teutolith schrieb am 19.04.2021 08:02:
Du sagst es! "Moralischer Rigorismus" würde vor einem Jahr sofort komplett zugemacht haben, bis die Fälle auf Null gesunken sind, da man ja auch nicht einen einzigen vermeidbaren Toten zulassen darf. Die Politik sieht aktuell einer Zahl von monatlichen Toten zu, die beim Höchststand der ersten Welle liegt - fast 6.000 pro Monat, Tendenz steigend. Und sie weigert sich seit einem Jahr, bei den Arbeitsplätzen und beim Berufsverkehr konsequent durchzugreifen, und will stattdessen die Menschen daran hindern, in ihrer Freizeit an die frische Luft zu gehen. Was soll daran denn übertrieben moralisierend sein? Das ist nichts anderes als das, was die Regierung schon immer tut, nach der Pfeife der "Arbeitgeber" tanzen. Da werden ganz "pragmatisch" Gewinninteressen gegen Menschenleben abgewogen.
Seit über einem Jahr ist allgemein anerkannt, daß der Hauptübertragungsweg Aerosole in geschlossenen Räumen sind. Außengastronomie ist zwar nicht ganz risikolos, das typische Inoculat dürfte erheblich geringer sein als in geschlossenen Räumen.
Da dreht die Staatsgewalt frei in symbolisches Handeln. Weil, ans Kapital traun die sich nicht ran, bzw nur an Kleinkapitalisten wie Wirte oder Veranstalter.
Allmählich fragt ma sich ob ein totaler Lockdown wie #ZeroCovid inzwischen nicht billiger gekommen wäre und wie lang das noch gehen soll.
Daimler zahlt Dividende.
Gut, die Politik erhöht den Druck aufs Kapital: Neuerdings sollen 2 Teste pro Woche Vorschrift sein. Nach über 1 Jahr Pandemie!