robinx99 schrieb am 05.04.2021 07:54:
Stimmt das Problem mit dem Transport ist vorhanden, wobei das natürlich auch andere Autos betrifft https://www.mobiflip.de/shortnews/tesla-model-3-export-modelle-china-europa/
Die kommen ja entweder aus China oder aus den USA, dort durch den Panamakanal dann nach Rotterdam. Das ist auch nicht ohne. Aber auch sonst ist der Transport nicht egal, auch nicht beim Transport mit Autotransporter. Auch da sind z. B. rund 5l Diesel auf 100 Kilometer jedem einzelnen Fahrzeug zuzurechnen.
Letztendlich aber natürlich auch eine Frage beim Auto was wo genau gefertigt wird und wo die Rohstoffe herkommen.
Natürlich.
Und ja die anderen Punkte sind nicht ohne, aber grundsätzlich ist die Chance das ein E-Auto aufwendiger gefertigt wird für Gewichtsersparnis nicht so gering.
Da die Kraftstoffersparnis durch Gewichtsreduzierung beim Elektroauto unwesentlich ist, ist Leichtbau da entbehrlicher. Auch kann der ganze Teil der Dämmung gegenüber Antriebsstrang und Auspuffanlage entfallen, und der Akku kann Teil der tragenden und aussteifenden Konstruktion sein.
Wobei sind die meisten Wagen nicht eher Kleinwagen bis Mittelklasse? Wenn ich auf so etwas schaue https://de.statista.com/statistik/daten/studie/316701/umfrage/pkw-neuzulassungen-in-deutschland-segmente/ dann macht Kleinwagen, Mittelklasse und Kompaktklasse zusammen den Löwenanteil aus
Hier kann ich keine Statista-Daten lesen, nach meiner Erinnerung stimmt das, was Du schreibst, wobei oberhalb der Kleinst- und Kleinwagen die Bauform SUV überwiegt. So zählt z. B. der Kona als Schwestermodell Deines Fahrzeugs in der Statistik bei den Kompaktfahrzeugen.
Aber ja sich auf einen Punkt festzubeißen ist sicherlich schwierig. Dummerweise findet man keine konkreten Zahlen wie viel CO2 so ein Auto im Leben ausstößt der alles umfasst, also Fertigung, CO2 für gefahrene Kilometer, Inkl. CO2 welches anteilig für die Infrastruktur (Raffenerien, Kraftwerke, Stromleitungen, Aufbau / Wartung von Ladesäulen / Tankstellen etc.), Verschrottung des Fahrzeuges entsteht
Na ja, man kann sich das für sein konkretes Fahrzeug ja zusammensuchen. Pauschalieren läßt sich das sowieso nicht. Man sieht das sehr gut an unserer Zoe und unserem Mii:
In unserer Nutzung (reiner Stadtverkehr, etwa 10 Kurzstrecken täglich, rund 30.000 Kilometer im Jahr) verbrauchte der Mii 5kg Erdgas auf 100 Kilometer, die Zoe 13,4kWh Strom auf 100 Kilometer.
Ein Nachbar übernahm den Mii, als wir ihn aufgaben. Er pendelte täglich zwischen Rendsburg und Hamburg. Bei ihm, bei Konstantfahrt auf der Autobahn, verbrauchte der Mii 3,2kg Erdgas auf 100 Kilometer, die Zoe jedoch, die er auch testete, verbrauchte 20kWh. Er kam mit einer Ladung also völlig leer am Ziel an, mit Glück.
Nun sind diese zwei Nutzungsprofile besonders extrem, die meisten werden irgendwo dazwischenliegen. Aber es zeigt ja: Es ist ein sehr großer Unterschied, ob jemand täglich 40km hauptsächlich auf der Landstraße mit ein paar Ortsdurchfahrten und am Schluß einem kurzen Stück durch die Stadt zur Arbeit pendelt und seinen Urlaub weitestgehend zuhause verbringt, nur gelegentlich mal etwas weiter fährt und so etwa 15.000 Kilometer im Jahr zusammenkommen, oder ob jemand täglich 13 Kilometer fast ausschließlich durch die Innenstadt zur Arbeit pendelt und zweimal im Jahr wirklich weit in den Urlaub fährt und damit ebenfalls auf jährlich 15.000 Kilometer kommt. Im einen Fall wäre ein BEV mit kleinem Akku ziemlich perfekt, im anderen aktuell ein kleiner Plugin-Hybrid.
Gruß
Gottwalt