Das klingt nach einer angekündigten Katastrophe. Und wieder sind es die usa, die in gewohnter Missachtung des Vorsorgeprinzips zusätzliche, schwer lösbare Probleme in die Welt setzen. Es könnte uns ja sonst langweilig werden...
-
Antwort auf und wieder... von Pnyx (1).
Prinzipiell gebe ich der Analyse des amerikanischen Ansatzes zum Inverkehrbringen von neuen Produkten recht.
Nur das Zeug hier - muss zur richtigen Zeit auf das richtige Insekt kommen - und erst dann wirkt es. Zudem wird das eine Woche nach dem Ausbringen auf das Feld nicht mehr nachweisbar sein (Weil es biologisch abgebaut wird.).
Ich hege eher Zweifel an der realen Wirksamkeit - als Angst von "Frankensteinfolgen".
Zudem wird es in ein paar Jahren durch die Evolution der Kartoffelkäfer, durch einen Nachfolger ersetzt werden müssen - an dem bestimmt jetzt schon geforscht wird....Besser als Neonics und DDT ist so was alle Male. Nur will ich weder das Eine noch das Andere Zeug auf den Teller bekommen. (Obwohl Calantha dann nicht mehr nachweisbar - weil nicht mehr da - sein wird.)
Mein Tipp - die EU wird das auch zulassen (müssen). Das Risiko ist überschaubar - der Nutzen ist nach (ich vermute mal) 5 Jahren weg - und damit dieses Produkt vom Markt.
Daher die Eile... -
Das Risiko ist überschaubar...
Antwort auf Re: und wieder... von Grober_Unfug.
Grober_Unfug schrieb am 05.11.2023 17:10:
Besser als Neonics und DDT ist so was alle Male.
DDT ist *eigentlich* besser als sein Ruf - wenn es richtig (=sparsam und punktförmig an "Hotspots") eingesetzt wird. Blöderweise dachten alle, es wäre eine Universalkeule, und haben es flächenDECKEND (im wahrsten Sinne des Wortes, weil VIEL hilft ja VIEL!!1!) eingesetzt...
Das Risiko ist überschaubar - der Nutzen ist nach (ich vermute mal) 5 Jahren weg
Und die Langzeitfolgen? Sind die schon bekannt? (Rhetorische Frage - keine Antwort nötig)
Die Eile liegt eher daran, dass die nach dem "Kasse machen" schnell verduften wollen, und die Folgen *darf* dann wieder der Steuerzahler tragen. -
Antwort auf Das Risiko ist überschaubar... von Gas. mann.
DDT ist *eigentlich* besser als sein Ruf - wenn es richtig (=sparsam und punktförmig an "Hotspots") eingesetzt wird. Blöderweise dachten alle, es wäre eine Universalkeule, und haben es flächenDECKEND (im wahrsten Sinne des Wortes, weil VIEL hilft ja VIEL!!1!) eingesetzt...
Das blöde mit DDT ist, dass es kaum mehr wirksam ist und ein POP (persistent organic pesticide). D.h. der Dreck ist da, bleibt da und geht nur ganz langsam kaputt. Daher akkumuliert sich der Dreck in Kleinnagern und Vögeln. Die sind dann laufende / fliegende Giftträger, die Ihre sich und ihre Fressfeinde vergiften....
Aber man hat nichr deshalb damit aufgehört - genausowenig, wie man mit dem RoundUp Einsatz aufhören wird - nur weil es Krebs erzeugt. Man hört mit dem Einsatz auf, wenn die Natur einen Weg um diese Mittel herum gefunden hat.Und die Langzeitfolgen? Sind die schon bekannt? (Rhetorische Frage - keine Antwort nötig)
Das Zeug ist ziemlich fragil und ziemlich spezifisch. Zu allem Überfluß wird es (anders als DDT) sehr effizient biologisch abgebaut. Ich mache mir mehr Sorgen um die Effizienz der Ausbringung - als um potentielle Langzeitfolgen - von Zeug, dass selbst nur ein paar Tage in freier Wildbahn in nennenswerte Konzentration existieren kann - und auch in den Zellen des Wirtes hurtig abgebaut wird (Wirkungsmechanismus!).
Die Eile liegt eher daran, dass die nach dem "Kasse machen" schnell verduften wollen, und die Folgen *darf* dann wieder der Steuerzahler tragen.
Welche Folgen werden denn hier erwartet?
Grüne Monster von Acker? Die Alge, die die Erde überwuchert? Killerkartoffelkäfer? (Tarantulla reloaded mit dem Kartoffelkäfer als Hauptdarsteller?)Nein das Zeug wird in Rekordzeit unwirksam gegen den Kartoffelkäfer 2028 sein - weil dessen Gene - mit diesem Störungfaktor in seinem Metabolismus umgehen können werden. Dann braucht man die Version 2.0 von dem Dreckszeug (Die bestimmt schon in der Mache ist...).
-
Antwort auf Re: und wieder... von Grober_Unfug.
Grober_Unfug schrieb am 05.11.2023 17:10:
Ich hege eher Zweifel an der realen Wirksamkeit - als Angst von "Frankensteinfolgen".
Zudem wird es in ein paar Jahren durch die Evolution der Kartoffelkäfer, durch einen Nachfolger ersetzt werden müssen - an dem bestimmt jetzt schon geforscht wird....Es müsste doch eigentlich relativ simpel sein, die Ziel-Gensequenz jedes Jahr anzupassen. So ein Kartoffelkäfer hat ja eine Menge Gene... wir bräuchten eigentlich Gen-Datenbanken aller Lebewesen, dann könnte man schön immer neue Zielgene aussuchen die nicht bei anderen potentiell gefährdeten Lebewesen vorhanden sind.
Harry
-
Antwort auf Re: und wieder... von Harald Schmidt.
Es müsste doch eigentlich relativ simpel sein, die Ziel-Gensequenz jedes Jahr anzupassen. So ein Kartoffelkäfer hat ja eine Menge Gene... wir bräuchten eigentlich Gen-Datenbanken aller Lebewesen, dann könnte man schön immer neue Zielgene aussuchen die nicht bei anderen potentiell gefährdeten Lebewesen vorhanden sind.
Ja - wenn Biochemie/Biologie immer so einfach wären - Wie Gen auswählen - schnell mal einen Wirkstoff- zur Blockade der Genexpression gegen dieses Gen von KI errechnen lassen - und den Syntheseroboter - schnell den Wirkstoff synthetisieren lassen - dann das Ganze schnell in eine bekannte Galenik packen - dann 1 - 2 Tests, scale up und Geld verdienen......
Das haben sich schon tausende StartUps gedacht und Milliarden an Geldwerten verbrannt....
1) Regel Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
2) Irgendwas ist immer.
Ich halte Lottespielen (Chance 139.838.160 : 1) für u.U. ertragreicher als Investments in diesen Bereich.
Kein Argrarmittelhersteller hat mit so etwas bisher etwas verdient. Und die haben mit Milliardeninvestitionen seit Jahrzehnten daran geforscht.