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Avatar von artdir
  • artdir

255 Beiträge seit 11.02.2022

Komisch, der Drang zur "krasseren Schlagzeile" scheint...

...immer nur bei vorgegebenen Themen eine Rolle zu spielen. Andere Themen, die viel krassere Schlagzeilen ermöglichen würden, kommen hingegen nicht oder nur zaghaft zu Sprache. Woran mag das wohl liegen, Herr Haller?

Oder anders gefragt:

Die sogenannten Mainstreammedien hängen ihre Fahnen nach dem Wind.

Wer macht den Wind?

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.11.2014

    Wer macht den Wind?

    Antwort auf Komisch, der Drang zur "krasseren Schlagzeile" scheint... von artdir.

    Der der den besten Draht zu Nachrichtenagenturen hat oder die meisten Twitter-Follower.

    Die Recherche der meisten Online-Redaktionen besteht aus Zitaten und Verlinkung auf Andere. So entstehen Schlagzeilen und Blasen, aus denen viele gedanklich nicht mehr raus kommen.

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  • Avatar von Xira Arien
    • Xira Arien

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.07.2017

    Antwort auf Wer macht den Wind? von .

    Die Nachrichtenagenturen sind teilweise selbst nicht so unabhängig (und schon gar nicht neutral) wie sie sich gerne geben.
    Kürzlich gab es einen Morgenkommentar von einem Reuters-Redakteur im Deutschlandfunk zum Ukraine-Krieg, den ich reichlich daneben fand.

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    • artdir

    255 Beiträge seit 11.02.2022

    Journalisten in Filterblasen?

    Antwort auf Wer macht den Wind? von .

    Ich meine ein gelernter Journalist sollte in der Lage sein, auch gegensätzliche Behauptungen wahrzunehmen und dazu zu recherchieren, sonst ist er keiner.

    Du sagst damit ja nichts anderes, als: die können ihren Beruf nicht und folgen nur oberflächlichsten Trends, die z.B. von irgendwelchen angeblichen Twitter-Größen gesetzt werden.

    Das mag zum Teil schon stimmen, aber brüsten sich nicht gerade die luxeriös ausgestatteten ÖR damit, besonders seriös zu sein? Warum läuft das bei denen dann (bei manchen Themen) ganz genauso?

    Was ich im ganzen Artikel vermisse ist doch das, worauf Journalisten heutzutage auch noch besonders stolz sind: "Haltung" (das Wort kommt nur einmal im Artikel vor und das auch noch in einem anderen Sinnzusammenhang)! Und das Verteidigen bestimmter "Narrative" (das Wort kommt gar nicht vor).

    Die kommen nicht zufällig nicht aus ihren Filterblasen heraus, sondern sie wollen (oder dürfen?) gar nicht rausgucken.

    Und diejenigen die es trotzdem tun, werden "gecancelt", die alternativen Medien sind voll von geschassten Journalisten. Und diese fatale gesinnungsethische Dynamik kommt im Artikel so gar nicht vor, da sind die Journalisten nur arme Getriebene, Opfer der Umstände und technischen Entwicklung. NEIN! Sind sie nicht!

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (06.04.2022 10:42).

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    • artdir

    255 Beiträge seit 11.02.2022

    Operation Mockingbird lässt grüßen

    Antwort auf Re: Wer macht den Wind? von Xira Arien.

    Auch Carl Bernstein und sein "Die CIA und die Medien" gingen schon in die Richtung, das war in den 1970igern, seitdem dürfte der Einfluß erheblich ausgeweitet worden sein. Das CFR hat seine Finger doch überall mit drin, von den zahlreichen verschwiegenen elitären Kungelrunden, aus denen heraus die Chefredaktionsposten besetzt werden usw., gar nicht zu reden. Im Nachkriegsdeutschland half das cia sogar bei der Gründung von Medienunternehmen und schrieb im Gegenzug entsprechende Klauseln in die Verträge, etwa bei Springer.

    Die brachiale Einseitigkeit ist kein Zufall und auch keine Folge technischer Entwicklung, denn man konnte sie auch in der Prä-Twitter-Ära beobachten, insbesondere bei geostrategischen Großereignissen...

    Dass diese Zusammenhänge vom Medienwissenschaftler Haller mit keinem Wort erwähnt werden, zeigt nur, dass auch "die Wissenschaft" in der Hinsicht sauber besetzt und eingereiht wurde.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (06.04.2022 10:59).

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