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    • ParaPacem

    121 Beiträge seit 04.07.2024

    Antwort auf Re: Lautstärke von Atombetriebenen U-Booten von Michaela Schmidt.

    Jedenfalls kannst du die Dampfturbinen ausschalten. Und das geht sehr schnell.

    Atomuboote haben einen Schleichmodus und dabei wird genau dieses Teil nicht benutzt.

    Dann läuft natürlich noch die Kühlung, was auch nicht ganz ohne ist, da eine Pumpe von ihrem Fördermedium nie so 100%tig akustisch zu entkoppeln ist.

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    • Michaela Schmidt

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    Antwort auf Re: Lautstärke von Atombetriebenen U-Booten von ParaPacem.

    ParaPacem schrieb am 06.08.2024 06:33:

    Jedenfalls kannst du die Dampfturbinen ausschalten. Und das geht sehr schnell.

    Atomuboote haben einen Schleichmodus und dabei wird genau dieses Teil nicht benutzt.

    Dann läuft natürlich noch die Kühlung, was auch nicht ganz ohne ist, da eine Pumpe von ihrem Fördermedium nie so 100%tig akustisch zu entkoppeln ist.

    Das war immer das Versprechen für die Atomkraftwerke zur Stromerzeugung. Da hat das nie so richtig geklappt. Davon abgesehen ist "schnell" relativ und immer viel "langsamer" als _immer_.

    Der Schleichmodus eines Riesen ist immer relativ! Allein die Signatur: Größe, Wärme, Wellen! Und die Kühlung eines aktiven Atomkraftwerkes abschalten zu können ist Marketing-Bla.

    Die Aufgabe eines Atom-Ubotes liegt üblicherweise darin Atomwaffen zu tragen und ganz lange allein im tiefen weiten Ozean zu schippern. Parallel können sie Flugzeugträger begleiten und absichern. Für einen U-Boot Kampf in einem "kleinen" Meer sind die nicht so der Brüller, sondern einfach zweite Wahl.

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    • Porcupine17

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.07.2012

    Antwort auf Re: Lautstärke von Atombetriebenen U-Booten von Michaela Schmidt.

    Michaela Schmidt schrieb am 06.08.2024 08:22:

    ParaPacem schrieb am 06.08.2024 06:33:

    Jedenfalls kannst du die Dampfturbinen ausschalten. Und das geht sehr schnell.

    Atomuboote haben einen Schleichmodus und dabei wird genau dieses Teil nicht benutzt.

    Dann läuft natürlich noch die Kühlung, was auch nicht ganz ohne ist, da eine Pumpe von ihrem Fördermedium nie so 100%tig akustisch zu entkoppeln ist.

    Das war immer das Versprechen für die Atomkraftwerke zur Stromerzeugung. Da hat das nie so richtig geklappt. Davon abgesehen ist "schnell" relativ und immer viel "langsamer" als _immer_.

    Der Schleichmodus eines Riesen ist immer relativ! Allein die Signatur: Größe, Wärme, Wellen! Und die Kühlung eines aktiven Atomkraftwerkes abschalten zu können ist Marketing-Bla.

    Die Aufgabe eines Atom-Ubotes liegt üblicherweise darin Atomwaffen zu tragen und ganz lange allein im tiefen weiten Ozean zu schippern. Parallel können sie Flugzeugträger begleiten und absichern. Für einen U-Boot Kampf in einem "kleinen" Meer sind die nicht so der Brüller, sondern einfach zweite Wahl.

    Jein. Moderne Atom-Uboote sind vielleicht einfacher zu entdecken als konventionelle aber immer noch sehr schwer zu entdecken. Und im Gegensatz zu konventionellen U-Booten können sie lange Distanzen mit großer Geschwindigkeit zurücklegen ohne den Großteil ihres Sprits zu verbrauchen. Die Hauptnachteile sind Größe, Betriebskosten und auch Knowhow/Industriebasis (Hallo Australien, Atom-Uboote ohne eigene Atomindustrie?) . Wenn man jedoch in der Straße von Taiwan operieren will, die nächstgelegene eigene Basis aber Pearl Harbor auf Hawaii ist, dann ist konventionell keine realistische Option.

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    • Karl Sten

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.08.2015

    Antwort auf Wobei noch die Frage ist, was da "konventionell" heißt von elklynx.

    elklynx schrieb am 05.08.24 17:53:

    Die Südkoreaner verwenden dieselelektrisch, die Bundesmarine und Israel haben Wasserstoffbrennstoffzellen, die bei U-Booten sehr viel Wasserstoff in irgendwelchen sehr schweren Speichermaterialien speichern können, weil das Gewicht eine untergeordnete Rolle spielt. Ich find letzteres jetzt nicht gerade "konventionell".

    Und zu dem Nebensatz mit dem leichter verstecken dank "konventionell" und X-Ruder hätte man auch mehr schreiben können. So liest sich das fast, als wären Atomreaktoren lauter als die südkoreanischen Dieselgeneratoren, was sie natürlich nicht sind, sie sind nur größer und führen zu größeren U-Booten, die größere Sonarprofile haben.

    Das ist so nicht ganz richtig. Diesel U-Boote sind ggf. beim Aufladen der Batterien durch Dieselbetrieb lauter als Atomuboote, aber nicht im rein elektrischen Betrieb. Bei Atomubooten kann z.B. die Kühlwasserpumpe eine Lärmquelle sein. Es gibt aber Möglichkeiten wie das Prairie Masker System, um solche Geräusche zu dämpfen. Gerade bei U-Booten müssen alle Komponenten optimal sein - das U-Boot ist aber trotzdem nur so leise, wie die schwächste Komponente.
    Wenn also China eine Komponente ändert und testet, sagt das nichts darüber aus, ob sich die Gesamtqualität des Systems verbessert - oder verschlechtert hat. Es würde mich nicht überraschen, wenn es noch weitere Modifikationen gibt.
    Erst wenn die Serienproduktion der neuen Variante eingeleitet wird werden die Chinesen alle wichtigen Probleme beseitigt haben. Aber das wird vermutlich noch ein paar Jahre in der Zukunft liegen.

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    Antwort auf Re: Lautstärke von Atombetriebenen U-Booten von ParaPacem.

    ParaPacem schrieb am 05.08.24 20:54:

    Nein, nicht ganz.

    Den Reaktor kann man relativ schnell auf Standby runter regeln und dann auf Batterie laufen, die Atomuboote natürlich ebenfalls haben.

    Eine Dampfturbine bekommst du nach Aussen nicht leise.

    Jein. Die Akkus an Bord von Atomubooten sind primär für Notstrom, aber nicht für den operativen Betrieb. Bei vielen U-Booten muss die Kühlwasserpumpe auch im Standby laufen - wobei bei Klassen wie den Ohios auch eine reine Konvektionskühlung möglich ist.

    Der Lärm der Dampfturbine ist abhängig von der Geschwindigkeit. Bei 30 Knoten viel lauter als das "Flüstern" bei 5 Knoten.

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    Antwort auf Wobei noch die Frage ist, was da "konventionell" heißt von elklynx.

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    Gesperrter Beitrag

    Antwort auf Re: Lautstärke von Atombetriebenen U-Booten von ParaPacem.

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    Antwort auf Gesperrter Beitrag von -.

    Cornelia Heller schrieb am 06.08.2024 15:47:

    ParaPacem schrieb am 05.08.2024 17:36:

    Nein, nicht ganz.

    Den Reaktor kann man relativ schnell auf Standby runter regeln und dann auf Batterie laufen, die Atomuboote natürlich ebenfalls haben.

    Eine Dampfturbine bekommst du nach Aussen nicht leise.

    Einen Atomreaktor mal schnell auf Standy runterfahren.
    Klingt spannend.

    Gibts dazu Daten in irgendeiner Form?

    Warum kam man in Tschernobyl oder Fukushima nicht auf die Idee?
    Einfach auf Standy schalten.
    Kann man sich auch die aufwändige Kühlung sparen.

    Wäre sehr dankbar über erhellende Links zu dem Thema.
    Merci!

    Nuklearreaktoren auf U-Booten sind da etwas speziellere Konstruktionen, die man nicht ohne weiteres mit anderen Reaktoren vergleichen kann. Das mussten u. A. die Franzosen feststellen als sie auf dem Flugzeugträger Charles De Gaulle modifizierte U-Boot-Reaktoren einbauten um die Kosten einer Neuentwicklung zu sparen. Das hat im Betrieb nur Probleme gemacht. Und ja, man kann z.B. einen U-Boot-Reaktor runterfahren, die Pumpen abschalten und nur über Konvektion kühlen - funktioniert aber natürlich nur weil kaltes Wasser über dem U-Boot ist.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 07.04.2004

    wobei noch anzuzmerken: die Größe

    Antwort auf Re: Lautstärke von Atombetriebenen U-Booten von Porcupine17.

    In der Anfangszeit der SMR-Diskussionen wurde die passive Sicherheit der winzigen U-Boot-Reaktoren gerne als Totschlag-Argument genommen, bevor jemandem auffiel, dass die Bevölkerung nicht bereit ist, die Landschaft mit Atomreaktoren mit der Leistung einzelner Windkraftturbinen zu pflastern. Karl Sten hat schon angemerkt, dass die Ohio-Klasse ihre Reaktoren bei Schleichfahrt auch ohne aktive Pumpen, allein durch Konvektion, kühlen kann. Solche Optionen hat man, wenn der Reaktor winzig ist, was er auf U-Booten ist.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 07.04.2004

    Ich weiß deine U-Boot-Expertise zu schätzen, aber

    Antwort auf Re: Wobei noch die Frage ist, was da "konventionell" heißt von Karl Sten.

    Ich weiß deine U-Boot-Expertise zu schätzen, aber, weil du jetzt in deinem Wissen der x-te bist, der das gleiche zu konventionellen Dieslelektrischen Antrieben sagt: Liebe Leute, und zwar alle von euch, ich habe vor Jahrzehnten als kleiner Junge im TV den Film Caprona gesehen, der im Ersten Weltkrieg spielt, und weiß seit dem, dass schon die allerersten Dieselelektrischen U-Boote bei Tauchfahrt den Diesel abschalten. Ich habe mich offensichtlich misverständlich ausgedrückt, aber bitte, kriegt euch wieder ein.

    Wenn man, wie einer deiner Vorredner es formulierte, die Dampfturbine eines A-Tom-Ubootes "noch in Hamburg höre", bei welchem Boot-Standort auch immer, hört man dann den Dieselantrieb eines vor St. Petersburg seine Batterien ladenden Dieselelektrischen noch in Aarhus? Auch für Atom-Uboote gilt, wenn man sie nicht aus der Ortung verlieren will, muss man hinterherfahren.

    Mir gings vor allem auch darum, dass hier "konventionell" als Gemeinschaftskathegorie für Diesel und Wasserstoffbrennstoffzelle verwendet wird und das sehe ich irgendwie nicht. Ist eine sprachphilosophische Überlegung, ob "konventionell" hier das richtige Wort ist.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.08.2024 10:51).

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