging mit den Strompreisen derart runter dass jegliches Einspeisen unsinnig war.

    Oha. Was machen die denn dann, wenn die Leute PV installieren wie blöd und die Nachfrage im Sommer zusammenbricht? Das AKW für 4 Monate stilllegen? Das hört sich ja nach hart auf Kante genäht an, wenn das reicht um das Kernkraftwerk ein weiteres Jahr stillstehen zu lassen. Und das, wo das AKW schon zu drei-viertel von den französischen Steuerzahlern subventioniert wurde. Also eigentlich müsste der Preis ja um einiges höher sein...

    Aber ich warte lieber ab. Nächstes Jahr heißt es dann, das noch etwas anderes Schuld war, warum immer noch kein Srom geliefert wird und wird noch ein Jahr dran gehängt. Ist doch schon lange ein Running-Gag. Ich hab echt gedacht, das läuft schon längst und dann beim Nachgucken letztens einen Lachkrampf gekriegt.

    Schuld an der Misere ist der Liberalismus

    Ach so. Nicht, dass einfach zu knapp kalkuliert wurde und dann die Kosten halt doch viermal so hoch waren. Und - wer hätte das gedacht - in Frankreich und England passiert ihnen das gleiche. Diese verdammten Kalkulationen auch. Komischerweise passiert das bei Großprojekten immer. Hätte man auch vorher wissen und einpreisen können.

    Während die Finnen und Franzosen noch rumstritten haben die Chinesen das hier aufgebaut und es läuft

    Nun, nachdem selbst in Frankreich nicht mehr nach Norm gebaut wird weil das sonst zu teuer werden würde will ich garnicht erst wissen, wie die Chinesen mit solchen und ähnlichen Problemen umgehen. Das erhöht mein Sicherheitsempfinden jedenfalls überhaupt nicht, dass die Chinesen das so schnell bauen konnten und andere nicht.
    Ich glaube auch nicht, dass die Chinesen das in Europa so schnell bauen könnten wie bei ihnen zu Hause.

    Nein-nein. Da tust du ihm Unrecht

    Glaube ich nicht. Eine Starter-Batterie + Umwandler ist keine gute Idee, um in einem winterlichen Blackout Strom zur Verfügung zu haben und da kommst du auch nach 5 Minuten Nachdenken drauf. 45Ah Akku sind wie gesagt nicht einmal 300Wh real - eher so 200Wh minus Selbstentladung des Akkus bis zum Zeitpunkt der Nutzung. Das heißt für einen Rechner (Laptop) wären das 2-3 Stunden oder sogar noch weniger, wenn er die Batterie nicht noch am selben Tag geladen hatte.
    Damit kannst du vielleicht dein Handy n paarmal aufladen und LED in der Küche brennen lassen. Das wars. Und dann musst du den Akku aber auch wieder aufladen weil sonst geht der kaputt und dann waren das ganz schön teure 300Wh. Das kannst du aber nicht, weil ja Blackout ist.
    Die 1,5kw vom Wandler sind zwar ordentlich überdimensioniert (was auf den Umwandlungsverlust nochmal drauf kommt - macht eh keinen Sinn LED, USB und Laptop über 220V-Wandler anzusteuern bei solch einer Kleinanlage - ein 12V-Usb-Ladeanschluss kostet 5-10€ und hat weniger Leistungsverlust, LED direkt in 12V ansteuern und Laptop-12V-Netzteile kosten 10-30€ je nach Laptop), das ist der Starterbatterie aber tatsächlich egal, die hält hohe Ladeströme aus. Aber dafür halt nicht lange bei 45Ah. Und daher, was willst du da mit 1,5kw, wenn du das nichtmal 10min nutzen kannst?
    Bei richtigen USB-Blei-Batterien (Gel/Agm) wären die 1,5kw für 45Ah viel zu überdimensioniert. Die wäre ziemlich schnell kaputt wenn du die mit 1,5kw (mehr als 3C!) belastest.

    Das ganze zeugt einfach nur von Überhaupt-keine-Ahnung, keine Recherche betrieben, einfach in den Laden gegangen und was gekauft. Aber anderen was von Strom erzählen wollen und über Sinus-Kurve philosophieren. Ich weiß was das bedeutet und ich weiß aber auch, dass das den allermeisten Geräten scheiß egal ist ob das ne gehackte Sinuskurve oder ne simulierte (kostet 40€ mehr) oder gar ne echte (ausm Netz) ist.
    Das ist einfach ein totaler Nebenaspekt, der nur für seeehr wenige Leute (für ihn auch nicht) überhaupt interessant ist in dieser Frage.

    ok, aber der Preis ist nicht alles. Erstmal, du must den ja finanzieren

    Genau. Du musst einen Akku haben, den du dir leisten kannst. Momentan Zellpreise in Deutschland habe ich mir sagen lassen 300€/kwh-Kapazität, in den USA 120€/kwh Kapazität. Wieviel kannst du dir leisten? Ein normaler Haushalt braucht 12kwh/Tag (noch ohne Heizung) - also 2000€/Tag in den USA momentan. Tendenz fallend.
    Ab wann lohnt es sich nicht mehr und nimmst lieber doch den teuren Strom aus dem Netz - das muss jeder für sich selbst ausrechnen. Vielen ist solche Autarkie auch einiges Wert.

    Ich glaube nicht an Akku-Speicher-Werke im MW-Bereich als Zusatz zu EE.

    Ja, vor Australien haben das alle gesagt. Seit dem ists still geworden. Nicht nur Tesla hat da bereits Kraftwerke aufgebaut. Regelenergie ist verdammt lukrativ. Spitzenlast bedienen, Überschuss kaufen. Auch Windparks werden evtl in diese Richtung gehen um Teile ihres Stroms zu anderen (lukrativeren) Zeiten zu verkaufen.
    Aber das sind alles Sachen außerhalb meines Wirkbereichs - da gehts immer nur um Geld. Und es scheint sich zu lohnen.

    Akkus im privaten Bereich, ok, vielleicht bis zu 10 kWh, mit PV auf dem Dach, dann ist der Speicher aber nur Tag/Nacht-Speicher. Wir brauchen aber einen Sommer/Winter-Speicher

    Jupp. Sogar bis zu 20kwh denke ich, da Speicher einfach billiger werden und "Viel-hilft-Viel" bei EE irgendwie immer das Motto ist. (Viele verstehen auch nicht, dass ein größerer Akku ihnen mit ihrer PV-Anlage nicht hilft, weil sie bereits jetzt den Akku nicht leer kriegen) Das heißt von März bis Oktober ziehen die Null aus dem Netz. Das wird so kommen bzw. kommt ja bereits und wird den Markt weiter durcheinander wirbeln.
    Eine EE-freundliche Regierung hätte das sogar forciert und bspw. Batteriefabriken gefördert, damit die auch hier hergestellt werden.

    Der Sommer/Winter-Speicher wird bestimmt nicht mit Batterien gemacht. Die Selbstentladung spricht nicht dafür, dass sich das wirklich rentiert. Aber über einen Großteil des Winters machen die Speicher sehr wohl was aus, weil sie Überschussstrom der Windkraft tageweise verteilen können. Da könnten andere Speichermedien sinnvoll sein - bspw. Power-to-Gas und dann im Winter mit BHKWs Strom und Wärme herstellen. Aber wir reden hier auch nur noch von Überbrückung von 1-2 Monaten maximal und auch da nicht durchgehend.

    Aber man kann mit Kernkraft wunderbar alle Integrationsprobleme lösen

    Grundlast ist mit einem volatilen Netz nicht vereinbar - es wird aber auf ein volatiles Netz hinauslaufen.

    Hört sich gut an. Das wäre konkurrenzfähig zu dem was man in FIN typisch zahlt

    Nicht wirklich. Das war ne reine Inselanlage ohne Netzanschluss die das ganze Jahr über liefern muss und nur im Winter evtl. ein paar Tage mit Generator überbrückt werden muss (im letzten Winter nicht einmal passiert).
    D.h. für Finnland wäre das ja dann so, dass du im Winter immer den Generator laufen hast wenn nie Sonne ist. In Finnland hätte ich das nicht so gemacht, da wäre es denke ich auf einen Netzanschluss plus kleine PV-Anlage zum Strompreis mildern hinausgelaufen - aber der Netzanschluss hätte ja schon so viel Geld gekostet, dass warscheinlich nix mehr für gute PV übrig gewesen wäre. Finnland ist auch ein echt extremes Beispiel, zumal hoch im Norden. (Dafür haste da 24h Sonne)
    Die Panels einfach platt hinzulegen würde ich dir übrigens empfehlen. Haste zwar 30% Wirkungsverlust gegenüber Mittagssonne, aber in deinem Szenarium dürftest du dafür eine gute Verteilung über den Tag haben, so dass das insgesamt ganz gut läuft und du tagsüber die Batterien nicht so beanspruchst (gut, das Thema ist bei LiFePo4 nicht mehr so wichtig, aber bei AGM und Gel ist das noch so - die willst du so wenig wie möglich nutzen um sie möglichst lang nutzen zu können).

    Was ist deine Meinung zu Cadmium-Tellurid-PV?

    Nie von gehört. Ich habe auch aufgehört, immer den neuesten Forschungstrends hinterher zu hecheln. Entweder da kommt was brauchbares bei rum, dann ists immer noch Zeit genug sich damit zu beschäftigen, oder halt nicht.
    Gerade bei den Batterien (Feststoff-Batterie, Liquid-Air usw.) und jetzt Lithium-Gewinnung durch Nano-Technik (soll die Ausbeute von 10 auf 90% steigern) und so... Immer auf die neuen Heilsbringer zu warten bringt nichts und wir haben auch nicht mehr die Zeit dafür. Jetzt muss umgestiegen werden und daher gucke ich erstmal auf die Technik und die Preise, die jetzt da sind. Und da siehts halt schon verdammt gut aus.
    Wenn was besseres kommt - gerne.
    Aber bspw. Li-Titan-Akkus - was will ich damit? Klar, haben 40.000 Zyklen, aber das sind 50 Jahre und mehr... in 50 Jahren gibts bestimmt viel Entwicklung, die besser werden als der Li-Titan-Akku.

    Supermärkte = Werbung, keine Öko-Überzeugung dahinter.
    Energie-Genossenschaft = ok wenns da eine gibt die vernünftig ist und nicht gleich Pleite geht wie so fast alles was mit EE zu tun hat.

    Supermärkte: Mir ist es egal, ob jemand aus Öko-Überzeugung, Werbung oder tatsächlichem monetären Interesse sich PV aufs Dach packt. Wichtig ist, dass PV drauf kommt. In Zukunft wird das immer mehr monetär sein, weil es sich einfach rechnet. Und das wird in vielen Bereichen so werden. PV ist einfach unschlagbar billig und gerade Supermärkte haben oft riesige Flachdächer, d.h. Installationskosten sind niedrigst.
    Solar krempelt einfach den Energiemarkt um, weil die Abhängigkeit von den Erzeuger-Firmen immer mehr wegbricht.

    Ja, bin Vermieter. Habe eine Doppelhaushälfte in RD in SH, vermietet. Hab öfter daran gedacht das Dach mit PV auszustatten. Dann kam das Mieterstromgesetz mit einer Unmenge an Bürokratie, dh ich müsste eine Stromerzeugungsfirma anmelden und dafür Gebühren zahlen, Abrechnung, Steuererklärung .....habe ich dann aufgegeben.

    Ja, das berühmte merkelsche bzw. rot-schwarze Abwürgen durch Bürokratie. Ich rate inzwischen dazu, keinen Strom mehr ins Netz einzuspeisen sondern direkt nur noch auf Selbstverbrauch zu bauen. Das lohnt nicht, der riesen Aufwand (und Mehrkosten, der Wandler kostet um einiges mehr als für Inselbetrieb!) zu betreiben, um dann 30€ im Jahr zurück zu bekommen...

    Auch hier könnten Vermieter ja einfach eine Anlage im Haus haben und das über Mietskosten einkalkulieren anstelle selbst Strom zu verkaufen. Bei Mehrfamilienhäusern wirds natürlich schwieriger, würde aber auch gehen. Aber egal, das wird eh nix. Vermieten und Mieten ist halt einfach kein gutes Konzept.

    Das fliegt nicht in die Luft, du verwechselst das sicher mit Segelflugzeugen.
    Nur der MEHRpreis musste von Areva gezahlt werden, der normale Vertragspreis wird nach wie vor von TVO gezahlt, also was im Vertrag steht.

    Lol, der Mehrpreis ist dreimal so viel wie der Vertragspreis. 3 vs. 9 Milliarden.
    Echte Kosten des AKWs sind aber trotzdem 12 Milliarden, nicht 3. Ist halt ein großzügiges Geschenk der Franzosen an die Finnen. Gut für die Völkerverständigung. Ist doch schön, wenn Atom-Fanboys zusammen halten.

    Der Dachfirst bei mir in RD ist fast exakt Nord-Süd. Für Batterieladung gut, für Ertrag /m2 eher schlecht.

    Ertag / m2 ist doch garnicht mehr so entscheidend geworden. Die Panel-Preise sind doch viel billiger geworden. Wie gesagt hat das dafür andere Vorteile als die Mittagsspitze zu nehmen. Gehen inzwischen tatsächlich viele von weg, nur auf die Mittagsspitze zu setzen. Im Gegenteil kannst du bspw. (mal ins Kleine gehen, kannst du selbst hochskalieren) an einen 30A Laderegler bei 24V maximal 700Wpk anschließen - weil 700Watt maximal durch den Laderegler passen. Du kannst aber, wenn du nicht auf Mittagssonne setzt, mehr Panels installieren - bspw. 1000Wpk verteilt nach Ost/West oder einfach Platt aufliegend - und so mehr über den Tag verteilt auf annähernd 700W kommen als nur zur Mittagsspitze - reizt also den Laderegler mehr aus und generierst im Endeffekt mehr Strom, als wenn du "nur" auf die Mittagssonne gesetzt hättest. (Das Beispiel ist jetzt stark vereinfacht - du schaffst natürlich nicht volle 700W über den ganzen Tag.) Kostet nicht viel mehr, weil das nur Solarpanels sind. (400-600€/KWpk laut ebay.de grad geguckt)

    Nein, die Finnen haben keinen Minderpreis gezahlt. TVO zahlt den vollen Vertragspreis, aber...

    Merkste selbst oder? Willst du ernsthaft bestreiten, dass Finnland für 3 Milliarden ein AKW baut, was 12 Milliarden gekostet hat?

    Weil aber die Regierung nun mit Macht den Stromverbrauch ankurbelt durch E-Autos und Wärmepumpenheizungen, wird der Strombedarf rapide steigen, die Strompreise ebenso und dann kann O3 mit Gewinn ans Netz.


    Oder auch nicht, weil Solar das Grundlastkonzept im Sommer kaputt macht und die Leute das E-Auto mit Solar laden weils billiger ist. Parkplätze von großen Firmen mit Solar auszustatten ist jetzt nicht so kompliziert und teuer. Und Solar wird immer billiger. Daher lohnt es sich auch schon wenn einfach nur für den Sommer gerechnet wird. Und da das eine Rechnung des Verbrauchers ist, ob er im Sommer Strom aus dem Netz kaufen will oder doch lieber die eigene PV nimmt und darüber hinaus PV sehr geringe Startkosten hat die von Einzelpersonen mit durchschnittlichem Einkommen zu stemmen sind, haben die Energieversorger darauf kaum Einfluss. Wenn bspw. in 10 Jahren auf einmal in Finnland ein solcher Solarboom einsetzt, weil Solar inzwischen nur noch ein drittel des Netzes kostet oder die Chinesen einen super-sonder-Deal anbieten um ihre Überproduktion los zu werden und zu Dumpingpreisen verkaufen, dann geht die Rechnung für das AKW schon nicht mehr auf. Es müsste im Sommer auf einmal runter fahren und im Winter hoch fahren wenn es nicht zu Dumpingpreisen einspeisen und ins Ausland verkaufen will oder sogar muss. Aber Solar geht weltweit los und wer weiß ob im Nachbarland nicht auch schon Solar vorherrscht.

    Solar wird das Netz stärker verändern als alles, was du bisher gesehen hast - davon bin ich fest überzeugt weil alle Parameter in diese Richtung deuten. Kernenergie ist viel zu langlebig und unflexibel um da wirklich mithalten zu können. Und wir stehen da erst am Anfang der Entwicklung - es gibt noch viele Dächer Platz.

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