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mehr als 1000 Beiträge seit 04.08.2007

Unsinnige und größenwahnsinnige Argumentation

Wenn man einen Artikel über die Linke (Partei) und deren Friedenspolitik schreibt, dann sollte man sich in Ansätzen wenigstens mit einem der beiden Punkte auskennen.

Bei der Linken wird sich lediglich auf ein paar Aussagen aus dem (Wahl)programm beschränkt. Dabei wird nicht zur Kenntnis genommen, das sich in der Linken nicht nur deren Spitzenkandidat selbst, sondern auch einflussreiche Politiker von Liebig bis Gysi, vor und nach der Wahl für einen Aufgabe der friedenspolitischen programmatischen Positionen der Linken ausgesprochen haben. Mit der offen angekündigten Aufgabe der friedenspolitischer Positionen bei einer möglichen Beteiligung an einer Bundesregierung war die Linke aus friedenspolitischer Sicht zur BT-Wahl eben nicht mehr wählbar und somit auch kein Grund die Linke zu wählen. Hier monieren Rainer Braun & Co. zurecht ein Defizit.

Als friedenspolitischer Ausweg wird ernsthaft die affirmative Übernahme des Menschenrechtsdiskurses vorgeschlagen! Ein Menschenrechtsdiskurs, der in seinen verschiedensten Ausprägungen bisher die propagandistisch Begleitmusik aller militärischen Abenteuer der Bundesrepublik gewesen ist. Das fängt beim Auschwitz in Jugoslawien verhindern an und zieht sich kontinuierlich bis zum Afghanistanskrieg einschließlich der jüngsten regionalen Ausweitung des Kampfmandates im Namen der vorher nie ernsthaft betriebenen Evakuierung hin. Das jeder dieser Kriegseinsätze nur unter Bruch des Völkerrechtes und kreativer Auslegung des Grundgesetzes (nur die Vorbereitung eines Angriffskrieges ist strafbar, nicht aber dessen Durchführung) möglich war, wird allerdings verschwiegen bzw. nur höchst oberflächlich erwähnt. Aus Unkenntnis?

Dilettieren Sie als gelernter Psychologe besser nicht in Gebieten herum, von denen Sie so offensichtlich keine Ahnung und mit denen Sie sich im Artikel nachgewiesenermaßen auch vorher noch nicht ernsthaft beschäftigt haben. Versuchen sie künftig dabei aber vor allem nicht Menschen mit deutlich mehr Sachverstand beim Thema so offen wie hier belehren zu wollen.

edit: Stilistische Korrekturen und Grammatik

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.10.2021 11:19).

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  • Avatar von Stephan Schleim
    • Stephan Schleim

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.01.2005

    Kompetenz

    Antwort auf Unsinnige und größenwahnsinnige Argumentation von .

    Ja, was macht einen Experten für Politik aus? Ich würde lieber nicht darüber schreiben, fand die Mängel in dem Artikel der zwölf Autoren aber so eklatant, dass ich darauf reagieren wollte – und die Redaktion meinte "ja". Sonst hätte ich an dem Tag halt 'was Anderes gemacht.

    klaudie schrieb am 09.10.2021 11:09:

    Dilettieren Sie als gelernter Psychologe besser nicht in Gebieten herum, von denen Sie so offensichtlich keine Ahnung und mit denen Sie sich im Artikel nachgewiesenermaßen auch vorher noch nicht ernsthaft beschäftigt haben. Versuchen sie künftig dabei aber vor allem nicht Menschen mit deutlich mehr Sachverstand beim Thema so offen wie hier belehren zu wollen.

    Also mit Absätzen wie diesem manövrieren Sie sich meinem Eindruck nach vor allem selbst ins Abseits.

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.08.2007

    Kompetenz oder Sendungsbewusstsein?

    Antwort auf Kompetenz von Stephan Schleim.

    Stephan Schleim schrieb am 09.10.2021 12:55:

    Ja, was macht einen Experten für Politik aus?


    Die relevante Frage wäre, ab wann hält man sich selber für sendungsbewusst und kompetent genug, der Welt seine Sicht in einem Artikel mitteilen zu müssen.

    [Ich...]fand die Mängel in dem Artikel der zwölf Autoren aber so eklatant, dass ich darauf reagieren wollte – und die Redaktion meinte "ja".


    Wenn sie sich denn nur mal sachlich mit den Argumenten im Artikel auseinandergesetzt hätten. So verweisen z.B. die Autoren zu Recht auf die gigantische Verschwendung von Geld und Ressourcen sowie die katastrophale Umwelt und Klimabilanz durch Militär und Krieg.

    Sie argumentieren dagegen, dass angesichts der aktuellen Lage, diese Ressourcen allein die Probleme auch nicht lösen können, sie viel zu gering dafür seien. Das haben die Autoren allerdings an keiner Stelle behauptet. So dreht man Argumente um, wenn man den anderen fertig machen will, aber nicht, wenn man sich ernsthaft mit dessen Argumenten auseinandersetzt.

    Dieses Schema durchzieht sich durch Ihre gesamte Antwort. Sie argumentieren von der Warte der herrschenden Narrative (also der dominierenden Miltiär- und Kriegsfraktion) her. Das kann für eine echte Friedenspolitik allerdings kein ernsthafter Ausgangspunkt sein. Die von den Autoren vorgestellte Konzeption haben Sie im Artikel nicht im Ansatz wirklich reflektiert. Klar, das man so nur denken kann, die Fehler liegen bei dem Anderen und nicht etwa bei sich selbst. Eine sachliche Analyse der Aussagen des betreffenden Artikel hätte jedenfalls zum Thema mehr beigetragen, als dieser schnell und oberflächlich zusammengeschusterte Artikel.

    Also mit Absätzen wie diesem manövrieren Sie sich meinem Eindruck nach vor allem selbst ins Abseits.

    Da wo ich stehe, stehe ich sehr gut.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.10.2021 14:58).

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