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  • Avatar von Silent Service
    • Silent Service

    972 Beiträge seit 13.03.2018

    Antwort auf Re: Hat mit echter Depression nichts zutun. von Twistie2015.

    Ja genau das. Mir fiel der richtige Ausdruck nicht ein, aber genau das meinte ich: Die Verwässerung des Begriffs.

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf Re: Hat mit echter Depression nichts zutun. von Silent Service.

    Der heutige Ansatz ist der Rollback von einer Zeit, als man schon mal weiter war. Damals Thema im Studium. Chemie für den Zustand, wenn das Kind schon im Brunnen liegt. Technokratischer Simplicissimus für ein sehr komplexes Geschehen. Die Körper-Seele-Geist-Trennung ist ein Trugschluss. Ich habe es am eigene Körper erfahren was es heißt, ein Symptom kognitiv umzuwerten. 15 Jahre Panikattacken und frei flottierende generalisierte Angst sofort weg.

    Es besteht halt kein Interesse da nicht profitabel. Frühzeitige Aufklärung und Intervention ist zu kostspielig. Wenn der Körper-Seele-Geist-Mechanismus langjährig aus der Balance ist, dass es sich in der Körperchemie "festgefressen" hat, dann "helfen" wohl erst mal nur noch chemische Hämmer - oft aber auch nicht. Eigentlich bräuchte es einen gescheiten multimodalen Ansatz. Leider sind auch viele Psychotherapeuten unflexible vorurteilsbehaftete Stümper, welche nur nach ihrem Schema F vorgehen.

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  • Avatar von Twistie2015

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2015

    Antwort auf Re: Hat mit echter Depression nichts zutun. von c.renée.

    c.renée schrieb am 12.03.2021 05:45:

    Es besteht halt kein Interesse da nicht profitabel. Frühzeitige Aufklärung und Intervention ist zu kostspielig. Wenn der Körper-Seele-Geist-Mechanismus langjährig aus der Balance ist, dass es sich in der Körperchemie "festgefressen" hat, dann "helfen" wohl erst mal nur noch chemische Hämmer - oft aber auch nicht. Eigentlich bräuchte es einen gescheiten multimodalen Ansatz. Leider sind auch viele Psychotherapeuten unflexible vorurteilsbehaftete Stümper, welche nur nach ihrem Schema F vorgehen.

    Ich bin auch der Meinung (!), dass psychische "Störungen" einfach auch gewollt sind bzw. als Kollateralschäden in Kauf genommen werden. Es wird zwar z.B. von sozialer Marktwirtschaft, von Sozialdemokraten usw. gesprochen, aber das Soziale ist doch schon oft weggebrochen zu Gunsten der Ellbogengesellschaft. Dass dann aber logischerweise welche mit blauen Flecken enden und am Ende zwei Möglichkeiten haben:
    Genauso zu werden
    Oder letztendlich auch psychisch darunter zu leiden
    ist der Lauf der Dinge.

    Auch in Schulen z.B. schauen Vertrauenslehrer weg oder haben keine Zeit, sind manche noch im "tja, das müsst ihr untereinander ausmachen"-Modus oder halten Mobbing für etwas, wo halt jeder durch muss bzw. was einen stärker macht usw. Die Botschaft ist klar: sind sie zu stark, bist du zu schwach.

    Dazu dann noch der wenn auch subtile Zwang zur Selbstoptimierung nach Art von "tja, dann nimm doch ab und geh zum Fitness, werf noch ein Pillchen ein um besser denken zu können, les mehr, dann wirst du auch mehr können usw. und schau, dass du besser aussiehst, damit du einen guten Job bekommst und viel Geld verdienst - tja, für was eigentlich?"
    Dass der so optimierte "Uber"mensch, der sich mit Freuden also auch noch selbst ausbeutet und bis ans Ende seiner Leistbarkeit schiebt, bei Ent-Täuschungen zusammenbricht, ist klar.

    Insofern sind die "Volkskrankheiten" praktisch - sie werden diagnostiziert, sie werden besprochen, immer mehr Experten dürfen sich zu Wort melden, die Pharmaindustrie ust freut sich aber ein Umbau der Gesellschaft steht gar nicht zur Debatte.

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  • Avatar von jungspund
    • jungspund

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.08.2002

    Antwort auf Re: Hat mit echter Depression nichts zutun. von c.renée.

    Esoterisches, anekdotisches Blödgelaber.

    Erfüllt es den kathegorsichen Imperativ? Nein. Dann kann es weg.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Antwort auf Re: Hat mit echter Depression nichts zutun. von jungspund.

    jungspund schrieb am 12.03.2021 08:47:

    Erfüllt es den kathegorsischen Imperativ? Nein.

    Wären Sie so gut, das noch näher auszuführen?

    Mir scheint "Ja" doch eine zumindest ebenso zutreffende, wenn nicht zutreffendere Antwort...

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  • Avatar von SockenPuppe_1
    • SockenPuppe_1

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.12.2015

    Antwort auf Re: Hat mit echter Depression nichts zutun. von Silent Service.

    Oh ein Chemiegläubiger.

    Andere sagen, Chemie ist nur gut, um es bis zum Therapeuthen zu schaffen. Falls man es ohne schafft, kann man trotzdem depressiv sein. Und auch ohne das Zeug wieder rauskommen.

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