Unter der Regie des grünen Wirtschafts- und Verkehrsministers, Al-Wazir, erlebte Hessen im letzten Jahr eine drastische Aufstockung des Etats für den Strassenbau gegenüber 2019 um fast 40 % auf 870 Mio. Euro. Zur hessischen Strassenbauorgie in gehören 20 Autobahn-Projekte mit mehr als 5 Mio. Euro Auftragsvolumen bzw. Strassenbauprojekte mit mehr als 3 Mio.
Einen Klimacheck zumindest für die grösseren Strassenbauprojekte nach österreichischem Vorbild lehnt Minister Al-Wazir ab. Dabei gilt gerade der Neubau der A 44 zwischen Kassel und Eisenach mit 13 Strassentunneln und gigantischen Brückenbauwerken als ökologisches und ca. 3 Mrd. Kosten für 70 km als ökonomisches Irrsinns-Projekt.
Und es gibt bei dieser Autobahn einen begründeten Korruptionsverdacht. Der massgeblich für die extrem kostenaufwendige Trassierung verantwortliche Ministerialdirigent im hessischen Verkehrsministerium, ein Rolf Lange, wurde nach Pensionierung Vorsitzender des Strassenbaulobby-Vereins GSV, dem u. a. mit Strabag und Heidelberger Zement Firmen angehören, die vom Bau der Autobahn profitieren.