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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Stimmt schon

Wenn irgendwo ein Missstand zu Tage tritt, kommt einer im Fernsehen, der uns erzählt, das liege daran, dass "wir" nicht umgedacht hätten. Das System indes heißt Kapitalismus und das entwickelt seine eigene Gesetzmäßigkeit. Ohne Rücksicht darauf, wie viele umgedacht haben oder nicht. Soweit Marx in Kurzform, wobei ihm recht zu geben ist.

Ganz besonders zu kritisieren ist seiner Meinung nach, die Verwerfungen des Systems immer noch, Kant folgend, als das Wirken der Vernunft schön zu reden. Was ja bis heute nicht anders geworden ist.

Ansonsten: lesenswerter Bildungsartikel.

Gruß Artur

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.11.2021 11:53).

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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: Denken - Handeln

    Antwort auf Stimmt schon von Artur_B.

    Artur_B schrieb am 21.11.2021 11:52:

    Wenn irgendwo ein Missstand zu Tage tritt, kommt einer im Fernsehen, der uns erzählt, das liege daran, dass "wir" nicht umgedacht hätten. Das System indes heißt Kapitalismus und das entwickelt seine eigene Gesetzmäßigkeit. Ohne Rücksicht darauf, wie viele umgedacht haben oder nicht. Soweit Marx in Kurzform, wobei ihm recht zu geben ist.

    Ganz besonders zu kritisieren ist seiner Meinung nach, die Verwerfungen des Systems immer noch, Kant folgend, als das Wirken der Vernunft schön zu reden. Was ja bis heute nicht anders geworden ist.

    Ansonsten: lesenswerter Bildungsartikel.

    Was aber von vornherein den schlechtesten Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, dass er die Zelle in seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut.
    Wundert mich daß dieses Zitat nicht kommt.

    Tatsächlich ist Privateigentum ein Gewaltverhältnis zwischen Menschen das den Kapitalismus in sich trägt wie die Wolke den Regen. Es läßt sich auch nur durch Gewalt aufheben, ob als Putsch oder demokratisch in diesem Zusammenhang egal.

    Aber bevor man sich dranmacht muß ma die Gesamtscheiße kapieren.
    Sonst kommt nur Hooligan oder Nazi raus. Mich würd schon interessieren warum die Bolschewiki Stalin nicht verhindert hatten.

    Die beliebte Forderung, man müsse nur Umdenken und dann folge die Handlung wie die reife Pflaume vom Baum fällt wenn man schüttelt, dieses Brecht'sche "Wer seine Lage kapiert hat den hält nix mehr auf", unterschätzt das Phlegma
    Zwischen Einsicht, Entschluß und Handlung sind Energieschwellen.
    Auch in buddhistischen Ländern leben als Mönch nur eine Minderheit.

    Beim Kapitalismus abschaffen gehts drum eine ganze Gesellschaftsordnung vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen, Bislang hat die Revolution nur in feudalistischen Ländern funktioniert wo die KP dann den Kapitalismus erst herstellen mußte.

    Was die Proletarier aufhält ist: Sie müssen gegen ihre Einkommensquelle vorgehen.
    Das ist ein Kampf auf Leben oder Tod. Wer nicht wagt der nicht gewinnt und ja, man kann verlieren.
    So wies aussieht werden im Klimawandel Milliarden verrecken, dagegen wird Auschwitz ein Kindergeburtstag gewesen sein.

    Kapitalismus leidet nicht an "Misständen" (sonst wär er schön) sondern ist der.
    Ständig vergeigt ein Einzelkapital und wird in der Konkurrenz aufgefressen.
    Gradezu idiotisch Gewerkschafter die dem Management "Mis" vorwerfen wenn sie nach Buchhalterlogik entlassen werden, der böse Kapitalist entläßt "seine" Arbeiter als obs da einen Pakt zwischen "Sozialpartnern" gäbe.

    Was die Position "Man müsse nur umdenken" so verdächtig macht ist die Nähe zur epistemiologischen Posution, die Realität insgesamt wär nur im Kopf und nicht irgendwo da draußen. Sehr hinduistisch.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.11.2021 12:58).

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  • Avatar von ACD
    • ACD

    mehr als 1000 Beiträge seit 16.10.2001

    Systemneutrale Fragen

    Antwort auf Stimmt schon von Artur_B.

    Artur_B schrieb am 21.11.2021 11:52:

    Wenn irgendwo ein Missstand zu Tage tritt, kommt einer im Fernsehen, der uns erzählt, das liege daran, dass "wir" nicht umgedacht hätten. Das System indes heißt Kapitalismus und das entwickelt seine eigene Gesetzmäßigkeit.

    Gerade in Fragen des Umweltschutzes gibt es tausende Entscheidungen, die mit Kapitalismus nichts zu tun haben, und wo es eine Frage der Einstellung ist.

    Wenn Menschen in ihrem Garten invasive Neophyten gedeihen lassen, uns sich weigern, die zu entfernen - oder auch nur deren Entfernung zuzustimmen, dann hat das nichts mit Kapitalismus zu tun.

    Und wenn es kein Privateigentum an Privatgärten gäbe, dann gäbe es irgendeinen anderen bornierten Futzi, dem das nicht passt, und der die richtige Handlung verhindert.

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