Das traurige ist die sprachliche Verlotterung auf vielen Ebenen (z.B. die auffällig zunehmende Falschschreibung von Wörtern mit Endsilbe -en "ein" statt "einen") und die Übernahme von Sprachfiguren aus dem Englischen, teils wortwörtlich, manchmal dadurch sogar sinnentstellend.
D.h. die jeweilige Tippse hat weder das deutsche noch das englische Sprachbild verstanden, will einem aber die Welt erklären.
Das hat in der Oberstufe noch Unterhaltungswert, für sogenannte Redakteure und Journalisten ist das erbärmlich.
Schön eklig empfinde ich in diesem Kontext auch die Übersetzung von "I dont believe in" als "Ich glaube nicht an", statt "ich halte nichts von".
Auch die schon zwanghafte, kontextfreie Übersetzung von "you" als "du" ist so abstoßend. Meist als "man", oft als "sie", selten nur als "du" zu übersetzen. Aber primitive und verlogene Anbiederei hat ja Konjunktur.
Oder sehr schön, wie jetzt mittlerweile in den Redaktionen überall "ergibt keinen Sinn" steht, statt dem fehlübersetzten "macht keinen Sinn", sogar an Stellen wo "ergibt keinen Sinn" falsch ist und "sinnvoll", reps. "sinnlos" hingehörte.
DeepL etc. sind hilfreiche Tools, mehr nicht - aber für viele jener, die "was mit Medien" machen, anscheinend nicht nur Werkzeug, sondern Basis und Inhalt ihres "Schaffens".
Mööp, schon Freitag?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.05.2022 14:19).