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  • Tobias Kern

mehr als 1000 Beiträge seit 04.07.2015

Re: Diese Scheibe entstand 2000 Jahre nach der ältesten konkreten Himmelsdarstel

Sachsen und Sachsen-Anhalt sind nicht das Selbe
Hier ist eine Karte von Deutschland.
http://www.hoeckmann.de/sights/deutschland-sights/index.htm
In der Mitte ist Sachsen-Anhalt (Pink) Südöstlich davon (bräunlich) ist Sachsen Südwestlich (gelb) ist Thüringen. Westlich (noch ein komischer Gelbton) ist Niedersachsen und Östlich (Grün) ist Brandenburg.

Formell sind das rechtlich selbstständige Bundesländer. Und wenn so ein Bundesland wie Sachsen beschließt den Naturerbestatus der wirtschaftlichen Entwicklung zu opfern kann man nichts dagegen machen (außer als Sachse das nächste mal anders wählen). Andere Bundesländer setzen andere Prioritäten.

Die Altersbestimmung erfolgte auch über Bodenproben der Himmelsscheibe die mit dem am Fundort, der ja wie oben schon beschrieben durch das Landeskriminalamt gesichert wurde, verglichen wurden. Sie waren identisch.

Man stellte am Mittelberg, dem Fundort, eine mehr als 100 fache Kupfer- und Goldkonzentration fest. (Angaben nach Meller/Michel Himmelsscheibe von Nebra) Die Schrammen die die Himmelsscheibe hat wurden im Gerichtssaal an einer hergestellten Kopie des Landesamtes nachvollzogen es ergab das gleiche Spurenmuster.

Zu DDR-Zeiten existierte natürlich auch schon das Museum für Vorgeschichte in Halle, war natürlich nicht so berühmt aber Funde wurden auch schon damals gemacht

1987 wurde bei Feldarbeiten am Rande des kleinen Ortes Langeneichstädt im Süden Sachsen-Anhalts ein Steinkammergrab aus dem Mittelneolithikum entdeckt. In der Grabkammer war eine Menhirstatue verbaut. Sie ist als Dolmengöttin von Langeneichstädt bekannt.
https://www.himmelswege.de/index.php?id=langeneichstaedt
z.B. auch Bilzingsleben 1972 gehört zur DDR-Zeit.

Es gab in Vorgriechische Kulturen wie die Pelasger. Man geht seit einigen Jahren davon aus das was wir für griechisch halten eigentlich pelasgisch ist das gilt für die meisten Bauwerke, die gegründeten Stadte einschließlich Athen und sogar für die griechischen Götter. Die Pelasger lebten in Griechenland vor den Griechen und sie erreichten Griechenland auf dem Seeweg von Indien aus. Die Griechen kamen später aus Richtung Anatolien und die Pelasger brachten ihnen die berühmte griechische Kultur bei. Das Verhältnis Pelasger-Griechen ist ähnlich Etrusker-Römer. Auch die Etrusker haben die Römer und ihre Kultur geprägt und sind später ausgestorben. Die Griechen haben gezielt versucht die Erinnerung an das pelasgische zu verdrängen.

Leider ruft das inzwischen einige Typen auf dem Plan die die Pelasger vor den Atlantiskarren spannen wollen. Aber außer einer Sammlung aus dem Zusammenhang gerissener antiker Zitate und eben Behauptungen wie die das König Pelasgos vor 17.500 Jahren gelebt haben sollen ist dem nicht viel zu entnehmen (Peter Nowak Sie besiegten Atlantis - Die Pelasger in Antiken Quellen (Amazon Book on Demand 23,50 €) Nein mit dem Peter Nowak von hier hat das nichts zu tun!

In China hat man im Uighuren-Gebiet blonde Mumien gefunden. Die Gräber folgen genau dem Verlauf der Seidenstraße die damit um einiges älter ist als offiziell angegeben.
Harald Haarmann nimmt an das die Seidenstraße eigentlich eher eine West-Ost als eine Ost-West-Verbindung war.
(Harald Haarmann Vergessene Kulturen der Weltgeschichte 25 verlorene Pfade der Menschheit ISBN: 978-3-406-73410-6)

Die Verbindung nach England kommt daher das Westeuropa zu der Zeit von der sogenannten Glockenbecherkultur beherrscht wurde. Das ist die Form der Gefäße die sehen Glocken ähnlich, die hießen nicht wirklich so. Das Gegenstück waren die Trichterbecher die in Polen und Brandenburg verwendet worden sind. Nebra war allerdings eine Gemeinschaftskultur die von beiden Seiten 400 Jahre lang gebildet worden ist. Daher auch die Beziehungen nach England. Außerdem verlaufen alte Handelsstraßen wie die Via Imperij und Via Regia durch Sachsen-Anhalt. Die wurden zwar erst von den Römern also viel später eingerichtet dürften aber damals schon existiert haben um z.B. Bernstein nach Süden zu bringen. Den damals existierenden Pharaonen waren sie immerhin genauso viel wert wie uns heute Diamanten. Der Gegenwert könnte in der Vermittlung des Wissens zur Herstellung der Scheibe bestanden haben ...

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