ist, dass der Artikel auf das Problem aufmerksam macht. Gut wäre, wenn noch ein weiterer Artikel folgen würde, der das Problem etwas auffächert.
Depression ist nicht, wenn jemand äußert „heute bin ich depri drauf“ oder wenn jemand trauert oder wenn jemand unter schwierigen Umständen leben muss. Das Niedergedrücktsein ist etwas komplexer.
Dass die Wucht, mit der Medien derzeit jede menschliche Äußerung niedermachen, dabei unterstützt durch eine geradezu rüpelhaft agierende Regierung, Menschen die an Depressionen leiden oder kurz davor sind, in eine Depression zu verfallen, zusätzlich trifft, ihre Lage verschlimmert, sollte Menschen, die über eine (Rest-) Empathie verfügen, nicht verwundern.
In einem mitleidlosen und gefühllosen gesellschaftlichen Klima, wie es derzeit vorherrscht und von den herrschenden, versorgten (oder einschlägig versorgt werdenden) und wenig betroffenen Akteuren vorangetrieben wird, mit den Auswüchsen von Denunziation, Diffamierung, Verleumdung, Verächtlichmachung, ist Depression eine diese Aktionen der davon Profitierenden am wenigsten störende Erscheinung, anders gesagt: Das ist denen schnurz.
Immer wieder erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit sich der skrupellose Mensch selbst zum Scheinheiligen herbeilügen kann.