Mit anderen Worten, man hat sich da hineinmanövriert, unter Bibi hat sich das Verfeindungsdenken verfestigt. Die militärische Übermacht des israelischen Staates ist dermassen erdrückend, dass diejenigen, die sich immer schon dafür ausgesprochen haben, sich allein auf sie zu stützen, voll durchgesetzt haben, während Millionen Palästinenser unter Ghetto-artigen Verhältnissen, drangsaliert von aggressiven 'Siedlern' ein frustrationsreiches Leben führen.
Auch am Zustand der palästinensischen Führung ist die israelische nicht unschuldig. Man hat erfolgreich auf Spaltung hingearbeitet, die Rationierung lebenswichtiger Güter fördert Korruption, von der es übrigens im heutigen neoliberalen Israel auch beachtlich viel gibt.
Raketen auf Zivilisten ist kriminell, Bomben auf Zivilisten nicht minder. Israel hätte Alternativen, die Palästinenser nicht. Die stärkere Partei hat die Macht, einen Teufelskreis zu durchbrechen, die weitaus schwächere nicht, denn bei ihr bedeutet es stets Niederlage und die Fortführung des täglichen demütigenden Spiessrutenlaufs. Wer also beide Seiten zur Mässigung aufruft, agiert zynisch. Dieses Mal noch mehr als andere. Der Krieg wurde aus Gründen des Machterhalts von Netanjahu geradezu herbeigezwungen.
In der Region brennen viele weitere Lunten.