karma is a cat schrieb am 15.10.2023 20:15:
Und mit diesem Hintergrund erzählst DU mir bitte mal, was schlecht an der Natoosterweiterung ist, nur weil einem Despoten das nicht gefällt!!
Ich persönlich glaube, dass alles, was einem Despoten missfällt -per se- erst Mal nichts Schlechtes sein kann... ...und ich find`s weniger erbärmlich, wenn andere das komplett anders sehen... ...erbärmlich ist daran nur, dass sie nicht mal selbst zu wissen scheinen, warum!
Schlecht an der NATO-Osterweiterung ist, dass sie die gemeinschaftlich am Ende des eisernen Vorhangs organisierte Sicherheitsarchitektur aus dem Gleichgewicht gebracht hat indem man die Sicherheitsbedürfnisse der russischen Seite völlig ignoriert hat. War auch kein Problem, denn die treibende Kraft, die USA, war durch die schwindende Sicherheit nicht nur nicht betroffen, sondern hat sogar davon profitiert.
Ein Verzicht auf eine Erweiterung hätte dem nationalistischen Despoten (Amerikanische Exzeptionalismus), der extraterritoriales Recht anwendet, nach Lust und Laune weltweit per Drohnen liquidiert und Ländern vorschreibt mit wem sie was handeln dürfen nicht gefallen, wäre also per se erst mal nichts Schlechtes gewesen.
Das nicht mal selbst zu wissen ist was?
Die treibende Kraft waren nicht die USA, sondern die Staaten Ostmitteleuropas.
https://internationalepolitik.de/de/die-legende-von-der-versaeumten-chance
"Die treibende Kraft der Osterweiterung der NATO waren zunächst nicht die Vereinigten Staaten: Das lässt sich auf Grundlage der Recherchen von Sarotte jetzt noch eindeutiger sagen als zuvor. Es waren Ungarn, Polen und die Tschechoslowakei, die seit 1990 auf ihre Aufnahme in die westliche Verteidigungsallianz drangen. Ihnen ging es darum, sich gegen die Gefahr eines neuen „Jalta“ abzusichern. Viereinhalb Jahrzehnte lang hatten die Ostmitteleuropäer die Folgen der Spaltung Europas in einen freien westlichen und einen unfreien östlichen Teil ertragen müssen, wie sie von den Siegermächten im Februar 1945 auf der Krim verfügt worden war. In welcher Richtung sich die Sowjetunion und seit Ende 1991 Russland weiter entwickeln würden, war ungewiss. (...) Die Entwicklung des postsowjetischen Russlands gab den Warnern in den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten recht."