Besteht der Zusammenhang tatsächlich so autark, wie recht subjektivistisch beschrieben? Wachstum und Generationen sind m. E. zu eingeengt definiert, vor allem Wachstum wird ökonomisch bestimmt, abhängig von der Produktionsweise. Es wäre Aufgabe der Soziologie, die Einfindung von Generationen in sich verändernde Produktionsverhältnisse zu untersuchen und daraus das Verhältnis der Generationen zueinander zu bestimmen. Ohne diesen Ansatz steht die Theorie in der Luft.
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Antwort auf Kausalität von OberstMeyer.
Dann definiere doch mal den Begriff "Generation" für eine ganze Gesellschaft, nicht nur für eine Familie- wo fängt eine an, wo hört sie auf, wo beginnt die nächste?
Sind Kinder alle die, die noch nicht selbständig für sich sorgen können- ist also der 19jährige Facharbeiter kein Kind mehr, der 29jährige Student aber schon?Ich halte das Gerede von Generationen, wenn man es auf eine ganze Gesellschaft bezieht und nicht nur auf die jeweilige Familie, für ausgemachten Blödsinn. Wir haben ganz andere Konflikte als die Generationen oder die Geschlechter in dieser Gesellschaft, aber irgendwie fallen doch wieder alle auf "divide et impera" herein.
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Antwort auf Re: Kausalität von Jian.
Tatsächlich, der Begriff ist schwammig und kaum begrenzt zu erfassen. Er dient ohne Zweifel zur Ablenkung von wichtigen Zusammenhängen sozial-ökonomischer Art. Wenn diese nicht als Ansatz zur Analyse von Verhältnissen zwischen den Altersgruppen genommen werden. Dann ist das vor allem für Strategie und Taktik auch zu beachten. Und von irgendwas müssen ja Soziologen doch leben.