Ich werde jetzt mal nur punkzuell auf einiges eingehen:
was das mit den "deflektoren" betrifft: je schneller sich ein objekt im weltraum bewegt, desto gefährlicher die geschwindigkeit, mit der sich zwei solcher objekte aus versehen mal begegnen. siehe e=mc² und so.
du brauchst dir einfach nur mal ein interstellares raumschiff vorstellen, welches sich zum beispiel mit 10% lichtgeschwindigkeit bewegt. wenn so ein schiff dann mit einem anderen objekt kollidiert (beispielsweise ein staubkorn), dann willst du ohne deflektoren ganz sicher nicht an bord sein.
Einfachste Lösung wäre ein ,,Whipple shield" wie bei der ISS, nur mit mehr Schichten und größeren Abstand. Siehe dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Whipple-Schild
Etwas ähnliches hat man in dieser vierteiligen Dokureihe angesprochen, im zweiten teil:
https://www.youtube.com/watch?v=p5lwAmUUjxI
Ab etwa 37 Minuten wird das Problem und die Problemlösung beschrieben.
Zusätzlich halte ich es auch für möglich, selbst abdichtende Stoffe zu verwenden, welche durch eine chemische Reaktion ihr Volumen vergrößern und damit ein Loch gleich abdichten. So wie hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstdichtender_Treibstofftank
Auch wird für das Militär bereits eine Magnetfluide Panzerung erforscht, also so etwas:
https://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_Armor
Des weiteren könnte ich mir für spätere Raumfahrzeuge eine Art Strahlenden Schutzschild vorstellen, bei dem in Flugrichtung Mikrowellenstrahlung emittiert und damit kleinkörper massiv erhitzt und schließlich zerstört würden, je näher das Raumfahrzeug den Kleinkörper kommt.
Zumal diese erhitzten Körper im Wärmebild auffallen würden und andere Maßnahmen ergriffen werden könnten.
ein raumschiff mit künstlicher schwerkraft muss also logischerweise ebenfalls so einen rotierenden ring haben, um etwas schwerkraft zu etablieren. naja, das ist offenbar schwieriger als man denkt, denn ansonsten würde es längst schon so praktiziert werden.
Man hatte bisher auch nicht den Bedarf für ein Raumfahrzeug, welches entsprechend lange unterwegs wäre um damit ein solches System zu rechtfertigen.
Warum man dies bei Raumstationen nicht getestet hat, weiß der Geier - vielleicht sah man Probleme bei der Ausrichtung der Solarpanele einerseits und für Andockmanöver andererseits, wenn so eine Raumstation rotiert.
was das terraforming betrifft: betrachte doch bitte einfach mal die zusammensetzung der irdischen atmosphäre mit der vom mars und vergleiche die chemische zusammensetzung beider atmosphären. was fällt dir dann spontan auf?
sobald man signifikante wasservorkommen auf dem mars entdeckt und nutzen kann, dann ist sauerstoff nun wirklich kein problem mehr. das hauptproblem des mars ist jedoch der fehlende stickstoff.
Das mit dem Stickstoff musst du erst mal erklären, warum man den bräuchte.
naja, auch das fehlende magnetfeld ist echt heftig, denn eine veränderung der mars-atmosphäre hängt existenziell davon ab. ich habe keine ahnung, wie man den marskern wieder zum rotieren bringen kann, vermutlich müsste man dafür (irgendwie) einen mond im marsorbit bauen, der die rotation des marskerns wieder in schwung bringt.
Nein, man muss das innere des Mars ,,durchkneten" um in soweit zu erhitzen, das der wieder flüssig wird.
Das wäre was für das über- über- (etc.) nächste Level der Raumfahrt, nämlich den Mars Richtung Jupiter ,,schleudern", gegen einen der inneren Monde eintauschen und so von Jupiter den Marskern durchkneten zu lassen.
Einfacher wäre es wohl, einen Asteroiden seitlich auf die Venus knallen zu lassen, um die Rotation zu beschleunigen (der Kern ist groß genug und wohl auch heiß genug, aber es fehlt ein ausreichender Dynamoeffekt per schnellerer Rotation, um ein starkes Magnetfeld zu erzeugen), und einen tausende Kilometer großen Lichtschild in einen Lagrangepunkt zwischen Venus und Sonne zu platzieren, damit die Infrarotstrahlung auf die Venus gemindert wird. Sobald es schattiger wird, gehen die Temperaturen ziemlich schnell abwärts, weil nun deutlich mehr Wärme abgegeben als aufgenommen wird. Innerhalb weniger Jahre könnte die Temperatur auf unter 100 Grad Celsius abfallen, und alle möglichen Chemischen Verbindungen würden kondensieren und als Regen zu Boden gehen. Danach schmeißt man noch einige große Kometen auf die Venus, und der Staub beschleunigt nicht nur die Abkühlung, sondern der entstehende Wasserdampf reichert sich an und regnet herab, bildet Seen.
Dann noch einen Mond von einem Gasriesen mopsen (am ehesten Io, der ist schon so durchgeknetet, das dort nichts mehr in Sonnennähe schmelzen und verdampfen würde) und nach innen bringen, um den als Mond um die Venus kreisen zu lassen.
Ansonsten aber bleibt in diesen Jahrhundert nur das erbauen großer Raumstationen, um Lebenswerten Lebensraum außerhalb der Erde zu schaffen.