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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: Seth Glickenhaus

    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von pk.

    pk schrieb am 21.11.2021 00:01:

    Also ich beschäftige mich jetzt ungefähr seit einem Jahr mit Marx und Engels, weil ich seit ziemlich langer Zeit daran herumrätsele, wie das 20. Jahrhundert so schiefgehen konnte.

    https://www.sueddeutsche.de/geld/boersenlegende-glickenhaus-am-ende-schluckt-der-staat-sie-alle-1.551229 :-)

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  • Avatar von pk
    • pk

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    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von xxxy (e2b6b298).

    xxxy (e2b6b298) schrieb am 21.11.2021 00:36:

    pk schrieb am 21.11.2021 00:01:

    Also ich beschäftige mich jetzt ungefähr seit einem Jahr mit Marx und Engels, weil ich seit ziemlich langer Zeit daran herumrätsele, wie das 20. Jahrhundert so schiefgehen konnte.

    Was ist denn so "schiefgegangen" im 20-ten, wenn die Frage erlaubt ist...?

    Ähhh... ernsthaft? Das Komplettversagen der Sozialdemokratie bei der Verhinderung des Ersten Weltkriegs, die lange, langsame Agonie der russischen Revolution und ihr Abgleiten in eine menschenfeindliche, geistig impotente Farçe, die faschistische Perversion, der zweite Weltkrieg, die Schoah, und andere Genozide und Menschheitsverbrechen seitdem, die Schleifung sozialer Errungenschaften im Westen seit 1980, der Aufstieg einer reaktionären imperialen Weltmacht, die Balkankriege in den 1990ern, Korea, Kongo, Vietnam, Chile, Indonesien, Kambodscha, Argentinien, Venezuela, Nicaragua, Iran, Irak, Afghanistan,...
    Hab ich was vergessen? Wahrscheinlich jede Menge.

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  • Avatar von logiko
    • logiko

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.11.2020

    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von Tsu Tang.

    Haha, nur ein Spaßvogel würde behaupten, Hitler wäre mit Bologna nicht möglich gewesen. Nur eine geglückte Revolution von 1848 hätte den ersten Weltkrieg und Hitler verhindert.

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  • Avatar von xxxy (e2b6b298)
    • xxxy (e2b6b298)

    37 Beiträge seit 20.11.2021

    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von pk.

    pk schrieb am 21.11.2021 00:48:

    xxxy (e2b6b298) schrieb am 21.11.2021 00:36:

    pk schrieb am 21.11.2021 00:01:

    Also ich beschäftige mich jetzt ungefähr seit einem Jahr mit Marx und Engels, weil ich seit ziemlich langer Zeit daran herumrätsele, wie das 20. Jahrhundert so schiefgehen konnte.

    Was ist denn so "schiefgegangen" im 20-ten, wenn die Frage erlaubt ist...?

    Ähhh... ernsthaft? Das Komplettversagen der Sozialdemokratie bei der Verhinderung des Ersten Weltkriegs, die lange, langsame Agonie der russischen Revolution und ihr Abgleiten in eine menschenfeindliche, geistig impotente Farçe, die faschistische Perversion, der zweite Weltkrieg, die Schoah, und andere Genozide und Menschheitsverbrechen seitdem, die Schleifung sozialer Errungenschaften im Westen seit 1980, der Aufstieg einer reaktionären imperialen Weltmacht, die Balkankriege in den 1990ern, Korea, Kongo, Vietnam, Chile, Indonesien, Kambodscha, Argentinien, Venezuela, Nicaragua, Iran, Irak, Afghanistan,...
    Hab ich was vergessen? Wahrscheinlich jede Menge.

    Zu solchen Urteilen -"Schiefgehen"- in diesen Zusammenhängen zu gelangen kann man nur, wenn man da wieder den berüchtigten (bürgerlichen) "Idealismus" als Messlatte anlegt. In solchem Spannungsverhältnis kann sich die Wirklichkeit natürlich immer nur blamieren.

    Um es nur an dem ersten Beispiel zu verdeutlichen: zum Urteil "Komplettversagen der Sozialdemokratie" beim Thema WW1 kann man nur gelangen, wenn man sich von der Sozialdemokratie etwas anders vorstellt als das, was sie tatsächlich war und ist und ihre Realpolitik an der eigenen Vorstellung -und dem eigenen Anspruch und Ideal- bemisst und bewertet.
    Die deutsche Sozialdemokratie war schon immer nur ein politisches Bindeglied zwischen dem deutschen Grosskapital und dem (politisierten) Teil der Arbeiterklasse, mit dem Ziel, etwaige Ausbrüche dieser Arbeiterschichten nach ganz aussenlinks zu den Kommunisten zu verhindern, zu neutralisieren und die Arbeiterklasse insgesamt an das Grosskapital -im Nationalinteresse- zu ketten. Dass die SPD für die Kreditfinazierung des Krieges - im Nationalinteresse- war, ist doch vor diesem Hintergrund nur konsequent.

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  • Avatar von pk
    • pk

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    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von xxxy (e2b6b298).

    xxxy (e2b6b298) schrieb am 21.11.2021 01:32:

    Zu solchen Urteilen -"Schiefgehen"- in diesen Zusammenhängen zu gelangen kann man nur, wenn man da wieder den berüchtigten (bürgerlichen) "Idealismus" als Messlatte anlegt. In solchem Spannungsverhältnis kann sich die Wirklichkeit natürlich immer nur blamieren.

    Wolltest du jetzt mal so richtig den besserwisserischen Kotzbrocken rauslassen? Ist dir durchaus gelungen.

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  • Avatar von heterocephalus g-laber
    • heterocephalus g-laber

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    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von pk.

    Marx war kein Idiot. Das war Platon aber auch nicht. Trotzdem hat es in 2500 Jahren meines Wissens keine, abgesehen von dem erbärmlichen Selbstversuch in Sizilien, Anstrengungen gegeben den platonischen Staat in der Realität umzusetzen. Bei Marx hingegen findet jeder Dummkopf seinen Stein des Weisen für eine ideale Gesellschaftsordnung und noch dazu Argumente um noch hohlere Nüsse davon zu überzeugen. Meines Dafürhalten ist der Marxismus so etwas wie der siamesische Zwilling des Kapitalismus. Wie in etwa der Teufelsglaube der des christlichen Monotheismus ist. Wenn der Kapitalismus verschwindet, wird auch der Marxismus verschwinden. Die ganze sogenannte Kritik von Marx am Kapitalismus ist eigentlich seine Bestätigung, nur mit umgekehrten Vorzeichen.

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  • Avatar von chefkoch01
    • chefkoch01

    mehr als 1000 Beiträge seit 23.09.2013

    Antwort auf Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von pk.

    Marx kritisiert Hegel konstruktiv zB in Form der elften These ad Feuerbach; überwindet ihn tatsächlich nicht, sondern begreift die Ware als Zirkellauf, indem er sie anfangs voraussetzt, um sie im weiteren als Setzung dialektisch aufzuklären.

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  • Avatar von Tsu Tang
    • Tsu Tang

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.04.2006

    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von logiko.

    Hi,

    war meinerseits nicht so ganz ernst gewesen, stimmt. Aber ohne Marx keine kommunistische Partei, ohne Kommunisten keine Oktoberrevolution und Spartakisten-Aufstand und ohne die Angst der Bürger vor dem roten Terror kein Erfolg der Nazis.

    Bye

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  • Avatar von Tsu Tang
    • Tsu Tang

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.04.2006

    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von heterocephalus g-laber.

    Hi,

    "Trotzdem hat es in 2500 Jahren meines Wissens keine, abgesehen von dem erbärmlichen Selbstversuch in Sizilien, Anstrengungen gegeben den platonischen Staat in der Realität umzusetzen."

    Seine Idee war die Blaupause für jede moderne Tyrannei in den gazen linken Einparteienstaaten.

    Bye

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  • Avatar von Wakan
    • Wakan

    495 Beiträge seit 03.04.2006

    Wenn dem so ist, sind die bürgerlichen Kriterien

    Antwort auf Re: Mit Bologna-System wär aus Marx vielleicht nie was geworden... von heterocephalus g-laber.

    Wenn dem so ist, dann taugen die bürgerlichen Kriterien, wohl nicht allzuviel. Schließlich hat die Geschichte bewiesen, dass Marx der einflussreichste Denker des 19Jh. ist.

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