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  • exkoelner

mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

Demokratie ist ne Menge Gequatsche, aus einem Grund: Bürgerkrieg zu verhindern

Jeder weiß, das egal welche, aber jede Gesellschaft aus Menschen und Menschengruppen, die nicht identische Lebensziele, Ausgangsvoraussetzungen, persönliche Möglichkeiten und Fähigkeiten, und Unvermögen für vieles bestehen.

Um diese komplexen, sich teilweise diametral widersprechenden Interessen auszutarieren, müssen viele, viele Kompromisse gefunden werden, manchmal ist nur Minimal-Konsens möglich, manchmal kann man durch viel Gequatsche und kreativen Ideen, sogar aus anfänglichen Gegensätzen sogar Win-Win-Situationen gestalten.

Wollen wir, trotz der Nervigkeit dieses Gequatsche, darauf verzichten? Wenn ja, ist die Alternative ein "allwissendes Durchregieren" von oben - nur gibt es keine allwissenden Menschen, und Gesellschaft ist ein stetes, sich entwickelndes Gebilde, das viele Veränderungen produziert, auf die mit möglichst hohem Konsens reagiert werden muss - sonst produziert man Dauerfrustration vieler Interessengruppen, die sich ungehört und damit unberücksichtigt fühlen werden. Und das kann bei besonders starker Ignoranz der Regierung, Zustände entstehen lassen, die sich in gewalttätigen Bürgerkriegen entladen. Und dann verlieren alle ihre friedliche Existenz, und viele noch mehr.

Und im Prinzip ist internationale Diplomatie genau dasselbe. Wer Diplomatie für verzichtbar hält, hat auch ein fragwürdiges Verhältnis zur Demokratie.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (09.06.2022 09:14).

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