Antwort auf Re: geographische und kulturelle Nähe? von kleinrudi.
kleinrudi
07.04.2022 09:51
Nein sonder die Methode des Whataboutism ist die Methoden von Tätern, mit dem Verweis auf andere Missstände die eigenen Fehler zu relativieren.
Dasjenige, dem du Whataboutism vorgeworfen hast, ist aber kein Täter, sondern hat auf die Bigotterie der moralischen Bewertung hingewiesen, agressive Akte, je nach ausführender Partei, in gut und Böse zu unterteilen.
Im Grunde ist das verkappter Rassismus, wenn den Opfern die Gleichwertigkeit abgesprochen wird.
Das erinnert doch frappierend an vergangene Zeiten, wo man die Menschheit in höherwertige Arier und Untermenschen unterteilte.
Zu den Verbrechen der eigenen Gesellschaft zu schweigen, aber gleiches Handeln der Gegenseite ( und die Russen bomnardieren eben nicht bewußt zivile Ziele ) moralisierend zu verteufeln, ist der Gipfel der Heuchelei und Unmoral.
Es geht in diesem Krieg um geostrategische Interessen und die USA haben mit der NATO-Ausdehnung seit langem das tödliche Spiel eröffnet.
Es bei einem neutralen Korridor zu belassen, hätte diese Konfrontation vermieden und wäre den berechtigten Sicherheitsinteressen Russlands entgegen gekommen.
Auch die EU, die mit ihrem einseitigen Assotiationsabkommen Janukovitsch die Pistole auf die Brust setzte, hat großen Anteil an der Eskalation.
Traurig ist, dass sich auf ukrainischer Seite korrupte Figuren fanden, die sich den westlichen Interessen zu Lasten ihrer Bevölkerung andienten, aber das kennen wir ja auch bestens von unseren Transatlantikern, die gerade unsere Wirtschaft ruinieren, während die guten Freunde aus Übersee nicht im Traum daran denken, sich an die von ihnen aufoktroierten Sanktionen zu halten.
Die Russen sind zwar "böse", aber ihr Öl und ihr Dünger völlig unpolitisch.
Die lachen sich über die Hörigkeit und Dummheit der Europäer schlapp in den Staaten.