Antwort auf und wenn es dann steht von Michaela Schmidt.
Michaela Schmidt schrieb am 07.08.2024 21:02:
Winzig ist relativ. So ein winziges Ohio ist sicher 10x so groß wie ein gar nicht so kleines U-31.
Winzig in dem Zusammenhang bezieht sich auf Atomreaktorgröße im Vergleich zu anderen Atomreaktortypen. Die Ohio-Klasse hat einen "45 MW thermische Energie" Reaktor, ein üblicher Ostblock-Kraftwerks-Reaktor aus der Kalter-Krieg-Zeit zur zivilen Stromversorgung von Städten war der WWER440 mit 440 MW elektrischer Energie - elektrische Energie ist immer weniger als die thermische, weil du die thermische nie voll in Elektrizität wandeln kannst. In der DDR waren in Greifswald 5 WWER440 gleichzeitig in Betrieb und nach Plan sollten es 8 werden. Zur aktuellen Technik: Der EPR in Olkiluoto (Block 3) liefert 1.600 MW elektrische Energie aus einem Reaktor. Zur Ohio-Klasse finde ich gerade auf die Schnelle keine Angabe zur elektrischen Energie, aber die werden die Abwärme noch anderweitig nutzen und deshalb einen höheren Wirkungsgrad erzielen als zivile Kraftwerke, die die Abwärme neben der Dampfturbine idR. nicht anderweitig nutzen. Wahrscheinlich rücken die deshalb die thermische Leistung des Reaktors in den Vordergrund.
Ist Wärmesignatur unter Wasser überhaupt relevant?
Sonar steht für "sound navigation and ranging", das hat nullkommanüscht mit Wärme zu tun. Das ist die Art Sensorik, mit der Fledermäuse, Delfine, Schweinswale und Pottwale im Dunkeln "sehen" - Klänge werden ausgesendet und aus der Art, wie die Reflexionen dieser Klänge zurückkommen, lässt sich ein Oberflächenprofil darstellen. Und ja, je größer ein Zylinder ist, desto größer ist der dann auch in dem mit dem Sonar erstellten Bild. Menschliches Sonar macht ein "Ping"-Geräusch und dieses "Ping" ist als Metapher in die IT-Netzwerktechnik mit dem "ping"-Befehl gewandert. Es gibt auch Menschen, die versuchen, auf diese Weise zu sehen, weil sie anders nicht können:
https://www.youtube.com/watch?v=6emot4WEh8Y
Nachteil von Sonar im derzeitigen menschlichen Ausmaß ist, dass wir möglicherweise mit unserem permanenten Lärmterror in den Meeren Gehörschäden bei Delfinen/Schweinswalen/Potwalen verursachen und diese, weil sie mit ihren Ohren "sehen", die Orientierung verlieren, wenn sie taub sind. Menschliche Sonarsysteme sind lauter als Pottwale.
Ich würde Wetten, dass ein kleineres Boot, dass sehr schnell alles abschaltet schwerer zu finden ist, als ein großes, dass so schnell gar nicht alles abschalten kann. Und selbst wenn es leere Hüllen wären, wäre die eine Hülle 10x leichter zu entdecken.
Größe ist nicht immer besser!
Ja, da stimme ich ja weitgehend zu.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.08.2024 00:21).