Artur_B schrieb am 02.05.2022 11:14:
Aber die USA wegen Genozid an den Schwarzen anklagen? Dort, wo über eine halbe Million Yankees ihr Leben ließen, damit die Schwarzen volle Bürgerrechte bekommen? Der Autorin müsste klar sein, dass sie sich da auf sehr braunem Grunde bewegt. So nämlich wollen gewisse Kreise den Judenmord in Deutschland relativieren.
Das mit der Sklaverei war eher ein Nebeneffekt. Sicherlich gab es humanitär motivierte Politiker und Aktivisten (wie man sie heute nennen würde), aber der wirtschaftliche Aspekt überwog, meiner Meinung nach. Wegen dem hehren Ziel die Sklaven zu befreien hätte keiner Krieg geführt.
Ohne Sklaven konnte der Süden bzgl. Landwirtschaft (d.h. Baumwolle) erst mal einpacken. Die Sezession war schon zum Scheitern verurteilt, da die gesamte, für Kriegsgerät nötige Schwerindustrie im Norden war.
Dass es mit der Emanzipation der "befreiten" Sklaven nicht so weit her war, sieht man ja an der formalen Rassentrennung bis in die Mitte des 20. Jhd.