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  • DerWoDa

mehr als 1000 Beiträge seit 21.09.2013

Paralleluniversum?

Die Klimaerwärmung wird gefühlt in jedem 2. Satz erwähnt. Hochwasser -> Klimaerwärmung. Absinkender Grundwasserpegel -> Klimaerwärmung. Hitze -> Klimaerwärmung. Kälte -> Klimaerwärmung.

Bezüglich erneuerbarer: Es wird m.E. viel darüber geredet, ohne ins Detail zu gehen. Das ist m.E. gewollt. Man müsste auch über die Probleme reden. Das Problem wäre dann, dass die Politik die EE dann nichtmehr als Heilsbringer darstellen könnten. Es müsste auch darüber gesprochen werden, dass uns (Stand 2018) die Regelenergie unserer europ. Nachbarn 5 Millarden zusätzlich p.a. kostet und bei einem weiteren Ausbau der EE dieser Posten exponentiell steigt.

Bezüglich der Entwicklung der Meinung zum Heizungstazsch verhält es sich ähnlich: Erst die Diskussion hat dazu geführt, dass über die Probleme (altbau) und waren Kosten (bis zu 6stellig) gesprochen wurde und irgendjemandem aufgefallen ist, dass im Winter wenig EE zur Verfügung stehen.

Ich bin für EE, aber in Nordafrika. Da liefern die zuverlässig 365/365. Als vorbeitenden Schritt könnte man hier Speicher fördern, welche 12h abdecken, die würde man auch in diesem Best-Case-Szenario brauchen. Für die 5 Milliarden p.a. gäbe es schon um die 50GWh Akkuzellen. Legt man heute 50 Milliarden auf den Tisch, kann man einiges an Regelenergie sparen. Allein dadurch armotisiert sich das irgendwann.

Gruß
DWD

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    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2023

    Antwort auf Paralleluniversum? von DerWoDa.

    Nordafrika ist komplett instabil. Wie soll ein Bürgerkriegsgebiet von der Größe der Sahara unser Energieproblem lösen? Mit teuren Installationen die dort in Geiselhaft sind?

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  • Avatar von Naturzucker
    • Naturzucker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

    Antwort auf Re: Paralleluniversum? von .

    Karyptis schrieb am 04.06.2023 14:39:

    Nordafrika ist komplett instabil. Wie soll ein Bürgerkriegsgebiet von der Größe der Sahara unser Energieproblem lösen? Mit teuren Installationen die dort in Geiselhaft sind?

    Diese Aussage trifft auf nahezu alle bisherigen Lieferanten von Energie und Rohstoffen zu. Die Konzentration von Rohstoffen in bestimmten Regionen haben dort vermutlich sogar Korruption und Kriege begünstigt.

    Wenn es aber nun um sonnenreiche Regionen geht oder um Regionen, wo der Wind beständig weht oder Geothermie genutzt werden kann, dann ist die Auswahl an Ländern prinzipiell größer.

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    760 Beiträge seit 30.07.2022

    Antwort auf Re: Paralleluniversum? von .

    Karyptis schrieb am 04.06.2023 14:39:

    Nordafrika ist komplett instabil. Wie soll ein Bürgerkriegsgebiet von der Größe der Sahara unser Energieproblem lösen? Mit teuren Installationen die dort in Geiselhaft sind?

    Wenn ich mich recht erinnere ist das der Weg der gegangen werden soll. War schon mal vor 25 Jahren angedacht, soll aber jetzt wohl durchgeführt werden.
    Stichwort Desertec.

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  • Avatar von oldman123
    • oldman123

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.11.2003

    Algerien - Marokko - Spanien

    Antwort auf Re: Paralleluniversum? von .

    Auch die nordafrikanischen Länder gehören nicht zu den stabilsten, die für Gas aber auch für Strom und H2 aus Sonnenenergie in frage kommen.
    Viel Gas, viel Sonne, viel Platz.
    Aber schon wenn es Uneinigkeiten gibt, können sich diese Länder im Detail oder als ganzes gegen ein oder mehrere europäische Länder stellen und Energielieferungen blockieren.

    Kurz: Algerien und Marokko liegen im Clinch wegen der Westsahara. Spanien schlägt sich auf die Seite von Marokko. Algerien sperrt oder reduziert darauf hin die Gaslieferungen nach Spanien (Europa).

    Lang:
    Gasversorgung in Europa gefährdet: Algerien droht Spanien mit Lieferstopp
    https://www.telepolis.de/features/Gasversorgung-in-Europa-gefaehrdet-Algerien-droht-Spanien-mit-Lieferstopp-7072893.html?seite=all

    Das Gleiche könnte bei der Strom- und H2-Erzeugung in den Wüstengebieten von Marokko, Algerien, Libyen oder Ägypten für Europa passieren, wenn sich was wie ein "neuer Arabischer Frühling" anbahnt oder passiert und die Machtstrukturen wie in Libyen total zerbröckeln.

    Wie sich unsere Energieversorgung entwickeln wird, wird sich erst in den nächsten 5 - 10 Jahren zeigen. Da entwickelt sich sicher Global noch irgend was. Und wenn der "deutsche Igel" in den Nahen / Mittleren Osten oder Osten, Afrika oder Südamerika reist und sich anhören muss "Der chinesische Hase" war schneller, könnte, eventuell, vielleicht,... noch Probleme auf uns zukommen, die Politiker heute noch nicht aussprechen wollen.

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  • Avatar von spintronic
    • spintronic

    976 Beiträge seit 02.10.2015

    Antwort auf Re: Paralleluniversum? von .

    Hermann Grüßing schrieb am 04.06.2023 18:59:

    Karyptis schrieb am 04.06.2023 14:39:

    Nordafrika ist komplett instabil. Wie soll ein Bürgerkriegsgebiet von der Größe der Sahara unser Energieproblem lösen? Mit teuren Installationen die dort in Geiselhaft sind?

    Wenn ich mich recht erinnere ist das der Weg der gegangen werden soll. War schon mal vor 25 Jahren angedacht, soll aber jetzt wohl durchgeführt werden.
    Stichwort Desertec.

    Diese Einschätzung liegt ein gravierender Denkfehler zugrunde!

    Falls "Desertec" kommen sollte und falls diese Anlagen dort ohne Subventionen ganzjährig (24/7) Energie zu konkurrenzfähigen Preisen bereitstellen können, werden wir nicht erleben, dass die Energie aufwändig zu den industriellen Zentren in Europa transportiert werden wird. Stattdessen werden wir Erleben, dass die Industrie Europa verlässt und um sich direkt neben den Energiequellen in in Nordafrika niederzulassen.

    Die Produktion zu verlagern wird für die Betriebe sehr viel preiswerter sein, als auf Dauer die Energie nach Europa zu transportieren.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.06.2023 11:05).

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  • Avatar von szul
    • szul

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.2003

    Die Klimaerwärmung wird gefühlt in jedem 2. Satz erwähnt.

    Antwort auf Paralleluniversum? von DerWoDa.

    DerWoDa schrieb am 04.06.2023 12:59:

    Die Klimaerwärmung wird gefühlt in jedem 2. Satz erwähnt.

    Das sagt dann aber offenbar mehr über dein Gefühl,
    als über die objektive Wirklichkeit aus...

    https://www.ard-media.de/media-perspektiven/publikationsarchiv/2020/detailseite-2020/der-klimawandel-im-oeffentlich-rechtlichen-fernsehen/

    Außerdem zeigt der Artikel auf,
    dass selbst wenn die Klimaerwärmung erwähnt wird,
    dies oft nicht objektiv und sachlich geschieht.
    Und das halte ich sogar für noch viel problematischer!

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