dass nämlich die Kohlendioxidemissionen rund um die Batterie einfach nicht berücksichtigt werden, um die E-Autos gut dastehen zu lassen.
Wie hätte es auch anders sein sollen? "Die Industrie" ändert ja nichts, wenn sie dabei die Leute nicht noch mehr verarschen kann als vorher schon.
Vielen Dank für die Bestätigung meines Verdachts,
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Antwort auf Vielen Dank für die Bestätigung meines Verdachts, von Aanaakondaa.
Wie kommst du denn da drauf?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (03.04.2021 14:18).
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Antwort auf Vielen Dank für die Bestätigung meines Verdachts, von Aanaakondaa.
Wie kommst Du auf diesen schmalen Grat?
Die Kohlendioxidemission für die Herstellung des Akkus unseres Elektroautos betrug 2015 4,5 Tonnen, inkl. der Fracht von Südkorea hierher.
Anschließend verbrauchte der Renault Zoe im Alltag über 127.000 Kilometer bzw. 4 Jahre gemittelt 13,4 kWh Strom auf 100 Kilometer, gemessen ab Stromzähler.
Davor fuhren wir einen Seat Mii ecofuel, das ist ein VW up! mit Erdgasmotor. Der verbrauchte über 90.000 Kilometer und drei Jahre gemittelt 5kg Erdgas auf 100 Kilometer, das entspricht rund 140g Kohlendioxid je Kilometer.Wenn ich 5kg Erdgas im Kraftwerk verfeuere, erhalte ich an die Steckdose geliefert (also inkl. Durchleitungs- und Umspannungsverlusten) rund 40kWh Strom. Einfach, weil ein GuD-Kraftwerk eine Effizienz von rund 56% von Gasleitung bis Steckdose hat.
Das heißt, in den vier Jahren bzw. 127.000 Kilometern unserer Nutzung sparten wir mit dem Elektroauto rund 11 Tonnen Kohlendioxid gegenüber dem davor gefahrenen schon sehr sparsamen Kleinstwagen ein.
Die 4,5 Tonnen amortisierten sich also sehr schnell, noch ganz ohne irgendwelche angerechneten erneuerbaren Energien.Natürlich käme ich nie auf die Idee zu phantasieren, ein Elektroauto wäre „umweltfreundlich“. Aber das behauptet auch sonst niemand, höchstens behauptet der Autor hier (ohne dies mit Quellen zu belegen!), andere würden solches behaupten.
Vielmehr geht es beim Elektroauto immer um genau zwei Punkte:
1. Es verursacht insgesamt über seine Nutzungsdauer hin weniger Emissionen als vergleichbare Verbrenner
2. Es vermeidet lokal Emissionen des Antriebsstranges. Deshalb schreiben der Gesetzgeber sowie die Hersteller immer von „lokal emissionsfreien“ Fahrzeugen, wobei dieser Begriff exakt definiert wurde als „der Antriebsstrang stößt lokal keine Abgase und keine Partikel aus“, wohingegen Geräusch- und Wärmeemissionen sowie Abrieb von Reifen und Bremsen weiterhin abgegeben werden.Wenn überhaupt, dann könnte der Begriff „lokal emissionsfrei“ als mißverständlich angegriffen werden.
Insofern verstehe ich auch den ursprünglichen Artikel sowie diese erneute Replik des Autors überhaupt nicht. Nirgends wird behauptet, Elektroautos würden die Welt, das Klima, die Sozialsysteme retten und uns alle ins Paradies bringen. Im Gegenteil, überall wird bestenfalls darauf hingewiesen, daß die Belastungen für die Umwelt beim batterieelektrischen Auto über die Gesamtlebensdauer hin geringer sind als bei vergleichbaren Verbrennern. Volvo rechnet das sehr schön vor für den Polestar 2, den sie vergleichen mit einem Volvo XC40.
> https://www.polestar.com/dato-assets/11286/1600176185-20200915polestarlcafinala.pdf
Wo findest Du derart detaillierte Daten zu Verbrennerfahrzeugen, und zur Benzingewinnung?
Wo genau verschweigt die Industrie also genau was?Die Behauptung, diese Emissionen würden verschwiegen oder schöngerechnet, ist also ausgesprochen an den Haaren herbeigezogen. Bevor wir unseren Renault kauften fragte ich natürlich bei Renault genau diese Daten an und erhielt eine detaillierte Analyse, bei der sogar die einzelnen Transportaufwendungen für Rohstoffe und Halbfertigteile (z. B. eben Akkuzellen aus Südkorea nach Frankreich, verursachen rund eine halbe Tonne Kohlendioxidemission auf der Schiffsreise) aufgeschlüsselt waren. Da wird doch nichts verschwiegen.
Insofern würde ich mir sehr wünschen, daß Du Deine Äußerung genauer erklärst.
Gruß
Gottwalt