Ansicht umschalten
Avatar von Michael Müller

mehr als 1000 Beiträge seit 06.01.2000

"Ehre" ist positiv konnotiert

Das Problem ist mE, dass der Begriff "Ehre" immer noch allgemein positiv konnotiert ist, ja sogar ausdrücklich Verfassungsrang hat und ausdrücklich über der Meinungsfreiheit steht (Art. 5 (2) GG). Etliche GG-Kommentatoren gehen sogar so weit, "Ehre" (für die es im Übrigen keine Legaldefinition gibt) als Teil der Menschenwürde (Art. 1 GG) zu sehen. Damit könnte man das Präfix "Ehren-" in der Tat als Apologie interpretieren.

Wobei: Sprachdebatten sind eh selten fruchtbar und der Sache dienlich. Der relevante Wortteil ist "Mord". Punkt. Der Begriff "Ehre" hingegen wirkt schon sehr aus der Zeit gefallen. Ich assoziiere dabei immer einige Herren, die sich auf einer morgentaunassen Wiese zum Duell treffen.

Bewerten
- +
  • Avatar von Exoteriker
    • Exoteriker

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.08.2011

    Antwort auf "Ehre" ist positiv konnotiert von Michael Müller.

    Michael Müller schrieb am 11.08.2021 17:40:

    Ich assoziiere dabei immer einige Herren, die sich auf einer morgentaunassen Wiese zum Duell treffen.

    Das ist die westlich-ungläubige und damit abzulehnende Art der Ehre.

    Die richtige Familienehre ist das hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Namus

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten