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  • logiko

mehr als 1000 Beiträge seit 20.11.2020

Bedroht sind die Schwachen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und Putins ständigen Atomwaffendrohungen dürfte sich die Politik der Atomwaffenabrüstung auf hundert Jahre erledigt haben.
Die Ukraine war der Abrüstungsstaat, der sich dafür nutzlose Sicherheitsgarantien auf Papier eingehandelt hatte und steht nun am Abgrund seiner Vernichtung.
Staaten die keine Atomwaffen haben, stehen auf der Abschussliste oder müssen unter die Sicherheitsdecke der USA flüchten, wo sie von den USA abhängig gehalten werden. Davon betroffen sind besonders die Weltkriegs-II-Verlierer, wie Deutschland, Japan und Italien.
Alle anderen Nicht-Nuklearmächte, sind technisch oder ökonomisch nicht dazu in der Lage, solche Waffen herzustellen, weil sie zu klein, zu arm oder zu unterentwickelt sind. Ob sie Ziele der Bedrohung werden, hängt mehr oder weniger vom Zufall oder ihrer Unwichtigkeit ab.
Solange die Atomwaffe als ultimative Waffe der Zerstörung gilt, die den Besitzer unbesiegbar macht, wird es die Bedrohungslage geben, gegen die man sich rüsten muss. Allein die Aussicht, selbst zu sterben, kann einen potentiellen Aggressor aufhalten, lassen seine Drohungen ins Leere laufen und rauben ihm den Appetit auf die Machtübernahme über fremdes Territorium.
Ein Friedensgarant, der nicht mächtiger ist als ein Kriegstreiber, ist nicht vorstellbar. Ob ein ermächtigter Garant des Friedens nicht selbst früher oder später zum Monster der Bedrohung wird, kann ohnehin niemand vorhersagen.

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