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Re: Wer heutzutage hierzulande noch Leitungswasser trinkt

WiO2.0 schrieb am 29.11.2024 17:53:

Wer heutzutage hierzulande noch Leitungswasser trinkt
der ist selbst schuld.

tipp: man kann das leitungswasser untersuchen lassen, kostet wirklich nicht viel.

bitte verzeiht mir, dass ich das nicht schon längst thematisiert habe, aber jetzt ist der richtige zeitpunkt gekommen!

Alles gut, aber ich kann Dir nicht verallgemeinernd zustimmen. Gut, in irgendeinem Altbau mit Leitungen fragwürdiger Konstruktion und Qualität, mitten in einer Stadt mit sowieso schlechter Wasserqualität würde ich das Wasser aus der Leitung unbehandelt nicht mal zum Duschen verwenden.

Aber ich lebe dort, wo das Leitungswasser die Qualitätsanforderungen für die Herstellung von Babynahrung erfüllt und habe daher keinen Grund, auf den Genuss von Wasser aus der Leitung zu verzichten. Natürlich nehme ich morgens nicht gleich den ersten Tropfen aus dem Wasserhahn, aber nach einem Toilettengang hat der Hausanschluss bereits so viel Frischwasser, dass es ausreicht, in der Küche den Wasserkocher oder die French Press durchzuspülen bis das Frischwasser auch in der Küche ist. Damit habe ich null Umstände und lebe gesund.

Wollte ich Frischwasser einkaufen, müßte ich zunächst einen Laden finden, dessen Wasser auch tatsächlich frisch ist und nicht älter als die drei Tage, die es vom Brunnen bis zum Regal braucht. Tagesfrisch bekomme ich nur aus dem Rohr. Egal, ich müßte es auch transportieren. Müßte ich meine Gewohnheit aufgeben, den Einkauf auf der Hunderunde mit zu erledigen. Ich bräuchte dann ein Fahrzeug, das mir die Flaschen transportiert und ich will eigentlich ohne so eins auskommen.

[edit] habt bitte noch etwas geduld, bei passender gelegenheit werde ich noch diverse andere existenzielle megathemen tangieren. zum beispiel die globale luftverschmutzung und die systematische bodenverseuchung...

Das würde mich freuen, ich hätte sicherlich etwas zu erzählen, was vielleicht nicht mehr so im Fokus der Wahrnehmung ist.

Was die Verschmutzung betrifft, würde ich Dich bitten, dir zunächst das Fernsehspiel "Smog" von Wolfgang Menge anzusehen um ein wenig das Gefühl für die Verhältnisse zu bekommen. Vielleicht findest Du ja auch irgendwo eine Statistik über den Verlauf der Wasserqualität des Rhein über die vergangenen fünfzig, hundert Jahre.

Nicht, dass es dich enttäuscht, wenn einer der Boomer dir sagt, das sei Jammern auf allerhöchstem Niveau. Es gibt weiß Gott andere Themen als Lufverschmutzung in einer Menge, dass bereits die Kerze unter der Teekanne für eine Verzehnfachung der Werte sorgt.

Sag bescheid, wenns losgeht.

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