Antwort auf Re: Es ist keine Verharmlosung, wenn man Zahlen auf den Tisch legt. von c.renée.
c.renée schrieb am 15.07.2021 01:46:
Hätte man damals auch wie irre nach Infizierten gesucht, alle asymptomatischen mitgezählt und - statt die Grippetoten durch die Sterberate zu ermitteln - alle irgendwann "positiv getesteten" Verstorbenen mit eingerechnet, dann wäre wahrscheinlich die Zahl der Grippetoten viel höher.
Ich habe dazu mal eine kleine Rechnung gemacht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grippesaison_2017/2018
Geschätzte 9 Millionen Arztbesuche (RKI). Das sind mehr als 10% der Bevölkerung und diese waren alle so krank, dass sie einen Arzt aufgesucht haben. Wenn man davon ausgeht, dass sich auch unter den Toten mindestens 10% Grippeinfizierte befinden (es gilt mindestens Gleichverteilung, wenn nicht sogar eine Häufung), dann sterben 10% an und mit Grippe - zumindest in dem Zeitraum, in dem die Grippe wütet (ca. 90 Tage pro Saison).
Hätte man also 2017/2018 denselben Aufwand mit Grippe betrieben, wären etwa 90/365*900.000(Gesamttote)*10/100% = 22.000 (an und mit) Grippetote herausgekommen, ohne dass es dafür auch nur einen einzigen Fall von Übersterblichkeit bedürfte. Die Übersterblichkeit der echten Grippetote kommt dann noch oben drauf (+25.000).
Wenn man dann noch berücksichtigt, dass diese 22.000 symptomatisch waren (statistisch betrachtet, da sie aus der Gruppe der Arztbesucher rekrutiert wurde) und was alles als Corona-Toter zählt (=mit positivem PCR-Test, Symptome irrelevant), dann wird das Ausmaß der Verarsche immer größer.