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  • 1FC

mehr als 1000 Beiträge seit 02.02.2011

Der ungebremste Raubbau an der Natur…

… wird meiner Meinung nach (leider) nicht aufhören.

Gründe (persönliche Meinung):

1. Natur des Menschen. Scheinbar ist die Spezies einfach so gestrickt. Das Kind muss erst in den Brunnen gefallen sein. Außerdem ist der Mensch i.A. ein sehr egoistisches, auf seinen eigenen Vorteil bedachtes Lebewesen. Wahrscheinlich im Gencode ursprünglich auch so zwecks Arterhaltung notwendig. Daß sich heute unser „Jagdrevier“ auf den ganzen Globus erstreckt (Alaskalachs, Palmöl, argentinisches Steak… etc.), hat der Genprogrammierer aus der Evolutionsabteilung evtl. nicht bedacht.

2. Internationale Unterschiede. Die Probleme, die sich aus der Zerstörung unseres Planeten ergeben werden, sind nur global zu lösen bzw. global anzupacken. Und da sind die Interessen (Eskimo vs. Wüstennomade, um es überspitzt zu formulieren), Mentalitäten, Mittel (finanziell, gesellschaftlich), Bildungsgrad etc. nun mal nicht in Einklang zu bringen.

3. Prioritäten. Die sich hier für 9€-Tickets und Tempo 100 auf Straßen kleben, haben meines Erachtens obiges noch nicht verinnerlicht… Klar muss man „irgendwo“ anfangen. Aber wenn ich z.B. mit nem E-Auto, das meine Photovoltaik Anlage quasi vollgetankt hat 200 km/h fahre ist deren „Argument“ obsolet. Sollte man sich nicht lieber um wichtigeres zuerst kümmern? Gleiches gilt für das Ticket. Sollten nicht erst mal wieder stillgelegte Strecken ertüchtigt werden? Es wohnt nämlich nicht jeder in der City…

4. Teufelskreis. Wir Menschen hängen scheinbar so im System fest, daß es nur sehr schwer sein bis unmöglich sein wird, Änderungen herbeizuführen, die alle mitgehen würden.

5. viele weitere Gründe

Ich habe übrigens bewusst auf den Begriff „Klimawandel“ verzichtet, denn es geht mir persönlich mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Wir verplempern mit so was nur unnötig Zeit und es trifft m.E. auch nicht den Kern des Problems und ist zudem unscharf. Das Klima verändert sich tatsächlich nun mal. Da haben die sog. „Klimaleugner“ (auch so ein total dämlicher Begriff) sogar vollkommen Recht. Das zeigen z.B. Bohrungen im ewigen Eis und ist durch uns nicht beeinflussbar.
Das Problem ist daß sich alles sehr schnell beginnt zu verändern (Erdzeitgeschichtlich gesehen). Auch das zeigen Bohrungen im Eis. Auch diese x-Grad Erwärmung Diskussion ist nicht (mehr) zielführend und meinen CO2 Verbrauch in Gramm zu zählen nutzt auch nichts.

Was hilft es denn z.B., wenn das Holz aus dem Regenwald CO2 neutral mit einem „grün“ produziertem Wasserstoff angetriebenem Schiff hierher transportiert wird, wenn dieses weiterhin munter abgeholzt wird. Um Palmöl Plantagen zu züchten oder was weiß ich was.

Deshalb spreche ich lieber vom Raubbau an der Natur. Da braucht msn auch kein Klimaforscher zu sein um zu kapieren, daß die 24/7 365 Tage andauernde Ausbeutung nebst Zerstörung unseres Planeten nicht ohne Auswirkungen bleibt und sämtliche Kreisläufe (Kohlenstoffkreislauf, Wasserkreislauf, Strömungen, Wind, Wolken etc.) völlig durcheinanderbringt. Und zwar durch uns als Turbo. Da macht es schon einen Unterschied ob beispielsweise das Grönlandeis natürlich in 10.000 Jahren abtaut oder unnatürlich, da beeinflusst/ forciert, in 1000 Jahren oder so.

Was heisst das dann?

Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Obige Punkte, also meine persönliche Sicht bedeuten jedenfalls nicht daß wir dann eben so weitermachen. Im Gegenteil. Wir sollten uns m.E. sogar Gedanken machen, wie wir zukünftig Wetterkapriolen begegnen wollen. Die Neubaugebiete, z.B. , die ich so sehe werden unverändert irgendwo hingeklatscht. Ans vorhandene (völlig überlastete) Kanalsystem, alle Böden schön versiegelt und mit engen Straßen. Aber Hauptsache ne Wärmepumpe vor der Tür. Bei aller Liebe, aber das hat alles für mich kein Hand und Fuß….

Wir brauchen m.E. einen Doppel- und Dreifachwumms für Forschung, Entwicklung und Investitionen. Und das pronto…
Schöner Nebeneffekt: Neue Arbeitsplätze, Standortsicherung, Wohlstand, …

In diesem Sinne, Baxter

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